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Der nur-Salat-essende Veganer und die lieben Klischees

von am Mai 26, 2017

Während der Infostände mit Sunnydays for Animals e.V. hören wir immer wieder „Waaaaas? IHR lebt vegan? So seht ihr aber nicht aus“… Dieses komische Klischee des unterernährten, nur Salat-essenden und blassen Veganers gibt es noch immer. „Veganer sind immer krank und müssen sehr viele Tabletten nehmen, um alle Nährstoffe zu erhalten.“ – Ein völlig gängiges Vorurteil. Egal mit wem man spricht, jeder wird, sobald er vegan hört, zum Ernährungsberater. Davon abgesehen kaufen sowieso 98% aller Menschen, mit denen ich mich jemals unterhalten habe, ausschließlich beim „Bauern ihres Vertrauens“ und „bio sowieso“. Ja genau… und woher kommen dann all die Tiere, die in Massenställen „leben“ müssen? Fragt man aber mal ein wenig nach, wird schnell klar, dass zum Beispiel beim Auswärtsessen im Restaurant oder Café nicht auf bio geachtet wird. Manch einem fiel dann auf, dass dies eigentlich blöd und nicht richtig ist.

Aber zurück zum Thema: Wir essen alles was andere Menschen auch essen, aber bei uns ist es nunmal tierfrei. Inzwischen ist dies ja wirklich kein Problem mehr, denn wenn man mal durch die Supermärkte schlendert findet man überall Regale voller veganer Alternativen: Pflanzenmilch, Sahne, Süßigkeiten und Eis. Von den Abteilungen voller Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Amaranth, Quinoa, Couscous, Bulgur, Mais, Reis, Nudeln und vielem mehr mal abgesehen, denn diese Sachen stehen ja nicht erst seit gestern im Regal und die sind von Natur aus vegan!

Ich persönlich esse gerne Fleischersatzprodukte, nicht übermäßig viel, aber dennoch gerne. Tiere esse ich aus ethischen Gründen nicht mehr, nicht weil mir tierische Produkte nicht geschmeckt haben, im Gegenteil… Es hat mir geschmeckt, sehr gut sogar, das gebe ich offen zu, allerdings war dies für mich kein Argument, meine Augen zu verschließen und einfach so weiterzumachen wie bisher.

Jetzt schmeckt es mir auch. Sogar besser als jemals zuvor. Meistens kommt es auf die richtigen Gewürze an. Tofu kannte ich früher nur als nach Pappe schmeckendem Etwas. Was man allerdings mit Tofu alles machen kann ist absolut genial. Spaghetti Bolognese, Carbonara, Rühr“ei“, als Croutons in den Salat und „Caprese“ , um nur ein paar mögliche Varianten zu nennen… Dass man Tofu jeden Geschmack geben kann, weil er neutral ist, wusste ich vorher auch nicht. Sogar farblich kann man ihn anpassen. Eines der Geheimnisse des perfekten Tofu-Anbrate-Vorgangs ist folgendes: Den Tofu zuerst in die Pfanne machen und ein paar Minuten anbraten, erst danach kommen Zwiebeln hinzu. Und nun kann man ihm eine Farbe geben. Kurkuma oder Curry lassen ihn gelb werden, Tomatenmark rot usw.

Mein Mann ist zum Glück ein hervorragender Koch, er kann kochen was er will, es gelingt und schmeckt immer. Wer also noch immer denkt, dass vegan nicht schmeckt oder gar langweilig ist, meldet euch. Ihr dürft gern mal zum Essen vorbei kommen.

Was es bei uns nicht gibt, ist eine Alternative zu Käse, denn hier haben wir bisher nichts gefunden, was auch nur annähernd unseren Geschmack trifft. Melina allerdings isst gern mal ein Brot mit Simply V – Käse, sie findet ihn lecker, allerdings hat sie auch keinen Vergleich. Dieser „Käse-Verzicht“ stellt allerdings auch kein großes Problem dar.

Übrigens gibt es auch immer mehr Eisdielen, in denen man nicht nur Fruchteis bekommt. Das Cremagelato in Ottobrunn zum Beispiel macht das beste vegane Spagetti-Eis. Oder aber natürlich das IceDate in der Amalienstraße 91 in München. Dies ist eine Eisdiele, wo man tatsächlich gesundes, aber dennoch wirklich leckeres Eis essen kann.

Dieses Buch hat inzwischen fast jeder in meiner Verwandtschaft, alle mögen die Rezepte und probieren laufend neues aus, was mich natürlich mega freut.

Nach und nach wird auch diese Diashow erweitert. 🙂

  • Wackelpudding mit Vanillesoße

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Hochzeit | Restaurantempfehlung

Hochzeit!

von am Mai 30, 2013

Da unser Baby nicht unehelich zur Welt kommen sollte (da bin ich seeeehr altmodisch), beschlossen wir noch vor der Geburt zu heiraten. Nicht sehr romantisch werden nun viele denken, aber mir ist ein Heiratsantrag mit Kniefall und Rose nie wichtig gewesen. Es sollte alles passen. Und das tat es. Wir beschlossen Ende März, dass wir zwei Monate später heiraten wollen. Meine liebe Freundin und Trauzeugin stand mir sehr hilfreich zur Seite und sie war es auch, die mich beim Brautkleidshoppen immer wieder aufbaute. Denn zu dieser Zeit war mir noch mega schlecht und ich war total dünn und fand mich in jedem Kleid absolut hässlich… Gemeinsam fanden wir ein wunderschönes Kleid und passende Accessoires.

Ende Mai 2013, ich war im 5. Monat schwanger, war es dann soweit. Wir heirateten in kleiner Runde. Es war ein traumhafter Tag. Inzwischen wussten wir auch, dass uns ein kleines Mädchen erwartete. Sie war den ganzen Tag sehr aktiv und wusste wohl, dass außerhalb des Bauches einiges geboten war.

Wir heirateten standesamtlich im Rathaus Grasbrunn. Die Rede wurde sehr privat gehalten, viele liebevolle Worte fielen, unser Lied „Ja“ von Silbermond wurde gespielt und nach der Zeremonie ließen wir uns die kleinen Köstlichkeiten, die uns vom Max Pett München geliefert wurden, schmecken.

Die anschließende Feier fand im Moarwirt, Hechenberg, statt. Neben den zwei Hochzeitstorten erwartete uns ein veganes 6-Gänge-Menü, alles war perfekt. Das Essen war köstlich und die Köche bedankten sich anschließend bei uns, dass sie kulinarisch herausgefordert wurden. Schließlich möchte nicht jeder ein 6-Gänge-Menü und schon gar kein Veganes…

Ja, nun heiße ich anders, was ihr ja bereits an der www Adresse mitbekommen habt. 🙂

 

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