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Leben retten. Ausstiegshilfe für den Pool und die Umwandlung des Gartens.

von am Juni 5, 2020

Luxus für uns, Todesfalle für Tiere. Pools. Ausstiegshilfen müssten bei jedem Poolbau verpflichtend sein! Leider ist bei diesem Thema aber das Ego, die Arroganz und Ignoranz der Menschen höher als das Leben anderer Wesen. Dabei ist es so einfach, nicht teuer und wie gesagt, es rettet Leben, denn Ertrinken ist ein qualvoller Tod.

Wir haben mehrere Rampen. Die großen schwarzen sind eigentlich Einstiegshilfen für Hunde fürs Auto und die anderen selbst „gebaut“. Außerdem macht ein Bewegungsmelder Licht im Pool an, sobald sich am Rand etwas bewegt, das wirkt dann auch noch abschreckend (wie man auch auf den nächtlichen Videos sieht). Ich könnte überhaupt nicht ruhig schlafen, wenn ich das Schwimmbad nicht gesichert hätte. Hier kommen Eichhörnchen, Igel, Katzen usw. zu Besuch.

Das beste ist und bleibt natürlich eine feste Abdeckung (keine Solarplane!), die haben wir allerdings noch nicht, daher ist er momentan so mehrfach abgesichert.

Aber wie kam es eigentlich dazu, dass wir überhaupt ein eigenes Schwimmbad haben fragt ihr euch jetzt? Das erzähle ich euch gerne und auch noch ein bisschen mehr bzgl. der Gartenumgestaltung und wie bzw. wo ihr schnell Hilfe bekommt.
Einen Pool, ein eigenes Schwimmbad im Garten zu haben fand ich immer sehr oder sagen wir zu dekadent, weshalb wir uns vor vielen Jahren für einen großen Teich, statt eines Schwimmbades entschieden haben. Leider hatten wir damit aber sehr viel bzw. eigentlich nur Pech, so dass unser eigentlich schöner, aber leider kaputter Teich vor bald 2 Jahren gehen musste. (Natürlich nachdem wir jedes -und sei es noch so klein- Getier in einer Wochenendaktion mit wunderbaren Freunden umquartiert und nachhaltig gerettet haben!).

Lange überlegten wir dann hin und her, was wir nun tun sollten und kamen wieder zum Pool zurück. Wir alle lieben schwimmen und planschen, sind aber keine Langzeit-Urlauber und da auch die Terrasse uns im Stich gelassen hat, musste eh einiges gemacht werden, so dass wir uns letztendlich zu einer größeren Umwandlung des vorderen Gartenteils entschlossen haben. Nach einigen Besichtigungen von Gartenanlagen und den Angeboten von Firmen stand unser Plan fest. Wir entschieden uns für eine kleine Firma, die sich auf BioPools spezialisiert hat, also Pools ohne Chlor. Außerdem musste natürlich wieder ein kleiner Teich her, da all unsere Amphibienfreunde zur jährlichen Wanderung herkommen oder teilweise auch hier (im hinteren Teil des Gartens) überwintern. Auch all die anderen Gartenbewohner, die Vögel und sogar eine kleine Ringelnatter lieben dieses Fleckchen Natur. Und wir lieben sie, drum wäre es hier absolut undenkbar gewesen, alles in einen Menschen-Garten umzuwandeln, so wie es leider viel zu viele Leute tun. Steinwüsten, englischer Rasen, bloß keine blühenden Pflanzen, keine Bäume… Hauptsache keine Insekten oder gar Bienen, macht ja alles Dreck.

Auf Rücksicht der überwinternden Gäste blieb der hintere Teil des Gartens unangetastet, dort kreucht und fleucht es so stark und außerdem haben die Vögel dort ihren Rückzugsort. Vorne konnte demnach gut gewerkelt werden. Unsere Baufirma beeilte sich mit dem Bau des kleinen Teiches, damit die Tiere zur jährlichen Wanderung bereits wieder einen Ort hatten. Alles lief wunderbar und pünktlich mit der ersten Erdkröte war der Teich fertig.

Ein paar Monate später dann auch alles andere, jetzt haben wir einen wunderbaren Ort zum baden und auch all die Tiere und Insekten kommen nicht zu kurz. Für die Beete an der Terrasse haben wir „Fertig Beete“ bestellt, übrigens ist das mein absoluter Tipp! Natürlich kann man sich alles selbst erlesen und aussuchen, da für uns aber das Insekten Glück im Vordergrund stand und wir auch keine Zeit im Überfluss hatten, kam uns die Seite der „Gräfin von Zeppelin“ gerade recht. Beetkonzepte wie die „duftende Bienenweide“ waren quasi genau auf unsere Vorhaben zugeschnitten und ich kann euch sagen, dass sich das so mega gelohnt hat! Noch im ersten Jahr sind die Pflanzen wunderschön gewachsen und auch in diesem Jahr wiedergekommen. Außerdem musste man sich keinerlei Gedanken darum machen, wohin welche Pflanze aufgrund ihrer Höhe, Breite was auch immer gesetzt werden muss. Auf all diese Fragen hat „die Gräfin“ nämlich eine Antwort im Sinne von einem vorbildlichen und perfekt ausgearbeiteten Pflanzplan. Wirklich super easy und so wunderschön!

Übrigens gilt all das auch für kleine Gärten, vor allem für kleine Gärten! Denn auch oder gerade die kann man so wunderschön bepflanzen und was gibt es schöneres, als in einem kleinen duftenden, summenden und zwitschernden Paradies zu sitzen und sich an all dem erfreuen zu dürfen?

Da bzgl. unserer Wildbienen auf Instagram/Messenger schon einige Fragen kamen, mache ich zu den rostroten Freunden noch einen eigenen Beitrag, das wäre sonst hier zu viel. Bitte noch etwas Geduld.

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Was jeder tun kann.

von am Mai 28, 2018

Hallo meine lieben Leser*innen,

„wie schaffst du das alles“, „woher nimmst du die Kraft“, „warum machst du das alles“… ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich diese Fragen schon gehört habe und einige Dinge musste bzw. habe ich in den letzten Monaten auch wirklich eingestellt bzw. abgegeben, da mir meine Gesundheit sagte „mach mal bisschen langsamer“…

Meine Antwort auf die oben genannten Fragen sind allerdings sehr einfach: Ich will, dass sich etwas verändert. Und wo sollte ich anfangen, als bei mir selbst… und ehrlich gesagt, bin ich so sauer auf mich und stelle mir oft die Frage, warum mein Denken und Handeln erst mit 28 Jahren eingesetzt hat. Aber wie heißt es so schön? Besser spät als nie.

Die Gesellschaft verroht immer mehr, die Gewalttaten nehmen zu, die Tierquäler reihen sich aneinander und um einen herum leben Egoisten. Geht es so weiter wie momentan, leben in nicht weit entfernter Zukunft keine Eisbären und Nashörner mehr auf dieser Welt. Ja sogar die Bienen sind in Gefahr, weil es in sehr vielen Gärten keine Nahrung mehr gibt, weil alles zugebaut oder mit Kies zugeschüttet wird. Was aber oft vergessen wird: ohne Bienen können bzw. werden wir auch nicht mehr lange leben können… Die Massentierhaltung ist der Horror und die Tier-Exporte nehmen ebenfalls zu. Was bitte ist denn los? Die Zeit, den eigenen Hintern in Bewegung zu setzen und anzupacken ist doch schon längst da. Natürlich leben wir hier im schönen Deutschland gut. Aber ist das ein Grund, auf wirklich alles zu scheißen? Entschuldigt meine Wortwahl, aber bei diesem Thema bin ich einfach unglaublich wütend, was auch der Grund ist, weshalb ich darüber noch nicht geschrieben habe. Da sich allerdings die Fragen über Facebook, aber vor allem Instagram nach der diesjährigen Amphibienschutzaktion derart gehäuft haben, habe ich ja versprochen hierzu etwas zu schreiben.

Dieser „Appell“ richtet sich vorrangig an die lieben Mamas und Papas unter Euch. Nehmt Eure Kinder als Vorbild! Legt das Handy zur Seite, geht mit ihnen raus in die Natur und beobachtet sie. Sie werden Euch zeigen, was wichtig ist.

Aber mal zurück zum Thema. Wie ich das alles schaffe weiß ich manchmal selbst nicht. Die Anfragen die mich erreichen beantworte ich, wie ihr ja seht, meist spätabends, nachts oder am frühen morgen. Dann, wenn die Kinder schlafen. Tagsüber beschäftige ich mich mit meinen zwei Mädchen, weil ich nicht will, dass in ihrer Erinnerung „Mama ist nur am Handy“ bleibt. Eure Anfragen, vor allem aber die, die wirklich letztendlich etwas ändern, helfen und auch sich selbst reflektieren, geben mir Kraft und machen vor allem Mut, dass „wir“ doch immer mehr werden. Ich danke Euch sehr dafür. Für all die vielen Nachrichten und „Updates“.

Aktiv etwas zu bewirken ist eigentlich nicht schwer. Das Schwierigste ist das Ausbrechen aus unseren Gewohnheiten. Und dies merkt man am meisten beim Einkauf von Lebensmittel und deren Zubereitung. „Du hast die Wahl. Jeden Tag am Supermarktregal“, das ist einer meiner Lieblingssprüche, denn er sagt einfach die Wahrheit. Entscheidest du dich für deine Gesundheit und gegen das Leid vieler Tiere? Oder bleibst du bei alten Gewohnheiten? Ich hoffe ersteres. Meiner Meinung nach muss man nicht alles sofort ändern, es geht auch in kleinen Schritten. Weniger Fleisch, dafür aber bio und regional. Eier ebenfalls vom Biohof. Aber Milch, dieses Thema finde ich furchtbar und da fällt es mir wirklich schwer zu sagen „erstmal weniger“. Schweifen wir ein wenig ab: Säugetiere sind Tiere, die ihre Kinder in sich tragen und sie gebären. Menschen übrigens sind ebenfalls Säugetiere. Kühe sind schwanger wie wir, fühlen und spüren die Tritte wie wir, sind so lange schwanger wie wir und sie lieben ihr Baby. Wie wir. Sie würden ihr Baby genauso stillen wie wir, doch sie dürfen nicht, weil der Mensch Kuhmutter und Kuhkind trennt, um sich selbst die Milch zu holen. Die Mama schreit nach ihrem Kind und umgekehrt. Sie sehen sich nie wieder. Wie würde es UNS gehen? Die Kuhmutter wird immer wieder geschwängert, während das Kälbchen, sofern es männlich ist, zu Wiener Schnitzel verarbeitet wird und sehr oft in Menschenkindermägen landet. Ich finde dafür keine Worte, nur das ich dies mit Schizophrenie gleichsetze. Und das ich traurig bin, dass es so viele -vor allem Mamas gibt- die diese Empathie gegenüber anderen Müttern nicht fühlen können oder wollen oder einfach Angst haben „anders zu sein“.

Aktiv sein – wie geht das? Es gibt zig verschiedene Dinge um die man sich kümmern kann.

  • Februar/März: Amphibienschutz, Retten von Amphibien. Kröten, Molche, Frösche. Allesamt sind sie ein sehr wichtiger Teil des Ökosystems und müssen geschützt werden. Ansprechpartner ist hier der BUND Naturschutz, auf deren Internetseite findet ihr Ortsgruppen in all möglichen Städten. Schreibt eine Mail oder ruft an und fragt, was ihr tun könnt. Gibt es noch keine Ortsgruppe? Dann gründet eine. Irgendwer muss ja mal anfangen. 🙂
  • September/ Anfang Herbst: Fledermaus- und Vogelnistkästen müssen überprüft und gesäubert werden. Auch hier ist Ansprechpartner der Bund Naturschutz.
  • ganzjährig: Vereine oder private Auffangstationen für Eichhörnchen, Vögel und/ oder Igel brauchen immer dringend Hilfe, googelt einfach ob es solche Stationen gibt oder fragt beim Tierheim was gebraucht wird. So viele Stellen freuen sich auch einfach „nur“ über eine Ladung Nüsse oder allgemein Futter.
  • ganzjährig: Fragt bei euch im Tierheim nach, ob sie Hilfe benötigen. Vor allem die Tierheimhunde sind auf „Gassi-Geher“ angewiesen und auch die Katzen freuen sich über Streicheleinheiten.
  • IMMER: haltet einfach Eure Augen offen und helft verunfallten Tieren. Ich habe seit Jahren eine „Tierrettungskiste“ im Auto, eine kleine Box und dazu Handschuhe, Pipetten, Zucker, Decke und Handtücher. So können zB verunfallte Vögel geborgen und sicher zum nächsten Vogelkundigen Tierarzt (oder Vogelklinik) transportiert werden. Ganz wichtig: RUHE bewahren! Den Vogel vorsichtig aufheben und in die Box (ein Karton mit Luftlöchern tut es zur Not auch!) setzen. Kein Futter, kein Wasser!
  • ganzjährig: es gibt zig Vereine, die sich für alles mögliche einsetzen. Für Tiere, gegen Tiertransporte, gegen Schächten, Naturschutz, ja sogar politische Parteien gibt es bereits. Auf Straßenfesten (Vegan Street Day, Feste im Tierheim, allgemeine Straßenfeste usw.) lernt ihr diese kennen und dort könnt ihr auch gleich schauen, ob ihr euch mit dem jeweiligen Verein identifizieren könnt und euch vorstellen könntet dort aktiv zu werden. Aktiv muss ja nicht gleich heißen, dass man ständig und überall Leute anquatschen muss. Viele Vereine brauchen auch Leute im Hintergrund, um Flyer zu entwerfen, administrative Tätigkeiten, Telefonakquise oder Vorbereitung von diversen Kostproben für Infostände. Es gibt so viel was man tun kann.
  • IMMER: habt ihr einen Garten oder Balkon? Dann bitte pflanzt Blumen, Stauden, Sträucher, die Bienen und andere Insekten anziehen. Lasst alles blühen und erfreut euch an den Insekten, die es annehmen. Vielleicht ist es auch möglich einen Platz zu lassen, wo wirklich alles frei wachsen kann, eine Wildblumenwiese oder einfach Klee. Bienen lieben es. Es muss ja nicht an einer Stelle sein, wo wir alle dauernd barfuss laufen… Es gibt nichts schöneres als im Garten zu liegen und von Vogelgezwitscher und Summen umringt zu sein (finde ich). Und bitte: füttert die Wildvögel auch im Sommer! Denn auch sie haben wirklich Probleme ausreichend Nahrung zu finden. Ist das nicht schlimm und traurig?
  • Regionalgruppen: Proveg (ehemals VEBU) hat auch in mega vielen Städten Regionalgruppen, die man einfach auf deren Seite findet. Schließt euch an, lernt Leute kennen, denen die Welt auch nicht egal ist und beginnt aktiv zu werden. Es ist so toll! Das Klischee, dass alle sich engagierenden Leute (vor allem im Tierschutz) die mega „Ökos“ sind, nur in uralt-Schlappen, mit Jutesäcken und ungepflegt und stinkend durch die Gegend laufen, ist völliger Schmarrn und ganz blödes Schubladendenken. Wie ihr ja auf Instagram seht, bin auch ich nicht überall der super mega klischeeumworbene Öko, ich liebe Spezi (inzwischen aber noch lieber Karamalz) und gezuckerte Kekse und gehe im konventionellen Laden einkaufen. Und ich esse gerne „Fleischersatzprodukte“… All das ist aber kein Grund, einfach alles was gut ist zu unterlassen. Wie gesagt, hilfreich sind auch die Kleinen Schritte und anfangen muss und sollte man immer bei sich selbst.

So, ich hoffe, dass ihr mit diesen Infos erstmal zurecht kommt, wenn nicht oder noch was fehlt: schreibt mir. 🙂

 

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