Coaching | Familie | Verbindung

Kinder besser verstehen.

von am März 9, 2021

Danke für all die vielen Nachrichten, ich komme momentan gar nicht hinterher und bitte das wirklich zu entschuldigen. Zum Thema „Kindererziehung“ kamen nach den letzten Einträgen so unfassbar viele Rückmeldungen, viele habe ich schon beantwortet, aber über dies wisst ihr noch nichts. 😉

Vorab: dies ist mein Weg, ich bewerte niemanden, der anders lebt oder anders handelt.

Wie ihr schon gemerkt habt, hier, auf Instagram oder auch persönlich: ich gebe „öffentlich“ keine Empfehlungen ab, da diese immer bewertend sind. Was ich euch aber von Herzen gebe sind Impulse, zu hinterfragen, abzuwägen, in sich zu gehen und zu sich fragen „möchte ICH das“, „finde ICH das gut“ oder ist mir nur wichtig, was „die Anderen“ denken. Geht es mir um Anerkennung oder würde ich gerne einfach nur Ich sein, kann es aber nicht, wegen? Ja warum? Gleiches gilt natürlich auch für Kinder „was möchte MEIN Kind“, „wie finde ich heraus was MEIN Kind möchte“ oder halte ich mich an öffentliche Empfehlungen und handele anders wie ich es eigentlich gerne wollen würde, anders als es mein Herz/mein Bauch mir sagt? Und frage dich warum du so handelst. Möchtest du gesehen werden? Denkst du, dass du nichts/nicht viel wert bist? Findest du dich, so wie du bist, nicht okay? Warum nicht? Was hat dich geprägt, dass du denkst, dass du nicht reichst? Ich kann dir sagen: Du reichst, du bist wertvoll und du bist absolut okay, so wie du bist! Und zwar genau so. Mit allen vermeintlichen Schwächen, denn die haben wir alle.

Und los gehts: Früher war mir nicht bekannt, dass es unterschiedliche „Erziehungsmodelle“ gibt, ich habe mir darum nie Gedanken gemacht. Nach der Geburt meiner großen Tochter stellte ich fest, dass mir mein Bauchgefühl sagt, was ich tun soll. Weder las ich damals Bücher noch hörte ich irgendwelche Podcasts und handelte somit immer intuitiv (und durchaus auch mal so, dass einige es nicht verstanden!). Ein absolutes Glück ist da vermutlich meine eigene „Erziehung“, denn schon meine Eltern handelten vor 38 Jahren bindungsorientiert und ich weiß, dass sie damals sehr oft als Rabeneltern beschimpft wurden, denn diese Beziehung zum Kind war damals leider alles andere als allgegenwärtig. Zu präsent war damals noch ein Buch was man wirklich als schwarze Pädagogik bezeichnen könnte und was unfassbar viele Menschen sehr geprägt hat und die heute noch mit den Folgen zu kämpfen haben.

Inzwischen habe ich mich bzgl. der Erziehungsstile „weitergebildet“. Da seit Beginn meiner Schwangerschaft, vor nun schon 8 Jahren, Fragen zu diesem Thema kamen, wollte ich dies einfach vertiefen, da ich keine pädagogische Grundausbildung habe. Ich schaute mir verschiedene Coaching-Angebote an, doch nach einigen Kontakten mit Katia Saalfrank fühlte ich, dass das was sie macht, einfach zu mir passt und so legte ich los mit dem ersten „Kinder besser verstehen“– Kurs. Und was soll ich sagen, es war so wunder- und wertvoll und genau das, nachdem ich gesucht habe. Coronabedingt musste zwar vieles verschoben werden, aber ich bin jetzt schon sicher, dass ich weitermachen werde, da dies auch die Beziehung zu meinen Kindern (und die Partnerbindung!) so krass gefestigt hat und wer weiß, womöglich gibt es irgendwann meine kleine Coachingstunde.

Die Kurse gibt es in 3 verschiedenen Modulen: Kleinkind, Schulkind und Teenie. Gelehrt werden die wesentlichen Grundlagen der kindlichen Entwicklung. Handlungsalternativen und Lösungswege werden aufgezeigt, so dass man all diese Impulse direkt im eigenen Familienleben umsetzen kann.

Wer zweifelt oder/und wer sich mit auf den Weg machen möchte dem kann ich nur sagen: macht es einfach, probiert es aus, es ist eine tolle Erfahrung, eine Reise zu sich selbst, zum inneren Kind und super wertvoll für eure Zukunft und vor allem die eurer Kinder, denn den Grundstein legen wir Eltern. Wer „erstmal nur schauen möchte“, dem empfehle ich Katias Podcast „Familienrat“, die wunderschönen Affirmationskarten, die gute Impulse für ein bindungsorientiertes Familienleben geben oder auch die jährliche Sommerakademie, die nicht ganz so kostenintensiv, aber nicht minder wertvoll ist.

Ich danke euch fürs Lesen, denn dieses Thema ist mir ein absolutes Herzensthema. Schreibt mir gerne, wenn ihr noch Fragen habt.

Folgt mir gern auf Instagram, dort erreichen mich eure Nachrichten meist schneller als hier über das Formular.

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Alltag | Kaufempfehlung | Kinder

Organisation ist alles.

von am Juli 8, 2020

Ihr lieben Leserinnen und Leser,

ich habe noch einige nicht veröffentlichte Beiträge, die ich nun nach und nach hochladen werde. Da Fragen wie „wie bekommt man bloß das Essen in die Kinder“ oder „mein Kind isst einfach nichts, was ich ihm hinstelle“ immer mal wieder Thema sind, fange ich hiermit an.

Wer kennt es nicht? Mutti stand in der Küche und hat liebevoll etwas zum Essen gezaubert, dann kommen die Kinder und machen alles zunichte, das Glücksgefühl, etwas Leckeres gekocht zu haben ist verschwunden, denn die lieben Kleinen (oder auch Großen) haben irgendwas zu meckern. „iiiiihhh, was ist das?“, „heute mag ich keinen Blumenkohl“, „das esse ich nicht.“. Nunja, da ich als kleines Mädchen nahezu Hunger auf nichts hatte und meine Eltern, insbesondere meine arme Mama, in den Wahnsinn getrieben habe, kann ich davon ein Lied mit vielen Strophen singen.

Damit das nicht auch hier passiert, konnte ich Abhilfe schaffen. Denn das Glücksgefühl, welches man nunmal hat, wenn das Kind sagt „lecker, Mama!“ oder „es schmeckt total gut!“, beizubehalten, gibt es bei uns seit Jahren einen Essensplan. Bei der Auswahl der Gerichte fiel dann auf, dass den beiden Mädels doch einige Dinge schmecken und wir bzw. ich tatsächlich abwechslungsreich kochen kann. Zumindest mittags, abends ist der Gatte zuständig, denn der ist der absolute Profi und Chefkoch bei uns.

Wir fotografierten also alle Lieblingsgerichte, druckten sie aus, schnitten sie zu und laminierten sie. Hinten dran kam noch ein Magnet und voilà, ab damit auf die große Familien-Erinnerungs-Termin-Kalenderwand in der Küche. Super einfach, aber mega effektiv!

Die Mädels planen nun jeden Sonntag das Mittagessen für die komplette Woche und ich muss echt sagen, dass dies seit Jahren hervorragend funktioniert, ohne dass ich sagen muss, dass doch bitte der Plan gemacht werden muss.

Probiert es ruhig mal aus, denn die Essenszeremonie muss nicht in Tränen enden.

Übrigens habe ich hier noch eine tolle Empfehlung: diesen Saisonkalender lieben die Mädels! Ihr bekommt ihn bei „Wir für die Erde“: https://www.wirfuerdieerde.de/shop/saisonkalender/

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Buchempfehlung | Familie | Familienbett | Kinder

Familienbett oder eigenes Zimmer?

von am November 4, 2013

Über was man sich alles Gedanken macht, wenn man schwanger ist… Klar geht es darum auch, wo denn das Baby schlafen soll… und da scheiden sich die Geister. Grundsätzlich finde ich, dass dies jedem selbst überlassen ist. Früher war ich der Meinung, dass ein Kind natürlich im eigenen Zimmer schlafen muss, da hatte ich allerdings noch keine Kinder…

Als dann dieses kleine Wesen in unser Leben trat, habe ich nicht mal daran gedacht, es in ein eigenes Zimmer zu stecken. Sie hat zwar ein Zimmer, dort steht auch ein Bett und ein Schaukelstuhl zum Stillen, sowie eine Wickelkommode, allerdings schläft sie da nicht. Die ersten Wochen hat sie ihre Schläfchen entweder auf mir, im Stubenwagen in unserem Wohnzimmer oder auf der Couch gemacht… und ich habe mitgeschlafen…:)

Immer öfter höre ich von Familien, dass die Kinder „natürlich im eigenen Bett schlafen“. Bei uns in Deutschland entspricht ein Familienbett nicht der Norm, während es in andere Kulturen völlig selbstverständlich ist. Aber warum ist das denn so? Werte wie Harmonie und Ausgeglichenheit sind doch mehr wert als Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Ich finde, man darf nicht vergessen, dass es sich um Babys handelt. Für sie sind die Eltern alles. Sind Mama und Papa in der Nähe gibt es dem Baby die Sicherheit, dass sofort jemand zur Stelle ist, wenn es aufwacht, weint oder es ihm sonst nicht gut geht. Babys weinen nun mal, sie wissen nicht, was passiert. Sie wissen nicht, warum ihnen die Zähne oder der Bauch weh tun. Sie weinen, wenn sie eine neue Windel möchten oder Hunger haben. Sie brauchen die Gewissheit, dass Mama und Papa sie hören und sofort da sind.

Oft hört man „das Kind wird ja total verzogen mit so einem Familienbett“ oder „es kann doch ruhig mal schreien“. Ich kann es wirklich nicht mehr hören. Bei manchen Spielplatz-Unterhaltungen fragt man sich tatsächlich, weshalb genau manche Menschen Kinder haben. Sie stören überall, dürfen nicht mal laut sein oder sich zu laut freuen, sollen doch bitte nicht im Sand spielen, da dieser die Klamotten dreckig macht, dürfen dies und jenes nicht, überall hört man ein „Nein“ ohne Erklärung… Kinder sind Kinder und keine kleinen Erwachsenen… sie wollen alles von der Welt entdecken. Lassen wir sie doch bitte.

Aber zurück zum Familienbett:

Inzwischen ist Melina fast 2 Monate alt und die Schlafsituation hat sich nicht geändert. Den Nachtschlaf beginnt sie im Stubenwagen bei uns und wenn sie dann die nächste Stillrunde einläutet gehen wir zusammen ins Bett. Dieses kleine Wesen neben mir, sie hält nachts meine Hand fest… Was gibt es schöneres? Mit 18 wird sie nicht mehr bei uns im Bett schlafen. Die Zeit, in der sie so klein ist und mich braucht, wird vergehen, deshalb möchte ich ihr diese Nähe und Geborgenheit ermöglichen. Und ganz nebenbei: zum stillen ist es sehr viel praktischer, nicht aufstehen zu müssen…

 

Es gibt übrigens ein wunderschönes Buch, welches ich schon in der Schwangerschaft gelesen habe:

„In Liebe wachsen“ von Dr. González.

 

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