Alltag | Kinder

Lieblingsbeschäftigungen für Kinder

von am Oktober 27, 2015

Melina ist, wenn man dies so nennen mag, „pflegeleicht“. Bei allem, was ich zu tun habe, möchte sie mir helfen. Spülmaschine ausräumen, Wäsche aufhängen, Waschmaschine beladen, Katzen füttern, Essen kochen usw. Sie braucht keine Dauerbespaßung oder immer neue Ideen von mir. Wenn ich in der Küche bin, ist sie auch dabei und räumt die Schränke aus, die wir dann später wieder gemeinsam einräumen. Wenn ich die Betten beziehe ist sie dabei und malt was oder bringt die Wäsche in den Wäschekorb. Bin ich im Bad um Haare zu waschen oder was auch immer, ist sie dabei und räumt eine Kiste ein und aus, oder sie frisiert sich auch… Im Keller findet sie ebenfalls etwas zu tun, Wäscheklammern sortieren zum Beispiel. Es gibt so viele Dinge im Haushalt, die Kinder toll oder faszinierend finden. Ich erinnere mich noch daran, wie sie sich über eine halbe Stunde lang mit einem Schneebesen beschäftigt hat… Was ich in dieser halben Stunde alles geschafft habe: Wahnsinn!

Natürlich spielen wir auch zusammen, sehr viel sogar, wir malen und basteln, oder kochen auch zusammen. Spielen verstecken oder fangen, machen viel Quatsch und Spaß. Ich liebe es, wenn sie von Herzen lacht. Dennoch macht sie auch oft alleine etwas, mit puzzeln hat sie schon früh angefangen. Ich bin zwar immer neben ihr, beantworte aber Emails oder tue etwas anderes am Rechner. Sie spielt neben mir, wir reden miteinander, aber ich muss nicht immer präsent sein oder ihr helfen, was ich wirklich toll finde.

Was wir sehr ausgiebig machen: lesen! Schon mit 5 Monaten habe ich ihr vorgelesen. Erst dickere Pappbücher, aber sehr zeitnah auch schon andere Bücher, die teilweise erst ab 2 Jahren empfohlen sind. Mit Klappen usw. Das fand sie schon immer gut. Beim Lesen schaute sie oft zu mir und brabbelte vor sich hin, sie fühlte sich absolut wohl. Ich habe als Kind auch Bücher geliebt und kannte meine Lieblingsbücher auswendig, diese habe ich dann Oma und Opa „vorgelesen“.

Das war ihr absolutes Lieblingsbuch! Und ich finde es auch total süß, inzwischen haben wir es auch schon oftmals verschenkt. Gefühlte tausend Mal haben wir dieses Buch gelesen, ich musste schon gar nicht mehr hinschauen, da selbst ich es schon auswendig konnte… „Necke“, das war eines ihrer ersten Wörter: Schnecke… 🙂

Die warmen und sommerlichen Tage verbringen wir nahezu ausschließlich draußen, ich liebe Wärme und Sonne und Melina zum Glück auch. Wenn wir also mal nicht ausflügeln, sind wir im Garten, machen Spaß im und am Planschbecken oder spielen einfach auf unserer Decke im Schatten.

Ich finde es so unglaublich schön, dass ich diese wertollen ersten Jahre mit meinem Kind teilen darf. Dass ich sie begleiten kann in allem was sie tut, was sie neu entdeckt und wofür sie zu begeistern ist. Ihre ersten Worte, das erste Mal MAMA, krabbeln, die ersten Schritte. An all das erinnere ich mich so gerne. Dass mir diese 3 ersten Jahre ermöglicht werden und ich von niemanden gedrängt werde wieder arbeiten gehen zu müssen, dafür bin ich so sehr dankbar.

  • Steine sammeln

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Info | Kinder

Gründung der VEBU Regionalgruppe München für vegane Familien.

von am März 31, 2014

Es ist soweit. Ich habe es satt in Spielgruppen zu gehen und mir anhören zu müssen, dass diverse allseits bekannte bunte Süßigkeiten gesund für Kinder sind. Ich will nicht hören, dass man einem 6 Monate alten Kind ein Leberwurstbrot püriert und dies als Brei füttert. Ich möchte nicht dauernd Kinder sehen, die an Würstchen und Brezn saugen… Es nervt mich nur noch.

Was also tun? Seit meiner Ernährungsumstellung bin ich Mitglied beim VEBU und sowieso sehr aktiv in der Regionalgruppe München. Eine Gruppe für vegane Familien war mir nicht bekannt, also fragte ich beim VEBU nach. Gab es leider nicht… Ich überlegte, sprach mit dem VEBU und gründete sie: die erste Spielgruppe für vegane Familien.

Ein Artikel über unsere Gruppe erschien im neusten VEBU Magazin, über den großen Newsletter wurden nochmal einige Menschen erreicht, so dass ich recht schnell viele Familien in meinen Email Verteiler aufnehmen konnte. Ebenso informierte ich meine Freunde über Facebook, es wurde geliked und geteilt, somit erreichten mich weitere Familien.

Dass es so schnell geht, habe ich nicht gedacht, aber umso mehr freut es mich!

Was soll ich sagen… Die monatlichen Treffen sind total entspannt. Nette Mamas, tolle Kinder und vegan gefüllte Brotzeitboxen.

Wer erst hier davon erfährt: bitte schickt mir einfach eine Mail.

Ihr wohnt nicht in München, aber es geht euch ähnlich? Fühlst du dich alleine mit all den anders essenden Menschen um dich herum? Das musst du nicht, schau doch mal auf der Seite des VEBU, ob es in deiner Stadt auch Regionalgruppen gibt. Wenn nicht, gründe sie! Und wenn ja: geh einfach mal hin und treffe neue Leute. 

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Buchempfehlung | Familie | Familienbett | Kinder

Familienbett oder eigenes Zimmer?

von am November 4, 2013

Über was man sich alles Gedanken macht, wenn man schwanger ist… Klar geht es darum auch, wo denn das Baby schlafen soll… und da scheiden sich die Geister. Grundsätzlich finde ich, dass dies jedem selbst überlassen ist. Früher war ich der Meinung, dass ein Kind natürlich im eigenen Zimmer schlafen muss, da hatte ich allerdings noch keine Kinder…

Als dann dieses kleine Wesen in unser Leben trat, habe ich nicht mal daran gedacht, es in ein eigenes Zimmer zu stecken. Sie hat zwar ein Zimmer, dort steht auch ein Bett und ein Schaukelstuhl zum Stillen, sowie eine Wickelkommode, allerdings schläft sie da nicht. Die ersten Wochen hat sie ihre Schläfchen entweder auf mir, im Stubenwagen in unserem Wohnzimmer oder auf der Couch gemacht… und ich habe mitgeschlafen…:)

Immer öfter höre ich von Familien, dass die Kinder „natürlich im eigenen Bett schlafen“. Bei uns in Deutschland entspricht ein Familienbett nicht der Norm, während es in andere Kulturen völlig selbstverständlich ist. Aber warum ist das denn so? Werte wie Harmonie und Ausgeglichenheit sind doch mehr wert als Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Ich finde, man darf nicht vergessen, dass es sich um Babys handelt. Für sie sind die Eltern alles. Sind Mama und Papa in der Nähe gibt es dem Baby die Sicherheit, dass sofort jemand zur Stelle ist, wenn es aufwacht, weint oder es ihm sonst nicht gut geht. Babys weinen nun mal, sie wissen nicht, was passiert. Sie wissen nicht, warum ihnen die Zähne oder der Bauch weh tun. Sie weinen, wenn sie eine neue Windel möchten oder Hunger haben. Sie brauchen die Gewissheit, dass Mama und Papa sie hören und sofort da sind.

Oft hört man „das Kind wird ja total verzogen mit so einem Familienbett“ oder „es kann doch ruhig mal schreien“. Ich kann es wirklich nicht mehr hören. Bei manchen Spielplatz-Unterhaltungen fragt man sich tatsächlich, weshalb genau manche Menschen Kinder haben. Sie stören überall, dürfen nicht mal laut sein oder sich zu laut freuen, sollen doch bitte nicht im Sand spielen, da dieser die Klamotten dreckig macht, dürfen dies und jenes nicht, überall hört man ein „Nein“ ohne Erklärung… Kinder sind Kinder und keine kleinen Erwachsenen… sie wollen alles von der Welt entdecken. Lassen wir sie doch bitte.

Aber zurück zum Familienbett:

Inzwischen ist Melina fast 2 Monate alt und die Schlafsituation hat sich nicht geändert. Den Nachtschlaf beginnt sie im Stubenwagen bei uns und wenn sie dann die nächste Stillrunde einläutet gehen wir zusammen ins Bett. Dieses kleine Wesen neben mir, sie hält nachts meine Hand fest… Was gibt es schöneres? Mit 18 wird sie nicht mehr bei uns im Bett schlafen. Die Zeit, in der sie so klein ist und mich braucht, wird vergehen, deshalb möchte ich ihr diese Nähe und Geborgenheit ermöglichen. Und ganz nebenbei: zum stillen ist es sehr viel praktischer, nicht aufstehen zu müssen…

 

Es gibt übrigens ein wunderschönes Buch, welches ich schon in der Schwangerschaft gelesen habe:

„In Liebe wachsen“ von Dr. González.

 

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Kinder | Probleme

Das Stillen und die Probleme nach der Geburt. Aber auch etwas schönes…

von am Oktober 10, 2013

Es gibt Menschen, die sind nach wenigen Stunden Schlaf wieder putzmunter. Zu diesen gehörte ich mal… Mein kleines Mädchen ist nun 4 Wochen alt und nun weiß ich, welch ein Luxus Schlaf ist und wie schlimm Schlafmangel sein kann.

So ein Baby stellt wirklich alles auf den Kopf, schreit wegen Hunger, voller Windel oder aus unerfindlichen Gründen und ich leide unter ständig wiederkehrenden Milchstaus. Aua. Ich kann nur sagen: Bitte fragt jemanden um Rat! Man kann etwas tun um solche Staus zu vermeiden und auch etwas, damit man diese Beschwerden schnell wieder los wird. Die LLL hat dazu wertvolle Tipps. Klar, das sind total intime Sachen (so dachte ich zumindest früher), aber es gibt Menschen, die sich damit auskennen und helfen können. Ich war mega froh, dass ich eine Freundin hatte, die ich um Rat fragen konnte. Und auch meine Hebamme gab mir viele Tipps. Trotzdem bewahrte mich dies nicht vor weiteren Staus… Zumindest aber wusste ich dann, damit umzugehen.

Die ersten Wochen nach der Geburt sind vermutlich für die meisten Neu-Mamas kein Spaziergang. Zumindest kenne ich keine, die quietschfidel und immer mit guter Laune durch die Gegend gehüpft ist…Man muss nicht die Powermama spielen und jedem und überall sagen, wie gut es einem geht. Denn meist ist dies einfach nicht der Fall. Es gibt viele Menschen, Familie und Freunde, aber auch Bekannte, die wollen auf einen Besuch vorbei kommen und erwarten dann, bewirtet zu werden… Ich bin wirklich heilfroh, dass ich solche Leute nicht um mich herum habe. Jeder, der mich besuchen kam, brachte was zu Essen mit, bediente sich selbst und spülte sogar ab. DAS ist eine Hilfe. Nicht der 10. Strampler…

Neben meinem derzeitigen Befinden gibt es natürlich auch täglich wunderschöne Momente, dieses kleine Wesen anzuschauen, ihre Entwicklung zu beobachten, das langsames Anfangen zu Begreifen, ein Lächeln… Sie mag es wenn jemand singt. Sie liebt das Geräusch der Dunstabzugshaube und den Fön. Wenn sie weint, ich sie in den Arm nehme und sie ruhig wird. Das ist die Verbindung, die ich in einem vorherigen Artikel meinte.

Jeden Tag gehen wir zusammen spazieren, einfach raus an die frische Luft. Ich spreche viel mit ihr, sage ihr jeden Tag wie lieb ich sie habe und das ich mich sehr freue, dass sie bei uns ist. Egal wie müde oder fertig ich bin… Ich bin davon überzeugt, dass auch so ein kleines Baby diese Worte und die Liebe für es spürt. Wenn auch nur im Unterbewusstsein. Ich erzähle ihr, was wir unternehmen, welche Bäume um uns herum sind. Vermutlich gab es Leute auf unseren Spaziergängen, die dachten, dass ich spinne… „unterhält sich mit einem Baby…“ Nein, ich spinne nicht, aber warum sollte ich ihr nicht sagen, was ich sehe und fühle? Wie gesagt, ich bin davon überzeugt, dass dies für ihre Entwicklung wichtig ist.

Nun sitze ich hier und sie schläft neben mir, zuckersüß und so klein. Ich denke, dass wir beide uns ganz gut arrangieren. Und auch wenn sie mich nachts nicht schlafen lässt, ich Brustschmerzen habe oder einfach nur müde bin: ich liebe sie.

 

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