Kuchen und Torten | Rezepte

Maulwurfkuchen-Veganisierung geglückt!

von am Oktober 18, 2011

Schon immer liebte ich Maulwurftorte! Schokolade mit Bananen und Sahne… Mein persönlicher Wohlfühlmoment an doofen Tagen. Wenn ich traurig war oder es mir nicht gut ging, habe ich mir diese Torte gebacken… Manchmal auch für mich alleine, natürlich dann in einer kleineren Variante.

Einer meiner erster Gedanken nach der vegan-Umstellung war tatsächlich, dass ich dann nie wieder diesen Kuchen essen darf… Ich habe dies wirklich gedacht! Zu fremd erschien mir der Gedanke, dass es auch Sahne auf einer tier-freien Basis geben könne…

In der letzten Zeit ist der Supermarkt zu einem guten Freund geworden. Immer öfter schlendere ich nach der Arbeit durch diverse Super- und Biomärkte. Mein Blick hat sich total gewandelt. Früher war ich Großkunde in der Süßwarenabteilung oder an den Tiefkühltruhen. Habe nur schnell etwas mitgenommen und bin dann nach Hause auf meine Couch… Nicht immer, aber doch schon sehr oft. Inzwischen schaue ich nach regionalem und saisonalem Obst und Gemüse und suche die Regale mit den alternativen Produkten. Immer mehr entdecke ich, was man ausprobieren kann und nehme es mit. Zuhause probieren wir dann, lernen neue Lebensmittel kennen, wir essen und danach unternehmen wir noch etwas. Biergarten, Isar oder etwas anderes schönes. Oftmals sitze ich später noch am PC und mache diverse Tierschutz-Dinge oder schreibe hier. Früher undenkbar… nach jedem Essen war ich voll und wollte mich nicht mehr großartig bewegen.

Aber zurück zur Torte: Sahne habe ich im Supermarkt leider nicht entdeckt. Dennoch fand ich schnell Abhilfe. Im Internet gab es ein paar Online Shops, die ein rein pflanzliches Sortiment anbieten. Hier wurde ich fündig. Die Lieferung konnte ich kaum erwarten. Alle anderen Zutaten hatte ich bereits besorgt und natürlich darauf geachtet, dass nichts tierisches enthalten ist. Schokoladenraspel… Wahnsinn, wie viele es gibt. Doch nur die Zartbitter Variante ist meistens (nicht immer!) ohne Milchpulver o.ä.

Jetzt konnte es losgehen.

Hier kommt das Rezept, damit ihn jeder nachbacken kann. 🙂

 

Maulwurfstorte

Trockene Zutaten:
300g Mehl
100g Zucker
50g Kakao
20g Backpulver
1 Prise Salz

Flüssige Zutaten:
150ml Öl
420ml Sprudelwasser

Zutaten für die Füllung:
400ml Pflanzensahne (zB Leha)
4 Päckchen Sahnesteif
5 EL Sojanaturjogurt (zB Provamel zero)
1 Packung Schokostreusel (zB Ulmer/Ruf)

5-6 Bananen

Zubereitung Boden und Streusel:
-Backofen vorheizen: 200 Grad, Ober/Unterhitze
-alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und vermengen
-Wasser und Öl mit einem Löffel unter den Teig rühren
-Teig in eine Springform geben (Backpapier einklemmen!)
-50 min backen lassen und dann eine Stäbchenprobe machen!
-abkühlen lassen!!!

Zubereitung Füllung:
-Sahne mit Sahnesteif aufschlagen
-Sojajogurt unterheben
-Schokostreusel dazu
-1 Banane in kleine Stücke schneiden und unterrühren
-kühlstellen

Vollendung:
-Sobald der Boden abgekühlt ist, das obere Drittel abschneiden und in einer Schüssel zu Streuseln zerdrücken
-Bananen längs halbieren und auf dem Boden verteilen
-Füllung auf den Bananenverteilen und zu einer Kuppel formen
-Streusel auf der Kuppel verteilen, andrücken und zurecht formen.

Viel Spaß

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Buchempfehlung | Gerichte | Tipps

So isst man vegan.

von am Juli 30, 2011

Ein Monat ist rum. Tatsächlich habe ich nie großartig darüber nachgedacht, was ein vegan lebender Mensch i(s)st. Ich wusste nichts von Tofu oder Seitan. Nach meinem ersten Großeinkauf war ich schlauer. Interessant, wie vielfältig und bunt man kochen kann. Es machte uns richtig Spaß -für uns- fremde Lebensmittel auszuprobieren und zu verspeisen. nach und nach „veganisierten“ wir unsere Lieblingsgerichte: Spaghetti Bolognese, Döner und cremige Suppen.

Das Buch „Vegan for fun“ von Attila Hildmann war unser erstes veganes Kochbuch und wir liebten es. Alle Gerichte wurden getestet. Niemals zuvor haben wir so gesund, kreativ und lecker gegessen. Wer dann noch sagte, „Veganer essen ja nur Salat und Gemüse“… nein, meine Lieben! Die vegane Küche übertrifft alles und sie erzeugt nebenbei kein Leid an Mensch und Tier.

Bei manchen Lebensmitteln griffen wir natürlich auch daneben, zum Beispiel mussten wir erst herausfinden welche Pflanzenmilch uns am besten schmeckt, ob wir besser mit Nussmus Soßen andicken oder direkt zu einer Cuisine greifen sollten. Alternative Käsesorten, die es bis dahin gab, wurden ebenfalls getestet. Hier fielen allerdings leider alle durch. So dass wir uns erstmal entschieden, einfach ohne Käse weiterzuleben. Es war nicht schwer, wir mussten zwar unsere Gewohnheiten komplett umstellen, bauten aber dafür andere Lebensmittel in unseren Speiseplan ein. Jogurt gab es natürlich auch, pflanzliche „Butter“ ebenso wie Wurstalternativen und Süßigkeiten. Es ist tatsächlich kein Problem, sich rein pflanzlich zu ernähren. Und ich denke, nein, ich hoffe, dass es in Zukunft mehr Menschen verstehen und viele auf den veganen Zug aufspringen werden.

 

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