Alltag | Kaufempfehlung | Kinder

Organisation ist alles.

von am Juli 8, 2020

Ihr lieben Leserinnen und Leser,

ich habe noch einige nicht veröffentlichte Beiträge, die ich nun nach und nach hochladen werde. Da Fragen wie „wie bekommt man bloß das Essen in die Kinder“ oder „mein Kind isst einfach nichts, was ich ihm hinstelle“ immer mal wieder Thema sind, fange ich hiermit an.

Wer kennt es nicht? Mutti stand in der Küche und hat liebevoll etwas zum Essen gezaubert, dann kommen die Kinder und machen alles zunichte, das Glücksgefühl, etwas Leckeres gekocht zu haben ist verschwunden, denn die lieben Kleinen (oder auch Großen) haben irgendwas zu meckern. „iiiiihhh, was ist das?“, „heute mag ich keinen Blumenkohl“, „das esse ich nicht.“. Nunja, da ich als kleines Mädchen nahezu Hunger auf nichts hatte und meine Eltern, insbesondere meine arme Mama, in den Wahnsinn getrieben habe, kann ich davon ein Lied mit vielen Strophen singen.

Damit das nicht auch hier passiert, konnte ich Abhilfe schaffen. Denn das Glücksgefühl, welches man nunmal hat, wenn das Kind sagt „lecker, Mama!“ oder „es schmeckt total gut!“, beizubehalten, gibt es bei uns seit Jahren einen Essensplan. Bei der Auswahl der Gerichte fiel dann auf, dass den beiden Mädels doch einige Dinge schmecken und wir bzw. ich tatsächlich abwechslungsreich kochen kann. Zumindest mittags, abends ist der Gatte zuständig, denn der ist der absolute Profi und Chefkoch bei uns.

Wir fotografierten also alle Lieblingsgerichte, druckten sie aus, schnitten sie zu und laminierten sie. Hinten dran kam noch ein Magnet und voilà, ab damit auf die große Familien-Erinnerungs-Termin-Kalenderwand in der Küche. Super einfach, aber mega effektiv!

Die Mädels planen nun jeden Sonntag das Mittagessen für die komplette Woche und ich muss echt sagen, dass dies seit Jahren hervorragend funktioniert, ohne dass ich sagen muss, dass doch bitte der Plan gemacht werden muss.

Probiert es ruhig mal aus, denn die Essenszeremonie muss nicht in Tränen enden.

Übrigens habe ich hier noch eine tolle Empfehlung: diesen Saisonkalender lieben die Mädels! Ihr bekommt ihn bei „Wir für die Erde“: https://www.wirfuerdieerde.de/shop/saisonkalender/

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Asthma | Danke | Herzensangelegenheit

Früher und heute. Kleine Motivation.

von am Februar 15, 2020

Früher und heute…

So genau weiß ich noch, wie ich vor vielen, vielen Jahren am Tegernsee stand und hoch zu den Bergen schaute. Wehmütig und traurig, weil mein schweres Asthma mir nicht erlaubte, Berge zu besteigen. Nun kann man sagen, fahr halt mit der Gondel… aber dass das nicht dasselbe ist, wusste ich auch ohne Bergerfahrung. Nun sind die Kinder größer, so dass ich sie auch mal länger beim Papa lassen kann und ich quasi wieder etwas mehr frei war. Also erfüllte ich endlich den Wunsch, der so lang tief in mir versteckt war. Ab auf den Berg! Dank der Ernährungsumstellung 2011 bin ich -sehr zur Überraschung diverser Ärzte übrigens- Asthma-frei. KOMPLETT! 

Warum ich nun das Folgende schreibe? Weil ich immer wieder Nachrichten bekomme, von Mamas die völlig k.o. sind, nur noch mit den Kindern schimpfen, weil ihr Seelenfrieden etwas angeknackst ist, weil sie auf dem Zahnfleisch gehen, weil sie immer präsent sein und alles zusammen halten müssen, weil sie perfekt sein wollen… und dies doch nicht müssen! Auch Mamas dürfen einfach mal nur Mensch sein! 

Ich mache das, wovon ich träum(t)e. Tu DU es auch. Achtung, es folgt ein Rat a la Lebens- und Motivationscoach. Bist du unzufrieden mit etwas? Ändere es! Und zwar so, wie du es möchtest. So oft habe ich schon gesagt: „Denk auch mal an dich, denn wenn du nicht zufrieden bist, sind es auch deine Kinder nicht…“ Kinder spiegeln uns, das merke auch ich immer wieder. Sind wir entspannt und in uns selbst ruhend, so sind es auch die Kinder. Beobachtet es mal. Versucht es auf „die nette und relaxte“ Tour, gebt Zeit, seid ruhig, entschleunigt, sagt Verabredungen auch mal ab, sagt nicht immer nur JA und lasst vielleicht den Haushalt sogar einfach mal ein paar Stunden liegen… setzt euch zusammen, spielt, lest und vor allem lasst euch von euren Kindern erzählen! Ich kann es so sehr empfehlen. Ihr werdet merken, dass es ein anderes Beisammensein ist, ein absolutes Miteinander und: es macht Spaß! 

Und ich möchte es nochmal sagen, weil eine Mama eigentlich immer nur macht, tut, da ist, putzt, kocht, chauffiert. Sie ist in den meisten Familien die Managerin, kennt den Terminkalender auswendig, Geburtstage von Freunden und Familie sowieso. Natürlich auch die der Freunde der Kinder… kümmert sich um die Urlaubsplanung, um Arztbesuche, hält das Haus in Schuss, oftmals auch den Garten und das Auto. Sie ist Trösterin oder auch mal Ärztin für kleinere Wehwehchen und das alles 24/7. „Schlimmer“ als ein Vollzeitjob und doch soviel schöner! Niemals mehr würde ich tauschen wollen und dennoch freue ich mich über Auszeiten, in denen ich einfach nur bin. Ein Sauna Tag oder auf Neudeutsch auch DaySpa… ein Brunch mit Freundinnen oder wie bei mir: wandern, Bergsteigen und klettern. Raus in die Natur, dorthin wo es ruhig ist. Ist eine Mama nicht fit, traurig oder unglücklich, so ist es indirekt auch die Familie. Deshalb bitte, an alle hier lesenden Mamas: Ihr dürft auch mal für euch sein! Wer keine Familie hat, keine Oma oder Opa in der Nähe: sucht euch Mamas, tut euch zusammen. Kein Mütterbashing mehr, sondern Zusammenhalt! 2 Mamas nehmen die Kinder, 2 andere Mamas machen einen Tag das, worauf sie Lust haben. Ihr werdet sehen, wie sehr ihr entschleunigen könnt.

Einigen von Euch habe ich ja schon persönlich geantwortet und es tut mir so im Herzen weh, wenn ich lese, wie es einigen von euch geht. Warum es dieses ausufernde und bösartige Mamabashing überhaupt gibt, ist mir ein absolutes Rätsel. Jede Mama möchte das Beste für ihr Kind, auch wenn es eine andere vielleicht nicht für das Beste hält… Ich finde es nur wichtig, Dinge zu hinterfragen, sei es Fremdbetreuung unter 3, Gesundheitsfragen, Schule, Medikamente, wie man Tiere, Umwelt oder auch andere Menschen (Kinder!) schützen kann usw. Es gibt zig Themen, genauso wie zig Meinungen und zig Antworten. Muss man immer gleich verurteilen? Ich denke nicht. Ich nehme mich bei dem Verurteilen absolut nicht raus und kämpfe auch immer wieder dagegen an, dass mich manchmal Vorurteile einzunehmen drohen oder ich lege ein gewisses Schubladendenken an den Tag. Aber ich habe gelernt, erstmal zu hinterfragen „warum tut die Mama jetzt ausgerechnet DAS?“ Das ist gut und sehr hilfreich! Oftmals „erwische“ ich mich dabei, wie ich vermeintlich böse Dinge, die ein anderer tut, gutheiße. Weil ich die Geschichte dahinter kenne… oftmals ist es Unsicherheit, Angst, die einen leitet… vielleicht ist die Wurzel in der Kindheit zu finden, vielleicht vielleicht vielleicht… 

Eine meiner liebsten Freundinnen sagt immer „Wenn ihr nach Fehlern sucht, benutzt einen Spiegel und kein Fernglas“. Den Satz sollte man verinnerlichen, das Lästern einfach mal einstellen und stattdessen helfen und füreinander da sein, denn oftmals entpuppen sich die, die man aus einer Oberflächlichkeitsbetrachtung raus in eine Schublade gesteckt hat, als wunderbare Menschen. Und wenn man diese dann kennt, die Vergangenheit und die Umstände, dann schämt man sich für sein Denken zu Beginn. Da spreche auch ich (leider!) aus Erfahrung. 

Fangt mit einem Lächeln an, jeden Tag, schenkt es einer anderen Mama und schaut, was passiert.

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Geburtstag | Kuchen und Torten

Der fünfte Geburtstag

von am September 10, 2018

5  Jahre. Das letzte Jahr war geprägt mit unfassbaren Entwicklungsschüben. Man sieht ihr an, dass sie nun kein kleines Mädchen mehr ist. Eine Große, mit so vielen Ideen, Wünschen und auch Träumen. Sie ist so dermaßen klasse in ihrem emphatischen und sozialen Denken, dass ich in ihr wirklich sehe, dass unser Tun und unsere Wertevermittlung, inzwischen starke Wurzeln bekommen haben. Sie liebt Tiere, ihre Freundinnen und beschützt wirklich jedes Kind, was in welcher Weise auch immer, geärgert oder gehauen wird. Und immer wieder sagen die Erzieherinnen zu mir, dass sie sie so sehr vermissen werden und dass man nicht so oft solch eine Bindung zu einem Kind aufbaut. Das ist so ein wunderbar krasser Balsam für meine Seele und mein Herz. Dieses kleine und so wundervolle Mädchen meine Tochter nennen zu dürfen. Ihr seht, wie wohl jede Mama ihr Kind liebt, ich liebe sie aus tiefstem Herzen und freue mich so sehr auf alles, was noch kommt. Solltet ihr euch jetzt fragen, ob wirklich immer alles gut ist, kann ich euch „beruhigen“. Nein, natürlich nicht! Auch wir streiten, haben Meinungsverschiedenheiten oder sie kleinere Wutanfälle. Wir sprechen darüber, finden Kompromisse und vertragen uns schnell wieder. 

Geschlafen wird übrigens nicht mehr in ihrem Bett… sondern abwechselnd bei Papa oder mir. Sei’s drum, ich bin sicher, dass ihr Freund später mal nicht bei uns im Bett schlafen wird. 

Der diesjährige Geburtstag war wunderbar, wir konnten, wie im letzten Jahr auch schon, draußen feiern, mit leckerem Essen und Spielen, wie es sie auch schon auf meinen Geburtstagen gab: Sackhüpfen, Becherwerfen und Topfschlagen. Außerdem haben wir kleine Schatzkisten und Armbänder gebastelt. Und ein kleines Highlight: Die Photo Booth wurde aufgebaut, mit all möglichen Utensilien zum verkleiden. Vielleicht kennt ihr sowas von anderen Feierlichkeiten. Die Kinder hatten einen riesigen Spaß.

 

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Ausflug | Brotzeit | Buchempfehlung | Info | Kinder

Gipfelglück auf dem Dürrnbachhorn.

von am Oktober 15, 2017

Man steht oben und denkt, dass dies nur ein Traum sein kann. Aber es ist real und einfach WOW!

Was für ein wunderschöner Tag!

Das Wetter war perfekt gemeldet, der Gatte aber leider von früh bis spät beruflich unterwegs… Also fuhren wir Mädels gemeinsam mit meiner lieben Freundin alleine Richtung Berge. Dieses Mal war der Weg echt weit, bis nach Reit im Winkl, gute 90km und das an einem Samstag… Puh. Wir machten uns also sehr zeitig auf den Weg, um eventuelle Staus zu umgehen, was uns tatsächlich ganz gut gelang.

Am Abend zuvor überlegten wir wohin wir fahren könnten und suchten einen Berg, der auch am Wochenende nicht überlaufen ist. Das ist nicht einfach, vor allem die „Seilbahn-Berge“ sind stark frequentiert. Die Wahl unserer Tour war Schicksal, denn ich schlug mein Buch auf, es fiel mir runter und landete auf genau dieser Seite: Wanderung auf das Dürrnbachhorn. Also gut. 🙂

Mit einer alten Einsitzer Sesselbahn (die Kinder durften auf den Schoß, das Gepäck fuhr hinterher) ging es hinauf bis zur Alm und von dort aus dann zu Fuß weiter.

Gute 2 Stunden, durch Latschen und über Felsen, immer höher und höher. Wunderschöne Ausblicke und perfekte Fernsicht. Aber auch wieder eine Tour, die Trittsicherheit erfordert! Und Ausrüstung, mindestens Wander-/Bergschuhe sollten auf jeden Fall dabei sein. Auch für Kinder. Die müssen allerdings nicht teuer sein, denn auch auf Flohmärkten oder bei Ebay Kleinanzeigen kann man richtige Schnäppchen machen. Melinas Schuhe sind top in Ordnung, fast neu und haben 4€ gekostet…

Am Gipfel angekommen empfingen uns schon einige Bergdohlen, die mit uns die Brotzeitboxen begutachteten und auch etwas stibitzten. Bergdohlen gehören zur Familie der Rabenvögel. Sie leben oberhalb der Baumgrenze und sind die weltbesten Flugkünstler im Hochgebirge. Sie sind super intelligent und es war eine wahre Freude ihnen zuschauen zu dürfen.

Ein, mein Herzmoment: Kristina saß vor uns und schaute Richtung Berge, Melina stand auf, setzte sich zu ihr, umarmte und sagte: „Ach, meine kleine Schwester, ist das nicht wunderschön?“. Mein Herz schmilzt. Ein so wunderschöner Moment, den man tief in sich speichert.

Diese Tour war so traumhaft, dass ich sie liebend gern weiter empfehle! Um auch auf dem Heimweg die Staus zu umgehen ließen wir den Tag am Chiemsee ausklingen, wo wir direkt am See den Rest unserer Brotzeit verspeisten, um dann mit satten, entspannten und schlafenden Kindern nach Hause fahren zu können. Ein rundum gelungener Tag.

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Familie | Geburtstag | Kinder | Kuchen und Torten

Der zweite 1. Geburtstag

von am Oktober 13, 2017

Nun haben wir wieder kein Baby mehr im Haus. Unser Minibär Kristina feierte ihren 1. Geburtstag und ich bin etwas wehmütig. Schon wieder ist ein Jahr vorbei, die Kinder werden so schnell so viel größer und selbstständiger… Sogar Kristina „braucht“ mich nicht mehr dauernd, ich kann locker mehrere Stunden weg bleiben. Wo ist nur mein kleines Baby hin? Sie macht und tut und räumt Sachen hin und her und noch lieber ein und wieder aus. Sie isst so gerne, sie klatscht und wippt zur Musik. Sie brabbelt total laut und viel. Eigentlich tut sie das den ganzen Tag, sie „fragt“ wo der Papa ist: „Apappa?“ das ist so unglaublich süß. Sie liebt ihre große Schwester und die Katzen.

Schlafen tut sie inzwischen auch etwas besser. Sehr zur Freude meinerseits. Ein Jahr nicht länger als 1,5 bis 2 Stunden am Stück zu schlafen ist schon -ich nenne es mal- wirklich krass und kräftezehrend.

Sie weiss genau was sie will, ob dies nun trinken, essen, spielen oder was auch immer ist. Sie hat eine unglaubliche Gestik und so kommunizieren wir echt gut. Meistens. 🙂

Ihren Geburtstag fand sie glaube ich richtig gut. Es war nur ein Kind geladen plus Mama und Geschwisterkind, dazu Oma und Opa, ich denke, dass dies völlig ausreichend war. Ganz anders als Melina geht sie total auf andere Kinder zu, interagiert mit ihnen und sie genoss es sichtlich im Mittelpunkt zu stehen.

Unser kleiner Bär wird groß. <3

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Grillen | Info | Tipps

Grillen – geht natürlich auch vegan. Heute: die perfekten Grillos.

von am Juli 9, 2017

Sie sind köstlich, der Renner auf allen Grillpartys… und dazu noch vegan und selbst kreiert.

Unsere „Grillos“. Die bekannten Soja Big Steaks werden aufgekocht, in einer extra Presse ausgepresst und anschließend mariniert und vakuumiert. Das Auspressen deshalb, damit sie den typischen Soja Geschmack verlieren und somit die Marinade gut aufsaugen können.

Inzwischen findet man in vielen Lebensmittelläden, ob Bioladen oder Discounter veganes Grillgut. Vieles schmeckt okay, mich hat bisher aber nichts überzeugt. Noch dazu sind einige der Sachen echt teuer. Vor ein paar Jahren also entstanden die ersten Grillos. Erst testete und probierte mein Mann alleine verschiedene Varianten und später dann mit zwei Freunden gemeinsam. Inzwischen treffen sich die Herren zur Groß-Grillo Grillo-Produktion, so dass wir immer den ganzen Sommer über genügend Grillgut eingefroren haben.

Natürlich isst man die Grillos nicht ohne alles. Salate, Gemüse, Soßen, Kräuter“Butter“ uvm. Hier füge ich mal einige Bilder von früher ein. Neue werden folgen, dazu muss das Wetter allerdings erstmal wieder besser werden…

 

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Buchempfehlung | Info | Restaurantempfehlung

Der nur-Salat-essende Veganer und die lieben Klischees

von am Mai 26, 2017

Während der Infostände mit Sunnydays for Animals e.V. hören wir immer wieder „Waaaaas? IHR lebt vegan? So seht ihr aber nicht aus“… Dieses komische Klischee des unterernährten, nur Salat-essenden und blassen Veganers gibt es noch immer. „Veganer sind immer krank und müssen sehr viele Tabletten nehmen, um alle Nährstoffe zu erhalten.“ – Ein völlig gängiges Vorurteil. Egal mit wem man spricht, jeder wird, sobald er vegan hört, zum Ernährungsberater. Davon abgesehen kaufen sowieso 98% aller Menschen, mit denen ich mich jemals unterhalten habe, ausschließlich beim „Bauern ihres Vertrauens“ und „bio sowieso“. Ja genau… und woher kommen dann all die Tiere, die in Massenställen „leben“ müssen? Fragt man aber mal ein wenig nach, wird schnell klar, dass zum Beispiel beim Auswärtsessen im Restaurant oder Café nicht auf bio geachtet wird. Manch einem fiel dann auf, dass dies eigentlich blöd und nicht richtig ist.

Aber zurück zum Thema: Wir essen alles was andere Menschen auch essen, aber bei uns ist es nunmal tierfrei. Inzwischen ist dies ja wirklich kein Problem mehr, denn wenn man mal durch die Supermärkte schlendert findet man überall Regale voller veganer Alternativen: Pflanzenmilch, Sahne, Süßigkeiten und Eis. Von den Abteilungen voller Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Amaranth, Quinoa, Couscous, Bulgur, Mais, Reis, Nudeln und vielem mehr mal abgesehen, denn diese Sachen stehen ja nicht erst seit gestern im Regal und die sind von Natur aus vegan!

Ich persönlich esse gerne Fleischersatzprodukte, nicht übermäßig viel, aber dennoch gerne. Tiere esse ich aus ethischen Gründen nicht mehr, nicht weil mir tierische Produkte nicht geschmeckt haben, im Gegenteil… Es hat mir geschmeckt, sehr gut sogar, das gebe ich offen zu, allerdings war dies für mich kein Argument, meine Augen zu verschließen und einfach so weiterzumachen wie bisher.

Jetzt schmeckt es mir auch. Sogar besser als jemals zuvor. Meistens kommt es auf die richtigen Gewürze an. Tofu kannte ich früher nur als nach Pappe schmeckendem Etwas. Was man allerdings mit Tofu alles machen kann ist absolut genial. Spaghetti Bolognese, Carbonara, Rühr“ei“, als Croutons in den Salat und „Caprese“ , um nur ein paar mögliche Varianten zu nennen… Dass man Tofu jeden Geschmack geben kann, weil er neutral ist, wusste ich vorher auch nicht. Sogar farblich kann man ihn anpassen. Eines der Geheimnisse des perfekten Tofu-Anbrate-Vorgangs ist folgendes: Den Tofu zuerst in die Pfanne machen und ein paar Minuten anbraten, erst danach kommen Zwiebeln hinzu. Und nun kann man ihm eine Farbe geben. Kurkuma oder Curry lassen ihn gelb werden, Tomatenmark rot usw.

Mein Mann ist zum Glück ein hervorragender Koch, er kann kochen was er will, es gelingt und schmeckt immer. Wer also noch immer denkt, dass vegan nicht schmeckt oder gar langweilig ist, meldet euch. Ihr dürft gern mal zum Essen vorbei kommen.

Was es bei uns nicht gibt, ist eine Alternative zu Käse, denn hier haben wir bisher nichts gefunden, was auch nur annähernd unseren Geschmack trifft. Melina allerdings isst gern mal ein Brot mit Simply V – Käse, sie findet ihn lecker, allerdings hat sie auch keinen Vergleich. Dieser „Käse-Verzicht“ stellt allerdings auch kein großes Problem dar.

Übrigens gibt es auch immer mehr Eisdielen, in denen man nicht nur Fruchteis bekommt. Das Cremagelato in Ottobrunn zum Beispiel macht das beste vegane Spagetti-Eis. Oder aber natürlich das IceDate in der Amalienstraße 91 in München. Dies ist eine Eisdiele, wo man tatsächlich gesundes, aber dennoch wirklich leckeres Eis essen kann.

Dieses Buch hat inzwischen fast jeder in meiner Verwandtschaft, alle mögen die Rezepte und probieren laufend neues aus, was mich natürlich mega freut.

Nach und nach wird auch diese Diashow erweitert. 🙂

  • Wackelpudding mit Vanillesoße

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Brotzeit | Kinder | Kindergarten | Lieblingsessen | Tipps

Die Brotzeit im Kindergarten…

von am September 28, 2016

… geben in unserem KiGa die Eltern ihren Kindern mit.

Ich achte darauf, dass sie „von allem etwas “ dabei hat. Zum Beispiel Nüsse, Trockenobst und frisches Obst. Außer der Süße aus den Früchten ist in keinem der Leckereien Zucker enthalten.

Morgens besprechen wir immer, was unbedingt in die Brotzeitbox rein soll. Tofuwiener, Datteln und Tortilla Chips, die müssen fast täglich rein. Ich liste euch mal auf, was sonst in den Boxen zu finden ist:

° Roggenvollkornbrot mit Cashewmus und Simply V Käse oder Räuchertofu

° Apfel, Avocado, Birne oder Beeren

° Cranberries, Rosinen, getrocknete Aprikosen oder Datteln (bestelle ich hier)

° Dinkel Rübli Kekse, Müslikekse oder Löffelkekse (Alnatura)

° Sesam Cracker, Dinkel Mini Brezn, Knusperbären oder Knusperenten (DM)

° Cashewkerne, Macadamia Nüsse oder Erdnüsse

° manchmal auch Jogurt (Provamel Zero + Obst, selbst gemacht) oder Gemüse

 

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Tierrettung | Tierschutz

Rettung einer Kuh vor dem Tod.

von am April 28, 2014

 

Frieda ist 11 alt, sie hat 10 Kinder geboren. Keines durfte sie behalten. Alle wurden ihr nach der Geburt weggenommen. Warum? Weil sie eine Kuh ist. Menschen möchten die für das Kalb bestimmt Muttermilch trinken. Frieda lebte in einem Stall, sie konnte nicht nach draußen.

11 Jahre lang. Das sind 4.015 Tage.

° Kühe sind genauso lange schwanger wie Frauen.

Meine Freundin wurde auf Frieda aufmerksam. Wir beratschlagten zusammen, was wir tun können. Mit einigen anderen tierlieben Menschen kauften wir Frieda frei. Nach vielem hin- und her und bangem Warten wurde uns ein Platz auf Gut Aiderbichl Eslarn zugesprochen.

Heute war es so weit. Frieda zog um. In ein neues Leben. Grüne Wiesen, saftiges Gras, Kuh-Gesellschaft, leckeres Futter und Freiheit. Auf dem Gut darf sie sein was sie ist. Eine Kuh. Kein Ausbeutung-Objekt mehr.

Eine lange Fahrt lag vor uns, über 220km. Als sie aus dem Transporter stieg schaute sie uns an und ging dann bis zum Ende der Weide, dies war ein sehr weiter Weg, denn die Weide ist riesig. Sie blieb stehen und schaute in die Weite. Viele Minuten stand sie einfach nur da und schaute. Was wohl in ihr vorging? Woran sie dachte?

Dann kam sie zurück und muhte laut und lange. Sie stand direkt vor uns und ich bin davon überzeugt, dass dies ein „Danke“ war.

Bald werden wir sie wieder besuchen.

Es war ein schöner Tag, aber ein ganz bitterer Beigeschmack bleibt: die Tiere, die im Stall zurückbleiben und auf ihren Tod warten.

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