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Echte Scheißtage und besondere Momente…

von am August 19, 2017

Entschuldigt die Überschrift, aber andere Worte hätten nicht gepasst.

Vermutlich kennt sie jeder: richtig beschissene Tage, an denen man einfach nur weg will, alles in Frage stellt und/oder sich verziehen möchte. Man denkt an „früher“ zurück, wo man sich verkriechen konnte und wo man auf niemanden Rücksicht nehmen musste, wo man einfach all das tun konnte, wozu man Lust hatte. Damals hat man diese „Freiheit“ nicht zu schätzen gewusst und nicht richtig (aus)genutzt.

Heute weiß ich, wie kostbar diese damalige Zeit war. Ich gehe davon aus und die Nachrichten, die ich erhalte, bekräftigen dies, dass es jeder Mama einmal so geht. Jeden Tag ist man für die Kinder da, manche Tage sind wunderbar, es gibt keinerlei Streitereien oder Trotzanfälle. An anderen Tagen wünscht man sich bereits morgens, dass dieser Tag bald zu Ende geht. Solch einen Tag hatte ich vergangenes Wochenende. Schon früh am Morgen gab es einen Wutanfall der Großen und die Kleine hat mich gefühlt die ganze Nacht auf Trab gehalten. Meine Laune war demnach im Keller und ich mit den Nerven völlig am Ende. Weil das alles noch nicht reichte, fiel mir auch noch eine volle 2l Edelstahlflasche auf den Fuss. Ich sage ja, beschissene Tage…

Immer, aber besonders an solchen Tagen, habe ich einen riesengroßen Respekt vor alleinerziehenden Mamas. Einige habe ich in meinem Umfeld, allesamt tolle Frauen, die aber in solchen Situationen und an diesen schwierigen Tagen alles alleine meistern müssen.

Sehr dankbar bin ich da für meinen Mann. Während ich also -nachdem alle Kinder wieder friedlich waren- noch immer vor mich hin fluchte und gegen den Boxsack haute, bereitete er eine Brotzeit zu, verfrachtete uns ins Auto und fuhr an eine meiner Lieblingsstellen. Zum Auftanken. Innehalten. Energie bündeln. Besondere Momente sammeln.

Zwischen Bruckmühl und Rosenheim befindet sich eine wundervolle (Fahrrad-) Strecke, die direkt an der Mangfall entlang führt. Schon früher waren wir oft dort. Während der Isarstrand in München meistens überfüllt ist, ist es dort herrlich ruhig. Unser Plätzchen haben wir irgendwo zwischen Kolbermoor und Bad Aibling gefunden. Kleine Kieselsteine, leicht rauschendes Wasser und einfach Natur. Lässt man dort die Füße ins Wasser baumeln und genießt die Sonne, merkt man, wie die Energie in den Körper zurückfließt und man auf einmal wieder glücklich ist. Über alles, über sich und die Familie. Die Kinder sind super zufrieden, Melina holt Steine und begutachtet sie gemeinsam mit Kristina. Dann fliegen die Steine ins Wasser. Ich schaue zum Himmel, direkt auf eine Herzwolke. Es ist alles wieder gut.

Ein paar Stunden verbrachten wir dort, anschließend besuchten wir noch einen zufällig entdeckten Spielplatz und aßen zum Abschluss vegane Burger in Rosenheim, bevor wir glücklich und zufrieden nach Hause fuhren. Als dann abends noch meine liebe Nachbarin und Freundin mit meiner Lieblings-Schokolade vor der Tür stand, weil sie im Gefühl hatte, dass heute nicht mein Tag ist/war, bin ich so glücklich über all die Menschen um mich herum, die genau wissen, wann es Zeit ist, da zu sein.

 

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Auf und davon: Italien

von am Juni 30, 2017

Ab und zu bin ich ganz gern auch mal weg von Zuhause. Einfach mal etwas anderes sehen und den ganzen Tag nur Pasta essen… Unser Weg führte uns nach Italien, wie so oft. Wir lieben es alle.

Die erste Station war Garda am Gardasee, wo wir in der Residence Corte del Bosco Urlaub gemacht haben. Eine wirklich schöne Appartement-Anlage. Das Wetter war perfekt, sehr heiß, so dass wir den dortigen Pool super genutzt haben. Die Kinder hatten mega viel Spaß, zumal auch noch meine halbe family dabei war. Man glaubt es kaum, aber ich konnte mich echt mal entspannen und sogar in einer Zeitschrift blättern. Seit fast 4 Jahren habe ich dies schon nicht mehr getan. Und ich muss sagen, es war so schön! Auch zu sehen, welch eine Freude beide Kinder im Wasser hatten, Melina traut sich inzwischen alleine mit ihren Schwimmscheiben ins Wasser. „Unter Beobachtung“ steht sie natürlich trotzdem. Kristina ließ sich im kleinen Schlauchboot übers Wasser chauffieren oder planschte mit. Dieses Boot haben wir inzwischen schon über 3 Jahre, ich hätte nie gedacht, dass es uns so lange begleitet. Melina hat es früher schon geliebt.

Am späten Nachmittag sind wir dann immer los, Malcesine, Lazise und Garda haben wir uns angesehen. Die kleinen Gassen, der Duft nach Pasta, frische Salate und köstliches Obst direkt vom Baum, es war einfach herrlich.

Ein paar weitere Tage waren wir dann noch zu viert am Meer, in der Nähe von Venedig und natürlich auch in Venedig. Dieses Städtchen hat etwas, was uns verzaubert. Obwohl es von Touristen nur so beherrscht wird ist es einfach wundervoll, vor allem abends, wenn die Tagestouristen weg sind. Mindestens einmal im Jahr führt unsere Reise nach Venedig. Wir sind nie in den überfüllten Hauptgassen, sondern immer „weit ab vom Schuss“, was durchaus auch dort möglich und dann umso schöner ist. Bereits das 7. Jahr waren wir dort und immer wieder entdeckt man etwas, was man vorher noch nicht wahrgenommen hatte. Was mir an Italien übrigens besonders gefällt, ist die Tatsache, dass es überall (!) veganes Eis gibt. Während man bei uns oftmals mit Fruchteis abgespeist wird, gibt es dort zahlreiche cremige Sorten (Nougat, Schokolade, Pistazie usw.). Essen findet man eh überall, oftmals hat selbst der kleinste Imbiss Pasta und Pizza ohne tierische Inhaltsstoffe, was ich sehr angenehm finde.

Die Anreise mit dem Schiff ist übrigens wesentlich günstiger als mit Auto! Sollte man länger als einen Tag in Venedig bleiben wollen, empfehle ich ein Hotel/Pension auf dem Lido! Denn gegenüber der Lagune hat man einen wunderbaren Blick auf diese, es ist um einiges günstiger und zum Strand ist es auch nicht weit. Mit dem Wasserbus ist man in 7 Minuten am Piazza san Marco. Übrigens gibt es auch immer wieder echt coole Wohnungen über Airbnb!

Meine Lieblingsreiseführer sind diese. Ich stöbere gern in der Bücherei oder Buchhandlung und schaue nach neuen Reiseführern. Aber immer wieder bleibe ich bei diesen hängen, weil einfach alles drin steht, was man braucht und sogar noch mehr.

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Familie | Geburt | Schwangerschaft

Baby Nummer 2 ist da.

von am Oktober 14, 2016

Kristina ist ihr Name. Wir wussten nicht, dass man nochmal so viel Liebe empfinden kann. Man kann… auch Melina. Sie ist eine so wundervolle große Schwester. Sie besuchte mich in der Klinik, war etwas zurückhaltend, ging dann aber auf ihre Schwester zu und gab ihr einen Kuss.

Dieses Mädchen ist so zauberhaft. Beide Mädchen sind es.

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Familienbett oder eigenes Zimmer?

von am November 4, 2013

Über was man sich alles Gedanken macht, wenn man schwanger ist… Klar geht es darum auch, wo denn das Baby schlafen soll… und da scheiden sich die Geister. Grundsätzlich finde ich, dass dies jedem selbst überlassen ist. Früher war ich der Meinung, dass ein Kind natürlich im eigenen Zimmer schlafen muss, da hatte ich allerdings noch keine Kinder…

Als dann dieses kleine Wesen in unser Leben trat, habe ich nicht mal daran gedacht, es in ein eigenes Zimmer zu stecken. Sie hat zwar ein Zimmer, dort steht auch ein Bett und ein Schaukelstuhl zum Stillen, sowie eine Wickelkommode, allerdings schläft sie da nicht. Die ersten Wochen hat sie ihre Schläfchen entweder auf mir, im Stubenwagen in unserem Wohnzimmer oder auf der Couch gemacht… und ich habe mitgeschlafen…:)

Immer öfter höre ich von Familien, dass die Kinder „natürlich im eigenen Bett schlafen“. Bei uns in Deutschland entspricht ein Familienbett nicht der Norm, während es in andere Kulturen völlig selbstverständlich ist. Aber warum ist das denn so? Werte wie Harmonie und Ausgeglichenheit sind doch mehr wert als Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Ich finde, man darf nicht vergessen, dass es sich um Babys handelt. Für sie sind die Eltern alles. Sind Mama und Papa in der Nähe gibt es dem Baby die Sicherheit, dass sofort jemand zur Stelle ist, wenn es aufwacht, weint oder es ihm sonst nicht gut geht. Babys weinen nun mal, sie wissen nicht, was passiert. Sie wissen nicht, warum ihnen die Zähne oder der Bauch weh tun. Sie weinen, wenn sie eine neue Windel möchten oder Hunger haben. Sie brauchen die Gewissheit, dass Mama und Papa sie hören und sofort da sind.

Oft hört man „das Kind wird ja total verzogen mit so einem Familienbett“ oder „es kann doch ruhig mal schreien“. Ich kann es wirklich nicht mehr hören. Bei manchen Spielplatz-Unterhaltungen fragt man sich tatsächlich, weshalb genau manche Menschen Kinder haben. Sie stören überall, dürfen nicht mal laut sein oder sich zu laut freuen, sollen doch bitte nicht im Sand spielen, da dieser die Klamotten dreckig macht, dürfen dies und jenes nicht, überall hört man ein „Nein“ ohne Erklärung… Kinder sind Kinder und keine kleinen Erwachsenen… sie wollen alles von der Welt entdecken. Lassen wir sie doch bitte.

Aber zurück zum Familienbett:

Inzwischen ist Melina fast 2 Monate alt und die Schlafsituation hat sich nicht geändert. Den Nachtschlaf beginnt sie im Stubenwagen bei uns und wenn sie dann die nächste Stillrunde einläutet gehen wir zusammen ins Bett. Dieses kleine Wesen neben mir, sie hält nachts meine Hand fest… Was gibt es schöneres? Mit 18 wird sie nicht mehr bei uns im Bett schlafen. Die Zeit, in der sie so klein ist und mich braucht, wird vergehen, deshalb möchte ich ihr diese Nähe und Geborgenheit ermöglichen. Und ganz nebenbei: zum stillen ist es sehr viel praktischer, nicht aufstehen zu müssen…

 

Es gibt übrigens ein wunderschönes Buch, welches ich schon in der Schwangerschaft gelesen habe:

„In Liebe wachsen“ von Dr. González.

 

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