Früher und heute. Kleine Motivation.

Früher und heute…

So genau weiß ich noch, wie ich vor vielen, vielen Jahren am Tegernsee stand und hoch zu den Bergen schaute. Wehmütig und traurig, weil mein schweres Asthma mir nicht erlaubte, Berge zu besteigen. Nun kann man sagen, fahr halt mit der Gondel… aber dass das nicht dasselbe ist, wusste ich auch ohne Bergerfahrung. Nun sind die Kinder größer, so dass ich sie auch mal länger beim Papa lassen kann und ich quasi wieder etwas mehr frei war. Also erfüllte ich endlich den Wunsch, der so lang tief in mir versteckt war. Ab auf den Berg! Dank der Ernährungsumstellung 2011 bin ich -sehr zur Überraschung diverser Ärzte übrigens- Asthma-frei. KOMPLETT! 

Warum ich nun das Folgende schreibe? Weil ich immer wieder Nachrichten bekomme, von Mamas die völlig k.o. sind, nur noch mit den Kindern schimpfen, weil ihr Seelenfrieden etwas angeknackst ist, weil sie auf dem Zahnfleisch gehen, weil sie immer präsent sein und alles zusammen halten müssen, weil sie perfekt sein wollen… und dies doch nicht müssen! Auch Mamas dürfen einfach mal nur Mensch sein! 

Ich mache das, wovon ich träum(t)e. Tu DU es auch. Achtung, es folgt ein Rat a la Lebens- und Motivationscoach. Bist du unzufrieden mit etwas? Ändere es! Und zwar so, wie du es möchtest. So oft habe ich schon gesagt: „Denk auch mal an dich, denn wenn du nicht zufrieden bist, sind es auch deine Kinder nicht…“ Kinder spiegeln uns, das merke auch ich immer wieder. Sind wir entspannt und in uns selbst ruhend, so sind es auch die Kinder. Beobachtet es mal. Versucht es auf „die nette und relaxte“ Tour, gebt Zeit, seid ruhig, entschleunigt, sagt Verabredungen auch mal ab, sagt nicht immer nur JA und lasst vielleicht den Haushalt sogar einfach mal ein paar Stunden liegen… setzt euch zusammen, spielt, lest und vor allem lasst euch von euren Kindern erzählen! Ich kann es so sehr empfehlen. Ihr werdet merken, dass es ein anderes Beisammensein ist, ein absolutes Miteinander und: es macht Spaß! 

Und ich möchte es nochmal sagen, weil eine Mama eigentlich immer nur macht, tut, da ist, putzt, kocht, chauffiert. Sie ist in den meisten Familien die Managerin, kennt den Terminkalender auswendig, Geburtstage von Freunden und Familie sowieso. Natürlich auch die der Freunde der Kinder… kümmert sich um die Urlaubsplanung, um Arztbesuche, hält das Haus in Schuss, oftmals auch den Garten und das Auto. Sie ist Trösterin oder auch mal Ärztin für kleinere Wehwehchen und das alles 24/7. „Schlimmer“ als ein Vollzeitjob und doch soviel schöner! Niemals mehr würde ich tauschen wollen und dennoch freue ich mich über Auszeiten, in denen ich einfach nur bin. Ein Sauna Tag oder auf Neudeutsch auch DaySpa… ein Brunch mit Freundinnen oder wie bei mir: wandern, Bergsteigen und klettern. Raus in die Natur, dorthin wo es ruhig ist. Ist eine Mama nicht fit, traurig oder unglücklich, so ist es indirekt auch die Familie. Deshalb bitte, an alle hier lesenden Mamas: Ihr dürft auch mal für euch sein! Wer keine Familie hat, keine Oma oder Opa in der Nähe: sucht euch Mamas, tut euch zusammen. Kein Mütterbashing mehr, sondern Zusammenhalt! 2 Mamas nehmen die Kinder, 2 andere Mamas machen einen Tag das, worauf sie Lust haben. Ihr werdet sehen, wie sehr ihr entschleunigen könnt.

Einigen von Euch habe ich ja schon persönlich geantwortet und es tut mir so im Herzen weh, wenn ich lese, wie es einigen von euch geht. Warum es dieses ausufernde und bösartige Mamabashing überhaupt gibt, ist mir ein absolutes Rätsel. Jede Mama möchte das Beste für ihr Kind, auch wenn es eine andere vielleicht nicht für das Beste hält… Ich finde es nur wichtig, Dinge zu hinterfragen, sei es Fremdbetreuung unter 3, Gesundheitsfragen, Schule, Medikamente, wie man Tiere, Umwelt oder auch andere Menschen (Kinder!) schützen kann usw. Es gibt zig Themen, genauso wie zig Meinungen und zig Antworten. Muss man immer gleich verurteilen? Ich denke nicht. Ich nehme mich bei dem Verurteilen absolut nicht raus und kämpfe auch immer wieder dagegen an, dass mich manchmal Vorurteile einzunehmen drohen oder ich lege ein gewisses Schubladendenken an den Tag. Aber ich habe gelernt, erstmal zu hinterfragen „warum tut die Mama jetzt ausgerechnet DAS?“ Das ist gut und sehr hilfreich! Oftmals „erwische“ ich mich dabei, wie ich vermeintlich böse Dinge, die ein anderer tut, gutheiße. Weil ich die Geschichte dahinter kenne… oftmals ist es Unsicherheit, Angst, die einen leitet… vielleicht ist die Wurzel in der Kindheit zu finden, vielleicht vielleicht vielleicht… 

Eine meiner liebsten Freundinnen sagt immer „Wenn ihr nach Fehlern sucht, benutzt einen Spiegel und kein Fernglas“. Den Satz sollte man verinnerlichen, das Lästern einfach mal einstellen und stattdessen helfen und füreinander da sein, denn oftmals entpuppen sich die, die man aus einer Oberflächlichkeitsbetrachtung raus in eine Schublade gesteckt hat, als wunderbare Menschen. Und wenn man diese dann kennt, die Vergangenheit und die Umstände, dann schämt man sich für sein Denken zu Beginn. Da spreche auch ich (leider!) aus Erfahrung. 

Fangt mit einem Lächeln an, jeden Tag, schenkt es einer anderen Mama und schaut, was passiert.

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Sicherlich erinnert ihr euch an den ersten Lockdown im letzten Jahr, natürlich, wer tut das nicht… Damals wurden die Kinder gebeten einen Regenbogen zu malen

Der Kurs

Im Kurs lernst Du wesentliche Grundlagen der kindlichen Entwicklung. Wir wagen einen neuen Blick auf Kinder und erforschen gemeinsam Wege, die die konstruktive Beziehung zu deinem Kind in den Mittelpunkt stellen, Erziehungsirrtümer aufdecken und Dir selbstbewusst neue, beziehungsstarke Handlungsalternativen für den Alltag ermöglichen. So kannst Du diese schon nach nur wenigen Kurseinheiten ganz praktisch im eigenen Familienalltag anwenden und ganz neue Lösungswege selbst entwickeln.

Der Kurs basiert auf einer bindungs- und beziehungsorientierten Haltung den Kindern gegenüber. Es geht darum, das Verhalten deines Kindern als wertvolles Signal zu begreifen, seine darunter liegende Gefühle zu lesen und dahinter liegende emotionale Bedürfnisse zu erkennen.

Darüber hinaus bietet Dir der Kurs Zeit und Raum für deine ganz persönlichen Fragen sowie einen Austausch mit Eltern, die auch auf dem Weg sind.

Kursinhalt:

Wir werden uns mit den wesentlichen Grundlagen der kindlichen Entwicklung befassen und beleuchten vor allem Themen wie:

  • Emotionale und neurologische Entwicklung
  • Autonomiephase
  • Ein neuer Blick auf Kinder:
    Haltung, Werte, Umgangsweise
  • Kindliche Aggression
  • Wutanfälle begleiten
  • Kindliche Bedürfnisse
  • Kommunikation mit Kindern
  • Familien-Alltag mit Kleinkindern
  • Stolpersteine in der Tagesstruktur 
  • Geschwisterkonflikte
  • Eingewöhnung, Fremdbetreuung und Kindergartenalltag
  • Handlungsalternativen für Strafen
  • Umgang mit Konflikten
  • Schlafen
  • Eure Fragen und individuelle Themen
  • Übungen zur Selbstreflexion für Euch als Eltern

 

💛 Der nächste Kurs startet Ende September 2021. Bitte hierfür gerne schon anmelden, damit ich einen Überblick bekomme. Die Termine stimme ich dann mit Euch gemeinsam ab. 💛

 

Der Kurs erfolgt in: 

  • 6 Terminen à 90 min. / einmal wöchentlich
  • Die Uhrzeit stimmen wir gemeinsam ab. 
  • mit maximal 8 Teilnehmern

 

In diesem Kurs erhältst Du…

  • fundierte wissenschaftliche Informationen, einen moderierten Austausch und meine pädagogische Begleitung
  • wöchentliche Reflexionen zur Vorbereitung und Vertiefung der Kursthemen
  • die Chance, andere Eltern und Familien in Deiner Nähe kennen zu lernen, die sich ebenfalls auf einem bindungs- und beziehungsorientierten Weg befinden

Sehr, sehr wichtig ist mir noch zu sagen, dass ich einen Raum schaffen werde, der völlig wertfrei ist. Was im Kurs gesagt wird bleibt auch dort. Der Kurs soll Dir einen geschützten Raum bieten in dem wir offen und vertrauensvoll sprechen können. Der Kurs soll dich stärken. Damit du dich voll darauf einlassen kannst, findet er abends und ohne Kinder, statt.

Ich freue mich auf Dich.💛

Kosten & AGB:

Die Kosten für einen Kurs belaufen sich auf 189,- € pro Teilnehmer. Paarpreis 289€.

Preise für Alleinerziehende erhaltet ihr auf Anfrage.

Grundsätzlich vergebe ich pro Kurs auch einen günstigeren Kursplatz an Familien, die Sozialleistung beziehen. Meldet Euch dafür bitte per E-Mail bei mir.

Mit der Buchung eines Kurses erkennst du die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) an.