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Brotzeit, Picknick und raus in die Natur! 3 Jahre Elternzeit.

von am August 14, 2016

Vorweg möchte ich gern sagen, dass dies, was ich schreibe absolut keine Kritik an früh wieder zur Arbeit gehenden Mamas sein soll! Bei manchen geht es nunmal nicht anders oder hat andere Gründe.

Ich teile hier lediglich meine Erfahrung und greife die Fragen und Wünsche auf, die mich erreichen.

3 Jahre zuhause mit dem Kind, 3 Jahre Elternzeit: „was macht man denn da?“, „wie bekomme ich den Tag bloß rum?“, „ich weiß überhaupt nicht, was ich mit meinem Kind den ganzen Tag machen soll“, „ich vermisse meine Arbeit, da wurde ich wenigstens gebraucht“… Solche und andere Sätze höre ich dauernd und die Fragen dazu.

Für mich sind diese 3 Jahre Elternzeit ein Geschenk und ich nutze sie in vollen Zügen. Natürlich muss man arg auf das Geld schauen, denn wenn nur einer verdient, muss man schlicht und einfach bei vielem zurückstecken. Mir ist und war es wichtiger, diese 3 Jahre auszuschöpfen, anstatt schnell wieder arbeiten zu gehen. Zum Glück sah dies mein Mann auch so. Die ersten 3 Jahre sind so wertvoll, in diesen Jahren passiert so unglaublich viel, ich möchte nicht von der Kita erfahren, dass mein Kind die ersten Schritte gemacht hat oder dass es nun neue Worte kann. Ich möchte dabei sein.

Ich liebe es, draußen zu sein. Die Natur und die Berge. An Seen, Bächen und Flüssen zu verweilen. In den Wald zu gehen… Unser Land hat so traumhafte Fleckchen, die man alle entdecken kann. Total gut natürlich, dass man sowas unter der Woche tun kann, somit umgeht man sämtliche Wochenend-Staus und ist oftmals auf den Touren alleine. Schön ist es da, wenn man eine Freundin dabei hat, mit Kind oder auch ohne… So oft erreichen mich die zu Beginn stehenden Fragen, vorrangig, was ich mit dem Kind den ganzen Tag mache, man hat keine Ideen oder ist während den Jahren voller Arbeit einfach träge geworden… Ich sage dann: Fahrt raus! Es gibt so viele Mamas, die mit Sicherheit gern viel mehr Ausflüge machen wollen und dies aber aus verschiedenen Gründen nicht machen. Einige wollen nicht „alleine mit dem Kind“ sein, anderen ist es zu stressig. Sucht euch doch einfach eine Mama dazu. Inzwischen gibt es so viel, wo man Gleichgesinnte finden kann. Facebook-Gruppen, Spielgruppen, auf Spielplätzen, Aushänge in Supermärkten, Anzeige in der Zeitung und sogar auf Ebay Kleinanzeigen.

Ich finde es gibt nichts schöneres, als Kindern die Vielfalt unserer Natur beizubringen, sie alles entdecken zu lassen, Steintürme bauen, Bäume und Sträucher kennenlernen. Wer kann heutzutage noch Blätter zu Bäumen zuordnen? Kaum jemand. Das finde ich soooo schade. Wenn es nicht so weit weg gehen kann oder soll: die Isar oder die Mangfall, beide Flüsse sind toll. Picknick eingepackt, Decke, was zu spielen/lesen, vielleicht Eimer und Gießkanne und auf gehts. 3 Jahre, die es uns erlauben unser Kind 24/7 zu sehen. Was gibt es besseres? 

Mir ist es an dieser Stelle sehr wichtig zu zeigen, dass man auch ohne viel Geld ausgeben zu müssen, wunderschöne Ausflüge und Tagestouren machen kann. Ohne irgendwo einkehren zu müssen. Ich stehe morgens extra früher auf und packe unsere Brotzeitboxen. Unterwegs suchen wir uns dann einen schönen Platz zum picknicken. Das Gute daran ist so ganz nebenbei, dass wir nicht nach Öffnungszeiten von Almen oder Restaurants schauen müssen, sondern einfach los können. Das einzige was man haben sollte wäre ein Auto… Die meisten Ziele sind aber auch mit der BOB erreichbar.

Melina liebt unsere Picknicks, für sie gehören sie zu jedem Ausflug. Und sie liebt ihre Boxen. Neben „Mama, wann sind wir da?“ ist „was haben wir zu Essen dabei“ eine der ersten Fragen während der Autofahrt…

Seit einigen Jahren nutzen wir schon die Edelstahlboxen von ° Luchbots, die sind super stabil und es gibt sie mit mehreren Fächern. Die Anschaffung solcher Boxen ist erstmal teurer (!), aber sie halten eben auch lange und sind sehr robust. Und da ich die nunmal schon lange habe, kosten uns die Ausflüge „nur“ das Benzin. 

Auch die Boxen von °PlanetBox kann ich sehr empfehlen. Von dieser Firma gibt es auch kleine Silikon-Einsätze, damit man die Fächer nochmal unterteilen kann. Melina hat alles immer sehr gerne geordnet, daher sind für uns solche Einsätze super.

Der Online Shop meiner Wahl ist hier Kivanta. Vielleicht kann man sich so etwas auch zum Geburtstag oder Weihnachten wünschen?

Hier findet man allerdings auch einige Boxen, die dann etwas günstiger sind.

Prinzipiell ist es aber völlig egal, was man für Boxen hat, Hauptsache man nutzt die Elternzeit mit all ihren Vorzügen.

In den kommenden Jahren werde ich hier einfach weitere Fotos von unseren Picknicks hinzufügen.

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Alltag | Kinder

Lieblingsbeschäftigungen für Kinder

von am Oktober 27, 2015

Melina ist, wenn man dies so nennen mag, „pflegeleicht“. Bei allem, was ich zu tun habe, möchte sie mir helfen. Spülmaschine ausräumen, Wäsche aufhängen, Waschmaschine beladen, Katzen füttern, Essen kochen usw. Sie braucht keine Dauerbespaßung oder immer neue Ideen von mir. Wenn ich in der Küche bin, ist sie auch dabei und räumt die Schränke aus, die wir dann später wieder gemeinsam einräumen. Wenn ich die Betten beziehe ist sie dabei und malt was oder bringt die Wäsche in den Wäschekorb. Bin ich im Bad um Haare zu waschen oder was auch immer, ist sie dabei und räumt eine Kiste ein und aus, oder sie frisiert sich auch… Im Keller findet sie ebenfalls etwas zu tun, Wäscheklammern sortieren zum Beispiel. Es gibt so viele Dinge im Haushalt, die Kinder toll oder faszinierend finden. Ich erinnere mich noch daran, wie sie sich über eine halbe Stunde lang mit einem Schneebesen beschäftigt hat… Was ich in dieser halben Stunde alles geschafft habe: Wahnsinn!

Natürlich spielen wir auch zusammen, sehr viel sogar, wir malen und basteln, oder kochen auch zusammen. Spielen verstecken oder fangen, machen viel Quatsch und Spaß. Ich liebe es, wenn sie von Herzen lacht. Dennoch macht sie auch oft alleine etwas, mit puzzeln hat sie schon früh angefangen. Ich bin zwar immer neben ihr, beantworte aber Emails oder tue etwas anderes am Rechner. Sie spielt neben mir, wir reden miteinander, aber ich muss nicht immer präsent sein oder ihr helfen, was ich wirklich toll finde.

Was wir sehr ausgiebig machen: lesen! Schon mit 5 Monaten habe ich ihr vorgelesen. Erst dickere Pappbücher, aber sehr zeitnah auch schon andere Bücher, die teilweise erst ab 2 Jahren empfohlen sind. Mit Klappen usw. Das fand sie schon immer gut. Beim Lesen schaute sie oft zu mir und brabbelte vor sich hin, sie fühlte sich absolut wohl. Ich habe als Kind auch Bücher geliebt und kannte meine Lieblingsbücher auswendig, diese habe ich dann Oma und Opa „vorgelesen“.

Das war ihr absolutes Lieblingsbuch! Und ich finde es auch total süß, inzwischen haben wir es auch schon oftmals verschenkt. Gefühlte tausend Mal haben wir dieses Buch gelesen, ich musste schon gar nicht mehr hinschauen, da selbst ich es schon auswendig konnte… „Necke“, das war eines ihrer ersten Wörter: Schnecke… 🙂

Die warmen und sommerlichen Tage verbringen wir nahezu ausschließlich draußen, ich liebe Wärme und Sonne und Melina zum Glück auch. Wenn wir also mal nicht ausflügeln, sind wir im Garten, machen Spaß im und am Planschbecken oder spielen einfach auf unserer Decke im Schatten.

Ich finde es so unglaublich schön, dass ich diese wertollen ersten Jahre mit meinem Kind teilen darf. Dass ich sie begleiten kann in allem was sie tut, was sie neu entdeckt und wofür sie zu begeistern ist. Ihre ersten Worte, das erste Mal MAMA, krabbeln, die ersten Schritte. An all das erinnere ich mich so gerne. Dass mir diese 3 ersten Jahre ermöglicht werden und ich von niemanden gedrängt werde wieder arbeiten gehen zu müssen, dafür bin ich so sehr dankbar.

  • Steine sammeln

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