Plätzchen | Tipps | Weihnachten

Plätzchen! Klappt auch vegan.

von am Dezember 10, 2011

In der Weihnachtsbäckerei… dieses Lied schwirrt mir immer im Kopf herum, wenn ich an die Weihnachtszeit denke. Ich liebe diesen Zauber, den man in der Vorweihnachtszeit spürt. Alles ist schön geschmückt, die Menschen sind -aus mir unerfindlichen Gründen- ausgesprochen fröhlich und freundlich.

Es sind aber nicht die Geschenke, weshalb ich die Weihnachtszeit mag. Materielle Dinge stehen bei mir nicht an erster Stelle. Jedes Jahr freue ich mich auf das Zusammensein mit meiner Familie. Wir alle wohnen nicht zusammen, sehr viele Kilometer trennen uns. Umso mehr erfreut es mich, alle meine Lieben dann für ein paar Tage zu sehen. Gemeinsames Plätzchen vernaschen, Karten spielen, über Weihnachtsmärkte schlendern und den Baum schmücken. Ein Bäumchen übrigens, was uns schon viele Jahre über begleitet. Er wird immer größer. Irgendwann passt er nicht mehr ins Haus. Wenn es soweit ist werden wir ihn auspflanzen.

Einige Wochen vor dem ersten Advent beginne ich normalerweise mit dem Plätzchenbacken. In diesem Jahr fiel mir dies ein klein wenig schwerer. Ich hatte zwar meine Rezepte, aber diese mussten erst veganisiert werden. Wieder verbrachte ich einige Zeit in Supermärkten, wurde aber fündig und probierte letztendlich auch neue Rezepte aus.

° Anstatt Butter nehme ich entweder Margarine (Deli Reform) oder Alsan.

° bei der Kuvertüre muss man darauf achten, dass keine Milchbestandteile enthalten sind

° Ich verwende Dinkelmehl 630

° Roh-Rohrzucker oder Rohrzucker

° Eier lasse ich weg und ersetze diese auch nicht – es hat hervorragend funktioniert!

  • "Butter" Gebäck

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Allgemein | Umbruch - Gewohnheiten ändern

Wie ist das eigentlich mit dem Umfeld?

von am November 17, 2011

Hier kann ich tatsächlich nur Positives berichten!

Ich gehe sehr offen mit dem Thema vegan um und möchte niemanden bekehren. Für mich ist jede Person, die neugierig ist und ausprobieren will, ein schöner Erfolg. Denn meist bleibt es nicht beim Ausprobieren. Man findet Gerichte, die sehr lecker sind und die man völlig einfach veganisieren kann. Für mich zählt jedes Essen. Jedes Essen, was ohne tierische Produkte zubereitet wird, finde ich klasse und einen Schritt in die richtige Richtung.

Natürlich wünsche ich mir, dass alle Menschen über den Tellerrand blicken, das ganze Leid sehen, sich Gedanken machen, Aufklärungsfilme schauen und einfach aufhören Tiere zu essen. Da aber ein Ende des Tierkonsums momentan nicht in Sicht ist, gehe ich einfach mit gutem Beispiel voran. Vor allem lebe ich vor. Man kann Menschen sehr gut überzeugen, indem man einfach vegane Sachen backt oder kocht und die Menschen dann dazu einläd. Es ist immer wieder erstaunlich, wie begeistert sie sind.

Meine geliebte Maulwurftorte zum Beispiel. Niemand käme auf die Idee, dass diese vegan ist…

Weder meine Familie, noch Freunde und Arbeitskollegen redeten mich blöd an oder machten die üblichen Veganer-Witze, als ich ihnen von meiner Umstellung berichtete. Lediglich nach dem „Warum“ wurde gefragt. Es gab sogar den Ein oder Anderen, der ziemlich schnell begriff und es gut fand. Meine Eltern, Tante, Bruder… alle sind total offen dafür. Meine Mama macht sich schon Gedanken, was es an Weihnachten zu Essen geben soll. Natürlich vegan. So eine Familie wünscht man sich doch. 🙂

 

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Kuchen und Torten | Rezepte

Maulwurfkuchen-Veganisierung geglückt!

von am Oktober 18, 2011

Schon immer liebte ich Maulwurftorte! Schokolade mit Bananen und Sahne… Mein persönlicher Wohlfühlmoment an doofen Tagen. Wenn ich traurig war oder es mir nicht gut ging, habe ich mir diese Torte gebacken… Manchmal auch für mich alleine, natürlich dann in einer kleineren Variante.

Einer meiner erster Gedanken nach der vegan-Umstellung war tatsächlich, dass ich dann nie wieder diesen Kuchen essen darf… Ich habe dies wirklich gedacht! Zu fremd erschien mir der Gedanke, dass es auch Sahne auf einer tier-freien Basis geben könne…

In der letzten Zeit ist der Supermarkt zu einem guten Freund geworden. Immer öfter schlendere ich nach der Arbeit durch diverse Super- und Biomärkte. Mein Blick hat sich total gewandelt. Früher war ich Großkunde in der Süßwarenabteilung oder an den Tiefkühltruhen. Habe nur schnell etwas mitgenommen und bin dann nach Hause auf meine Couch… Nicht immer, aber doch schon sehr oft. Inzwischen schaue ich nach regionalem und saisonalem Obst und Gemüse und suche die Regale mit den alternativen Produkten. Immer mehr entdecke ich, was man ausprobieren kann und nehme es mit. Zuhause probieren wir dann, lernen neue Lebensmittel kennen, wir essen und danach unternehmen wir noch etwas. Biergarten, Isar oder etwas anderes schönes. Oftmals sitze ich später noch am PC und mache diverse Tierschutz-Dinge oder schreibe hier. Früher undenkbar… nach jedem Essen war ich voll und wollte mich nicht mehr großartig bewegen.

Aber zurück zur Torte: Sahne habe ich im Supermarkt leider nicht entdeckt. Dennoch fand ich schnell Abhilfe. Im Internet gab es ein paar Online Shops, die ein rein pflanzliches Sortiment anbieten. Hier wurde ich fündig. Die Lieferung konnte ich kaum erwarten. Alle anderen Zutaten hatte ich bereits besorgt und natürlich darauf geachtet, dass nichts tierisches enthalten ist. Schokoladenraspel… Wahnsinn, wie viele es gibt. Doch nur die Zartbitter Variante ist meistens (nicht immer!) ohne Milchpulver o.ä.

Jetzt konnte es losgehen.

Hier kommt das Rezept, damit ihn jeder nachbacken kann. 🙂

 

Maulwurfstorte

Trockene Zutaten:
300g Mehl
100g Zucker
50g Kakao
20g Backpulver
1 Prise Salz

Flüssige Zutaten:
150ml Öl
420ml Sprudelwasser

Zutaten für die Füllung:
400ml Pflanzensahne (zB Leha)
4 Päckchen Sahnesteif
5 EL Sojanaturjogurt (zB Provamel zero)
1 Packung Schokostreusel (zB Ulmer/Ruf)

5-6 Bananen

Zubereitung Boden und Streusel:
-Backofen vorheizen: 200 Grad, Ober/Unterhitze
-alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und vermengen
-Wasser und Öl mit einem Löffel unter den Teig rühren
-Teig in eine Springform geben (Backpapier einklemmen!)
-50 min backen lassen und dann eine Stäbchenprobe machen!
-abkühlen lassen!!!

Zubereitung Füllung:
-Sahne mit Sahnesteif aufschlagen
-Sojajogurt unterheben
-Schokostreusel dazu
-1 Banane in kleine Stücke schneiden und unterrühren
-kühlstellen

Vollendung:
-Sobald der Boden abgekühlt ist, das obere Drittel abschneiden und in einer Schüssel zu Streuseln zerdrücken
-Bananen längs halbieren und auf dem Boden verteilen
-Füllung auf den Bananenverteilen und zu einer Kuppel formen
-Streusel auf der Kuppel verteilen, andrücken und zurecht formen.

Viel Spaß

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Asthma | Neurodermitis

Gute Gesundheit durch vegane Ernährung!

von am September 15, 2011

Ich bin so fit, ich fühle mich absolut frei und glücklich!

Es ist Abend und ich sitze im Garten. Seit über einem Monat habe ich kein Asthma Spray mehr benutzen müssen! Das ist so krass. Immer, mein ganzes Leben, war dieses blöde Spray mein Begleiter. Nun ist es weg, ich brauche es nicht mehr! Das macht mich so, so glücklich und zufrieden!

In den letzten Monaten habe ich mich verstärkt mit gesundheitlichen Themen befasst, habe mich informiert, was Kuhmilch im menschlichen Körper anrichtet und frage mich noch immer, weshalb ich all diese Dinge nicht vorher wusste. Jetzt, im Nachhinein, ist es mir so klar. Kuhmilch ist wie Menschen-Muttermilch: die Ernährung für das Kind und sonst nichts.

Kuhmilch verschleimt die Bronchien, man bekommt weniger Luft, aus diesem Grund leiden auch so viele Menschen an Asthma… Der Weg, dies loszuwerden, ist eigentlich ein so Einfacher. Warum bin ich ihn nicht früher gegangen?

Auch meiner Haut geht es soviel besser, ich hatte in der letzter Zeit nur noch vereinzelte kleinere Schübe, die ich allerdings auf den Stress schiebe. Stress, den ich mir selbst machte, weil ich nicht verstehen konnte, weshalb ich nicht früher über den Tellerrand blickte und all das Leid sah. Das Leid für Tiere, die Umwelt, unsere Natur und auch das Leid der Menschen, die in „Dritte-Welt-Ländern“ leben und wegen dem Essverhalten der westlichen Welt nichts zu essen haben. Sie sterben. Jeden Tag. Tausende. Wegen unserer Gier nach Konsum.

 

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Asthma | Neurodermitis

Asthma und Neurodermitis weg durch vegane Ernährung!

von am August 30, 2011

Zwei Monate sind seit unserer Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung vergangen. Ich gebe zu: Es waren teilweise harte Wochen. Vorrangig aber für mich. Seit meinem 2. Lebensjahr litt ich an schwerer Neurodermitits, meine Haut war über all die Jahre mal besser, mal schlechter. Wer selbst betroffen ist, weiß wovon ich spreche. Ich wurde früher von Klinik zu Klinik und von Arzt zu Arzt gebracht, damals gab es kein Internet, es war also kein Austausch mit anderen betroffenen Eltern möglich. Bzw. natürlich war es möglich, aber so einfach wie jetzt, war es damals absolut nicht. Letztendlich landete ich in einer Klinik und wurde roh-vegan ernährt. Täglich war dann eine Besserung der Haut sichtbar. Meine Eltern führten diese Ernährungsweise fort, was vor 30 Jahren alles andere als einfach war. Wäre ich bloß dabei geblieben…einige schlimme Jahre hätte ich mir so ersparen können… dies kurz angeschnitten zu meiner „Krankengeschichte“.

Zusätzlich war ich sehr Asthma-geplagt. Niemals ging ich ohne mein Spray aus dem Haus, vergaß ich es, drehte ich um.

In diesen zwei Monaten der Umstellung hatte ich sehr schlechte Haut und auch mehrere Asthma-Anfälle. Wäre meine Motivation, vegan zu leben, nicht aus rein ethischen Gründen passiert, hätte ich vermutlich einfach wieder alles gegessen. Einfach, weil es mir dermaßen schlecht ging. Inzwischen aber weiß ich: Mein Körper reinigte sich, all die Giftstoffe, die ich in den Jahren zuvor in mich reingestopft hatte, mussten ausgeschieden werden. Ausgeschieden wird über die Haut, nur aus diesem Grund plagte mich die Neurodermitis mehr denn je.

Nun aber, nach 2 Monaten, merke ich, dass es bergauf geht.

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Buchempfehlung | Gerichte | Tipps

So isst man vegan.

von am Juli 30, 2011

Ein Monat ist rum. Tatsächlich habe ich nie großartig darüber nachgedacht, was ein vegan lebender Mensch i(s)st. Ich wusste nichts von Tofu oder Seitan. Nach meinem ersten Großeinkauf war ich schlauer. Interessant, wie vielfältig und bunt man kochen kann. Es machte uns richtig Spaß -für uns- fremde Lebensmittel auszuprobieren und zu verspeisen. nach und nach „veganisierten“ wir unsere Lieblingsgerichte: Spaghetti Bolognese, Döner und cremige Suppen.

Das Buch „Vegan for fun“ von Attila Hildmann war unser erstes veganes Kochbuch und wir liebten es. Alle Gerichte wurden getestet. Niemals zuvor haben wir so gesund, kreativ und lecker gegessen. Wer dann noch sagte, „Veganer essen ja nur Salat und Gemüse“… nein, meine Lieben! Die vegane Küche übertrifft alles und sie erzeugt nebenbei kein Leid an Mensch und Tier.

Bei manchen Lebensmitteln griffen wir natürlich auch daneben, zum Beispiel mussten wir erst herausfinden welche Pflanzenmilch uns am besten schmeckt, ob wir besser mit Nussmus Soßen andicken oder direkt zu einer Cuisine greifen sollten. Alternative Käsesorten, die es bis dahin gab, wurden ebenfalls getestet. Hier fielen allerdings leider alle durch. So dass wir uns erstmal entschieden, einfach ohne Käse weiterzuleben. Es war nicht schwer, wir mussten zwar unsere Gewohnheiten komplett umstellen, bauten aber dafür andere Lebensmittel in unseren Speiseplan ein. Jogurt gab es natürlich auch, pflanzliche „Butter“ ebenso wie Wurstalternativen und Süßigkeiten. Es ist tatsächlich kein Problem, sich rein pflanzlich zu ernähren. Und ich denke, nein, ich hoffe, dass es in Zukunft mehr Menschen verstehen und viele auf den veganen Zug aufspringen werden.

 

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Info | Umbruch - Gewohnheiten ändern

Wie alles begann…

von am Juni 30, 2011

Es war gestern, der 29. Juni 2011 und ich surfte im Internet. Nach etwas bestimmtem suchte ich nicht, ein wenig Facebook, ein paar Nachrichten, hier und da ein paar Rezepte.

Während ich die neusten Meldungen durchstöberte stockte mir auf einmal der Atem: „Haben Sie es gewusst? Die Wahrheit über Milch“… Ich fing an zu lesen. Bisher war mir klar, dass ich Tiere sehr gerne mag, deshalb kaufte ich Lebensmittel von Bio-zertifizierten-Höfen… doch was ich las, schockierte mich. Es ging um Milchkuhhaltung. Mir war nicht bewusst, dass Kühe leiden, um Milch geben zu können. Mir war nicht klar, dass ihnen ihre Kinder gleich nach der Geburt entrissen werden. Mir war nicht klar, dass eine Kuhmama dieselben Gefühle hat wie eine Menschenmutter. 28 Jahre lang dachte ich, dass eine Kuh einfach so Milch gibt. Wie dumm von mir.

Ich las und las, kam von einem Thema zum anderen. Eierproduktion, Fleisch, Pelz, Leder, Wolle, Seide. Ich war wie gefesselt vor meinem Laptop. Die ganze Nacht saß ich im Wohnzimmer und las. Es war so, als würde meine komplette, kleine und sehr heile Welt einstürzen. In dieser letzten Nacht fragte ich mich, was ich dagegen tun kann, wie man als einzelne Person helfen kann und ich fragte mich ernsthaft, wie ich mit diesem Wissen weiterleben sollte.

Ich konnte. Die für mich richtige und einzige Antwort war, sämtliche tierische Produkte aus unserem Speiseplan zu streichen. Für immer.

Nun war ich aber nicht alleine in unserem Haushalt… Meinem Freund berichtete ich heute morgen von meinem Vorhaben. Er war nicht begeistert. Klar, warum sollte er auch. Nahezu alles, was wir bis dahin gerne gegessen haben, sollte gestrichen werden. Da aber auch er ein Herz für Tiere hat gab ich ihm eine Seite zum Lesen und bat ihn, sich dieser anzunehmen. Danach können wir nochmal darüber sprechen. Während er sich also mit den Infos befasste, ging ich einkaufen. 4 Stunden lang. Es dauerte wirklich eine Ewigkeit, denn zum ersten Mal in meinem Leben las ich JEDE Zutatenliste. Dennoch fand ich einige Alternativen zu den bisherigen Lebensmitteln und schleppte sie nach Hause. Dort wartete schon mein Freund. Wir kochten mit den Alternativen, das Essen war köstlich. Wir vermissten nichts. Das war der Grundstein. Nie wieder werden wir ein tierisches Lebensmittel einkaufen. Da bin ich mir sicher.

Und weil ich nicht weiss wohin mit meinen ganzen Gedanken habe ich diese Seite eröffnet. Um es mir von der Seele zu schreiben. Vielleicht geht es dem Ein oder Anderen ähnlich und ich kann helfen… 🙂

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