Asthma | Danke | Herzensangelegenheit

Früher und heute. Kleine Motivation.

von am Februar 15, 2020

Früher und heute…

So genau weiß ich noch, wie ich vor vielen, vielen Jahren am Tegernsee stand und hoch zu den Bergen schaute. Wehmütig und traurig, weil mein schweres Asthma mir nicht erlaubte, Berge zu besteigen. Nun kann man sagen, fahr halt mit der Gondel… aber dass das nicht dasselbe ist, wusste ich auch ohne Bergerfahrung. Nun sind die Kinder größer, so dass ich sie auch mal länger beim Papa lassen kann und ich quasi wieder etwas mehr frei war. Also erfüllte ich endlich den Wunsch, der so lang tief in mir versteckt war. Ab auf den Berg! Dank der Ernährungsumstellung 2011 bin ich -sehr zur Überraschung diverser Ärzte übrigens- Asthma-frei. KOMPLETT! 

Warum ich nun das Folgende schreibe? Weil ich immer wieder Nachrichten bekomme, von Mamas die völlig k.o. sind, nur noch mit den Kindern schimpfen, weil ihr Seelenfrieden etwas angeknackst ist, weil sie auf dem Zahnfleisch gehen, weil sie immer präsent sein und alles zusammen halten müssen, weil sie perfekt sein wollen… und dies doch nicht müssen! Auch Mamas dürfen einfach mal nur Mensch sein! 

Ich mache das, wovon ich träum(t)e. Tu DU es auch. Achtung, es folgt ein Rat a la Lebens- und Motivationscoach. Bist du unzufrieden mit etwas? Ändere es! Und zwar so, wie du es möchtest. So oft habe ich schon gesagt: „Denk auch mal an dich, denn wenn du nicht zufrieden bist, sind es auch deine Kinder nicht…“ Kinder spiegeln uns, das merke auch ich immer wieder. Sind wir entspannt und in uns selbst ruhend, so sind es auch die Kinder. Beobachtet es mal. Versucht es auf „die nette und relaxte“ Tour, gebt Zeit, seid ruhig, entschleunigt, sagt Verabredungen auch mal ab, sagt nicht immer nur JA und lasst vielleicht den Haushalt sogar einfach mal ein paar Stunden liegen… setzt euch zusammen, spielt, lest und vor allem lasst euch von euren Kindern erzählen! Ich kann es so sehr empfehlen. Ihr werdet merken, dass es ein anderes Beisammensein ist, ein absolutes Miteinander und: es macht Spaß! 

Und ich möchte es nochmal sagen, weil eine Mama eigentlich immer nur macht, tut, da ist, putzt, kocht, chauffiert. Sie ist in den meisten Familien die Managerin, kennt den Terminkalender auswendig, Geburtstage von Freunden und Familie sowieso. Natürlich auch die der Freunde der Kinder… kümmert sich um die Urlaubsplanung, um Arztbesuche, hält das Haus in Schuss, oftmals auch den Garten und das Auto. Sie ist Trösterin oder auch mal Ärztin für kleinere Wehwehchen und das alles 24/7. „Schlimmer“ als ein Vollzeitjob und doch soviel schöner! Niemals mehr würde ich tauschen wollen und dennoch freue ich mich über Auszeiten, in denen ich einfach nur bin. Ein Sauna Tag oder auf Neudeutsch auch DaySpa… ein Brunch mit Freundinnen oder wie bei mir: wandern, Bergsteigen und klettern. Raus in die Natur, dorthin wo es ruhig ist. Ist eine Mama nicht fit, traurig oder unglücklich, so ist es indirekt auch die Familie. Deshalb bitte, an alle hier lesenden Mamas: Ihr dürft auch mal für euch sein! Wer keine Familie hat, keine Oma oder Opa in der Nähe: sucht euch Mamas, tut euch zusammen. Kein Mütterbashing mehr, sondern Zusammenhalt! 2 Mamas nehmen die Kinder, 2 andere Mamas machen einen Tag das, worauf sie Lust haben. Ihr werdet sehen, wie sehr ihr entschleunigen könnt.

Einigen von Euch habe ich ja schon persönlich geantwortet und es tut mir so im Herzen weh, wenn ich lese, wie es einigen von euch geht. Warum es dieses ausufernde und bösartige Mamabashing überhaupt gibt, ist mir ein absolutes Rätsel. Jede Mama möchte das Beste für ihr Kind, auch wenn es eine andere vielleicht nicht für das Beste hält… Ich finde es nur wichtig, Dinge zu hinterfragen, sei es Fremdbetreuung unter 3, Gesundheitsfragen, Schule, Medikamente, wie man Tiere, Umwelt oder auch andere Menschen (Kinder!) schützen kann usw. Es gibt zig Themen, genauso wie zig Meinungen und zig Antworten. Muss man immer gleich verurteilen? Ich denke nicht. Ich nehme mich bei dem Verurteilen absolut nicht raus und kämpfe auch immer wieder dagegen an, dass mich manchmal Vorurteile einzunehmen drohen oder ich lege ein gewisses Schubladendenken an den Tag. Aber ich habe gelernt, erstmal zu hinterfragen „warum tut die Mama jetzt ausgerechnet DAS?“ Das ist gut und sehr hilfreich! Oftmals „erwische“ ich mich dabei, wie ich vermeintlich böse Dinge, die ein anderer tut, gutheiße. Weil ich die Geschichte dahinter kenne… oftmals ist es Unsicherheit, Angst, die einen leitet… vielleicht ist die Wurzel in der Kindheit zu finden, vielleicht vielleicht vielleicht… 

Eine meiner liebsten Freundinnen sagt immer „Wenn ihr nach Fehlern sucht, benutzt einen Spiegel und kein Fernglas“. Den Satz sollte man verinnerlichen, das Lästern einfach mal einstellen und stattdessen helfen und füreinander da sein, denn oftmals entpuppen sich die, die man aus einer Oberflächlichkeitsbetrachtung raus in eine Schublade gesteckt hat, als wunderbare Menschen. Und wenn man diese dann kennt, die Vergangenheit und die Umstände, dann schämt man sich für sein Denken zu Beginn. Da spreche auch ich (leider!) aus Erfahrung. 

Fangt mit einem Lächeln an, jeden Tag, schenkt es einer anderen Mama und schaut, was passiert.

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Buchempfehlung | Fernsehen | Radio

Talkshow, Radiointerview und eine Buchempfehlung.

von am August 10, 2019

Read and Talk:

Im April 2017 war ich zu Gast in einer Talkshow in der es um vegane Kinderernährung ging. Leider war ich an diesem Tag nicht gut beieinander, da unser geliebter Kater ein paar Tage zuvor gestorben war. Für uns alle ein Schock. Ich teile es aber trotzdem mit euch, vielleicht gibts für jemanden noch interessante Infos.

Es war eine Talkshow für einen kleinen Sender in Rosenheim. Es hat mega Spaß gemacht und auch die Kinder waren entzückt von all den Kameras und den vielen Menschen. Im Vorfeld wurde mit uns alleine gedreht, wir waren beim Einkaufen und haben Zuhause gekocht. Herzlichen Dank an abm Medien, die übrigens auch sonst tolle Sachen machen!

Hier findet ihr das Video:

https://vimeo.com/369271013

Edit: VEBU ist jetzt Proveg e.V.

Apropos Klischee. Niko Rittenau hat ein absolut geniales Werk auf den Markt gebracht: Vegan-Klischee ade! Damit sollten wirklich alle Vorurteile gegenüber rein pflanzlicher Ernährung, die ja so oft als Mangelernährung abgestempelt wird, aus der Welt geräumt werden.

Interview mit Bayern2:

Wer hier mitliest, weiss, dass ich früher von schlimmster Neurodermitis und schwerem Asthma geplagt war. Noch vor 10 Jahren habe ich nachts ausschließlich mit verbundenen Armen (und manchmal auch Beinen) geschlafen und musste aufgrund des Asthmas alle 3 Wochen zum Lungenfunktionstest. Niemals habe ich das Haus ohne mindestens zwei Asthmasprays verlassen. Bei mir war die Umstellung auf die rein pflanzliche Ernährung der Schlüssel zu einem neuen Lebensgefühl. Dass dies nicht bei jedem so sein muss, steht außer Frage, aber einen Versuch sollte es immer wert sein.

Über die Zeit wie es früher war und wie es jetzt ist erzähle ich in einem Interview mit Bayern2.

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/radioreportage-haut-wie-wir-die-welt-fuehlen-100.html

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Asthma | Neurodermitis

Asthma und Neurodermitis weg durch vegane Ernährung!

von am August 30, 2011

Zwei Monate sind seit unserer Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung vergangen. Ich gebe zu: Es waren teilweise harte Wochen. Vorrangig aber für mich. Seit meinem 2. Lebensjahr litt ich an schwerer Neurodermitits, meine Haut war über all die Jahre mal besser, mal schlechter. Wer selbst betroffen ist, weiß wovon ich spreche. Ich wurde früher von Klinik zu Klinik und von Arzt zu Arzt gebracht, damals gab es kein Internet, es war also kein Austausch mit anderen betroffenen Eltern möglich. Bzw. natürlich war es möglich, aber so einfach wie jetzt, war es damals absolut nicht. Letztendlich landete ich in einer Klinik und wurde roh-vegan ernährt. Täglich war dann eine Besserung der Haut sichtbar. Meine Eltern führten diese Ernährungsweise fort, was vor 30 Jahren alles andere als einfach war. Wäre ich bloß dabei geblieben…einige schlimme Jahre hätte ich mir so ersparen können… dies kurz angeschnitten zu meiner „Krankengeschichte“.

Zusätzlich war ich sehr Asthma-geplagt. Niemals ging ich ohne mein Spray aus dem Haus, vergaß ich es, drehte ich um.

In diesen zwei Monaten der Umstellung hatte ich sehr schlechte Haut und auch mehrere Asthma-Anfälle. Wäre meine Motivation, vegan zu leben, nicht aus rein ethischen Gründen passiert, hätte ich vermutlich einfach wieder alles gegessen. Einfach, weil es mir dermaßen schlecht ging. Inzwischen aber weiß ich: Mein Körper reinigte sich, all die Giftstoffe, die ich in den Jahren zuvor in mich reingestopft hatte, mussten ausgeschieden werden. Ausgeschieden wird über die Haut, nur aus diesem Grund plagte mich die Neurodermitis mehr denn je.

Nun aber, nach 2 Monaten, merke ich, dass es bergauf geht.

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