Tierrettung | Tierschutz

Rettung einer Kuh vor dem Tod.

von am April 28, 2014

 

Frieda ist 11 alt, sie hat 10 Kinder geboren. Keines durfte sie behalten. Alle wurden ihr nach der Geburt weggenommen. Warum? Weil sie eine Kuh ist. Menschen möchten die für das Kalb bestimmt Muttermilch trinken. Frieda lebte in einem Stall, sie konnte nicht nach draußen.

11 Jahre lang. Das sind 4.015 Tage.

° Kühe sind genauso lange schwanger wie Frauen.

Meine Freundin wurde auf Frieda aufmerksam. Wir beratschlagten zusammen, was wir tun können. Mit einigen anderen tierlieben Menschen kauften wir Frieda frei. Nach vielem hin- und her und bangem Warten wurde uns ein Platz auf Gut Aiderbichl Eslarn zugesprochen.

Heute war es so weit. Frieda zog um. In ein neues Leben. Grüne Wiesen, saftiges Gras, Kuh-Gesellschaft, leckeres Futter und Freiheit. Auf dem Gut darf sie sein was sie ist. Eine Kuh. Kein Ausbeutung-Objekt mehr.

Eine lange Fahrt lag vor uns, über 220km. Als sie aus dem Transporter stieg schaute sie uns an und ging dann bis zum Ende der Weide, dies war ein sehr weiter Weg, denn die Weide ist riesig. Sie blieb stehen und schaute in die Weite. Viele Minuten stand sie einfach nur da und schaute. Was wohl in ihr vorging? Woran sie dachte?

Dann kam sie zurück und muhte laut und lange. Sie stand direkt vor uns und ich bin davon überzeugt, dass dies ein „Danke“ war.

Bald werden wir sie wieder besuchen.

Es war ein schöner Tag, aber ein ganz bitterer Beigeschmack bleibt: die Tiere, die im Stall zurückbleiben und auf ihren Tod warten.

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Herzensangelegenheit | Tierschutz | Traurig

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Darum. Und nein. Es war so, SO! entsetzlich traurig. Während der Rettung von Kuhdame Frieda trafen wir auf dieses Kälbchen. Die Nabelschnur war noch dran…

Es ist noch so klein. Seine Mama steht irgendwo im Stall und muht. Sie ruft nach ihrem Kind, und er nach ihr. Sie sind getrennt, weil Menschen die für ihn bestimmte Muttermilch trinken müssen. Eine unglaubliche Ignoranz die mich dermaßen wütend und traurig macht.

Wenn ich mir vorstelle, dass mir jemand mein Kind weg nimmt… Wir saßen da, streichelten das Baby und ich erzählte Melina, dass seine MamaMuh ihn nie wieder sieht, Melina fing an zu weinen. Das tut sie sonst nicht.

Es tat mir so leid. Denkt doch bitte mal darüber nach, was Kuhmilch ist. Es ist die Ernährung für ein Kuhkind. Genauso wie Giraffenmilch die Ernährung für ein Giraffenkind ist, Schafmilch für ein Lamm, Katzenmilch für Babykatzen und Muttermilch für Menschenkinder. Das ist doch eigentlich nicht schwer. Wir sind Menschen. Kuhmilch ist nicht für uns bestimmt!

Und ich frage mich: Wie kann eine MenschenMAMA Kuhmilch trinken? Sie weiß doch selbst, dass die Brust (das Euter!) nur dann Milch produziert, wenn man ein Baby erwartet. NIEMALS SONST! Spätestens eine Mama muss doch den Zusammenhang sehen und dieses Leid, die Trennung zwischen Mama und Kind, nicht weiter unterstützen. Die Mama wird viele weitere Babys bekommen, alle werden ihr genommen. Die weiblichen enden so wie sie und die männlichen werden getötet. Das ist doch -ehrlich- abartig. Jeder, der DAS weiß, muss doch bitte handeln?! Eine Kuh ist genauso lange schwanger wie eine Frau. Sie spürt ihr Kind so, wie auch wir es tun, sie entwickelt Gefühle für IHR Baby. Es gibt doch so viele Alternativen! Niemand muss die Muttermilch einer Kuh trinken, außer das Kalb. Es ist SEINE Nahrung. Und ganz davon abgesehen, ist Kuhmilch für Menschen ungesund. Vor allem für Menschen, die an Asthma oder ähnlichen Krankheiten leiden, die oftmals Bronchitis haben usw. Kuhmilch verschleimt. Kuhmilch ist nicht für Menschen gedacht.

(gilt auch bei Bio!)

Bitte fragt Euch: Würdet ihr auch Hundemilch, Katzenmilch, Giraffenmilch oder die Milch einer Menschenmutter trinken? Nein? Warum nicht? Wo ist der Unterschied?

So sollte es sein:

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