Geburtstag | Kuchen und Torten

Der fünfte Geburtstag

von am September 10, 2018

5  Jahre. Das letzte Jahr war geprägt mit unfassbaren Entwicklungsschüben. Man sieht ihr an, dass sie nun kein kleines Mädchen mehr ist. Eine Große, mit so vielen Ideen, Wünschen und auch Träumen. Sie ist so dermaßen klasse in ihrem emphatischen und sozialen Denken, dass ich in ihr wirklich sehe, dass unser Tun und unsere Wertevermittlung, inzwischen starke Wurzeln bekommen haben. Sie liebt Tiere, ihre Freundinnen und beschützt wirklich jedes Kind, was in welcher Weise auch immer, geärgert oder gehauen wird. Und immer wieder sagen die Erzieherinnen zu mir, dass sie sie so sehr vermissen werden und dass man nicht so oft solch eine Bindung zu einem Kind aufbaut. Das ist so ein wunderbar krasser Balsam für meine Seele und mein Herz. Dieses kleine und so wundervolle Mädchen meine Tochter nennen zu dürfen. Ihr seht, wie wohl jede Mama ihr Kind liebt, ich liebe sie aus tiefstem Herzen und freue mich so sehr auf alles, was noch kommt. Solltet ihr euch jetzt fragen, ob wirklich immer alles gut ist, kann ich euch „beruhigen“. Nein, natürlich nicht! Auch wir streiten, haben Meinungsverschiedenheiten oder sie kleinere Wutanfälle. Wir sprechen darüber, finden Kompromisse und vertragen uns schnell wieder. 

Geschlafen wird übrigens nicht mehr in ihrem Bett… sondern abwechselnd bei Papa oder mir. Sei’s drum, ich bin sicher, dass ihr Freund später mal nicht bei uns im Bett schlafen wird. 

Der diesjährige Geburtstag war wunderbar, wir konnten, wie im letzten Jahr auch schon, draußen feiern, mit leckerem Essen und Spielen, wie es sie auch schon auf meinen Geburtstagen gab: Sackhüpfen, Becherwerfen und Topfschlagen. Außerdem haben wir kleine Schatzkisten und Armbänder gebastelt. Und ein kleines Highlight: Die Photo Booth wurde aufgebaut, mit all möglichen Utensilien zum verkleiden. Vielleicht kennt ihr sowas von anderen Feierlichkeiten. Die Kinder hatten einen riesigen Spaß.

 

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Echte Scheißtage und besondere Momente…

von am August 19, 2017

Entschuldigt die Überschrift, aber andere Worte hätten nicht gepasst.

Vermutlich kennt sie jeder: richtig beschissene Tage, an denen man einfach nur weg will, alles in Frage stellt und/oder sich verziehen möchte. Man denkt an „früher“ zurück, wo man sich verkriechen konnte und wo man auf niemanden Rücksicht nehmen musste, wo man einfach all das tun konnte, wozu man Lust hatte. Damals hat man diese „Freiheit“ nicht zu schätzen gewusst und nicht richtig (aus)genutzt.

Heute weiß ich, wie kostbar diese damalige Zeit war. Ich gehe davon aus und die Nachrichten, die ich erhalte, bekräftigen dies, dass es jeder Mama einmal so geht. Jeden Tag ist man für die Kinder da, manche Tage sind wunderbar, es gibt keinerlei Streitereien oder Trotzanfälle. An anderen Tagen wünscht man sich bereits morgens, dass dieser Tag bald zu Ende geht. Solch einen Tag hatte ich vergangenes Wochenende. Schon früh am Morgen gab es einen Wutanfall der Großen und die Kleine hat mich gefühlt die ganze Nacht auf Trab gehalten. Meine Laune war demnach im Keller und ich mit den Nerven völlig am Ende. Weil das alles noch nicht reichte, fiel mir auch noch eine volle 2l Edelstahlflasche auf den Fuss. Ich sage ja, beschissene Tage…

Immer, aber besonders an solchen Tagen, habe ich einen riesengroßen Respekt vor alleinerziehenden Mamas. Einige habe ich in meinem Umfeld, allesamt tolle Frauen, die aber in solchen Situationen und an diesen schwierigen Tagen alles alleine meistern müssen.

Sehr dankbar bin ich da für meinen Mann. Während ich also -nachdem alle Kinder wieder friedlich waren- noch immer vor mich hin fluchte und gegen den Boxsack haute, bereitete er eine Brotzeit zu, verfrachtete uns ins Auto und fuhr an eine meiner Lieblingsstellen. Zum Auftanken. Innehalten. Energie bündeln. Besondere Momente sammeln.

Zwischen Bruckmühl und Rosenheim befindet sich eine wundervolle (Fahrrad-) Strecke, die direkt an der Mangfall entlang führt. Schon früher waren wir oft dort. Während der Isarstrand in München meistens überfüllt ist, ist es dort herrlich ruhig. Unser Plätzchen haben wir irgendwo zwischen Kolbermoor und Bad Aibling gefunden. Kleine Kieselsteine, leicht rauschendes Wasser und einfach Natur. Lässt man dort die Füße ins Wasser baumeln und genießt die Sonne, merkt man, wie die Energie in den Körper zurückfließt und man auf einmal wieder glücklich ist. Über alles, über sich und die Familie. Die Kinder sind super zufrieden, Melina holt Steine und begutachtet sie gemeinsam mit Kristina. Dann fliegen die Steine ins Wasser. Ich schaue zum Himmel, direkt auf eine Herzwolke. Es ist alles wieder gut.

Ein paar Stunden verbrachten wir dort, anschließend besuchten wir noch einen zufällig entdeckten Spielplatz und aßen zum Abschluss vegane Burger in Rosenheim, bevor wir glücklich und zufrieden nach Hause fuhren. Als dann abends noch meine liebe Nachbarin und Freundin mit meiner Lieblings-Schokolade vor der Tür stand, weil sie im Gefühl hatte, dass heute nicht mein Tag ist/war, bin ich so glücklich über all die Menschen um mich herum, die genau wissen, wann es Zeit ist, da zu sein.

 

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Der nur-Salat-essende Veganer und die lieben Klischees

von am Mai 26, 2017

Während der Infostände mit Sunnydays for Animals e.V. hören wir immer wieder „Waaaaas? IHR lebt vegan? So seht ihr aber nicht aus“… Dieses komische Klischee des unterernährten, nur Salat-essenden und blassen Veganers gibt es noch immer. „Veganer sind immer krank und müssen sehr viele Tabletten nehmen, um alle Nährstoffe zu erhalten.“ – Ein völlig gängiges Vorurteil. Egal mit wem man spricht, jeder wird, sobald er vegan hört, zum Ernährungsberater. Davon abgesehen kaufen sowieso 98% aller Menschen, mit denen ich mich jemals unterhalten habe, ausschließlich beim „Bauern ihres Vertrauens“ und „bio sowieso“. Ja genau… und woher kommen dann all die Tiere, die in Massenställen „leben“ müssen? Fragt man aber mal ein wenig nach, wird schnell klar, dass zum Beispiel beim Auswärtsessen im Restaurant oder Café nicht auf bio geachtet wird. Manch einem fiel dann auf, dass dies eigentlich blöd und nicht richtig ist.

Aber zurück zum Thema: Wir essen alles was andere Menschen auch essen, aber bei uns ist es nunmal tierfrei. Inzwischen ist dies ja wirklich kein Problem mehr, denn wenn man mal durch die Supermärkte schlendert findet man überall Regale voller veganer Alternativen: Pflanzenmilch, Sahne, Süßigkeiten und Eis. Von den Abteilungen voller Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Amaranth, Quinoa, Couscous, Bulgur, Mais, Reis, Nudeln und vielem mehr mal abgesehen, denn diese Sachen stehen ja nicht erst seit gestern im Regal und die sind von Natur aus vegan!

Ich persönlich esse gerne Fleischersatzprodukte, nicht übermäßig viel, aber dennoch gerne. Tiere esse ich aus ethischen Gründen nicht mehr, nicht weil mir tierische Produkte nicht geschmeckt haben, im Gegenteil… Es hat mir geschmeckt, sehr gut sogar, das gebe ich offen zu, allerdings war dies für mich kein Argument, meine Augen zu verschließen und einfach so weiterzumachen wie bisher.

Jetzt schmeckt es mir auch. Sogar besser als jemals zuvor. Meistens kommt es auf die richtigen Gewürze an. Tofu kannte ich früher nur als nach Pappe schmeckendem Etwas. Was man allerdings mit Tofu alles machen kann ist absolut genial. Spaghetti Bolognese, Carbonara, Rühr“ei“, als Croutons in den Salat und „Caprese“ , um nur ein paar mögliche Varianten zu nennen… Dass man Tofu jeden Geschmack geben kann, weil er neutral ist, wusste ich vorher auch nicht. Sogar farblich kann man ihn anpassen. Eines der Geheimnisse des perfekten Tofu-Anbrate-Vorgangs ist folgendes: Den Tofu zuerst in die Pfanne machen und ein paar Minuten anbraten, erst danach kommen Zwiebeln hinzu. Und nun kann man ihm eine Farbe geben. Kurkuma oder Curry lassen ihn gelb werden, Tomatenmark rot usw.

Mein Mann ist zum Glück ein hervorragender Koch, er kann kochen was er will, es gelingt und schmeckt immer. Wer also noch immer denkt, dass vegan nicht schmeckt oder gar langweilig ist, meldet euch. Ihr dürft gern mal zum Essen vorbei kommen.

Was es bei uns nicht gibt, ist eine Alternative zu Käse, denn hier haben wir bisher nichts gefunden, was auch nur annähernd unseren Geschmack trifft. Melina allerdings isst gern mal ein Brot mit Simply V – Käse, sie findet ihn lecker, allerdings hat sie auch keinen Vergleich. Dieser „Käse-Verzicht“ stellt allerdings auch kein großes Problem dar.

Übrigens gibt es auch immer mehr Eisdielen, in denen man nicht nur Fruchteis bekommt. Das Cremagelato in Ottobrunn zum Beispiel macht das beste vegane Spagetti-Eis. Oder aber natürlich das IceDate in der Amalienstraße 91 in München. Dies ist eine Eisdiele, wo man tatsächlich gesundes, aber dennoch wirklich leckeres Eis essen kann.

Dieses Buch hat inzwischen fast jeder in meiner Verwandtschaft, alle mögen die Rezepte und probieren laufend neues aus, was mich natürlich mega freut.

Nach und nach wird auch diese Diashow erweitert. 🙂

  • Wackelpudding mit Vanillesoße

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Kuchen und Torten | Rezepte

Maulwurfkuchen-Veganisierung geglückt!

von am Oktober 18, 2011

Schon immer liebte ich Maulwurftorte! Schokolade mit Bananen und Sahne… Mein persönlicher Wohlfühlmoment an doofen Tagen. Wenn ich traurig war oder es mir nicht gut ging, habe ich mir diese Torte gebacken… Manchmal auch für mich alleine, natürlich dann in einer kleineren Variante.

Einer meiner erster Gedanken nach der vegan-Umstellung war tatsächlich, dass ich dann nie wieder diesen Kuchen essen darf… Ich habe dies wirklich gedacht! Zu fremd erschien mir der Gedanke, dass es auch Sahne auf einer tier-freien Basis geben könne…

In der letzten Zeit ist der Supermarkt zu einem guten Freund geworden. Immer öfter schlendere ich nach der Arbeit durch diverse Super- und Biomärkte. Mein Blick hat sich total gewandelt. Früher war ich Großkunde in der Süßwarenabteilung oder an den Tiefkühltruhen. Habe nur schnell etwas mitgenommen und bin dann nach Hause auf meine Couch… Nicht immer, aber doch schon sehr oft. Inzwischen schaue ich nach regionalem und saisonalem Obst und Gemüse und suche die Regale mit den alternativen Produkten. Immer mehr entdecke ich, was man ausprobieren kann und nehme es mit. Zuhause probieren wir dann, lernen neue Lebensmittel kennen, wir essen und danach unternehmen wir noch etwas. Biergarten, Isar oder etwas anderes schönes. Oftmals sitze ich später noch am PC und mache diverse Tierschutz-Dinge oder schreibe hier. Früher undenkbar… nach jedem Essen war ich voll und wollte mich nicht mehr großartig bewegen.

Aber zurück zur Torte: Sahne habe ich im Supermarkt leider nicht entdeckt. Dennoch fand ich schnell Abhilfe. Im Internet gab es ein paar Online Shops, die ein rein pflanzliches Sortiment anbieten. Hier wurde ich fündig. Die Lieferung konnte ich kaum erwarten. Alle anderen Zutaten hatte ich bereits besorgt und natürlich darauf geachtet, dass nichts tierisches enthalten ist. Schokoladenraspel… Wahnsinn, wie viele es gibt. Doch nur die Zartbitter Variante ist meistens (nicht immer!) ohne Milchpulver o.ä.

Jetzt konnte es losgehen.

Hier kommt das Rezept, damit ihn jeder nachbacken kann. 🙂

 

Maulwurfstorte

Trockene Zutaten:
300g Mehl
100g Zucker
50g Kakao
20g Backpulver
1 Prise Salz

Flüssige Zutaten:
150ml Öl
420ml Sprudelwasser

Zutaten für die Füllung:
400ml Pflanzensahne (zB Leha)
4 Päckchen Sahnesteif
5 EL Sojanaturjogurt (zB Provamel zero)
1 Packung Schokostreusel (zB Ulmer/Ruf)

5-6 Bananen

Zubereitung Boden und Streusel:
-Backofen vorheizen: 200 Grad, Ober/Unterhitze
-alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und vermengen
-Wasser und Öl mit einem Löffel unter den Teig rühren
-Teig in eine Springform geben (Backpapier einklemmen!)
-50 min backen lassen und dann eine Stäbchenprobe machen!
-abkühlen lassen!!!

Zubereitung Füllung:
-Sahne mit Sahnesteif aufschlagen
-Sojajogurt unterheben
-Schokostreusel dazu
-1 Banane in kleine Stücke schneiden und unterrühren
-kühlstellen

Vollendung:
-Sobald der Boden abgekühlt ist, das obere Drittel abschneiden und in einer Schüssel zu Streuseln zerdrücken
-Bananen längs halbieren und auf dem Boden verteilen
-Füllung auf den Bananenverteilen und zu einer Kuppel formen
-Streusel auf der Kuppel verteilen, andrücken und zurecht formen.

Viel Spaß

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Buchempfehlung | Gerichte | Tipps

So isst man vegan.

von am Juli 30, 2011

Ein Monat ist rum. Tatsächlich habe ich nie großartig darüber nachgedacht, was ein vegan lebender Mensch i(s)st. Ich wusste nichts von Tofu oder Seitan. Nach meinem ersten Großeinkauf war ich schlauer. Interessant, wie vielfältig und bunt man kochen kann. Es machte uns richtig Spaß -für uns- fremde Lebensmittel auszuprobieren und zu verspeisen. nach und nach „veganisierten“ wir unsere Lieblingsgerichte: Spaghetti Bolognese, Döner und cremige Suppen.

Das Buch „Vegan for fun“ von Attila Hildmann war unser erstes veganes Kochbuch und wir liebten es. Alle Gerichte wurden getestet. Niemals zuvor haben wir so gesund, kreativ und lecker gegessen. Wer dann noch sagte, „Veganer essen ja nur Salat und Gemüse“… nein, meine Lieben! Die vegane Küche übertrifft alles und sie erzeugt nebenbei kein Leid an Mensch und Tier.

Bei manchen Lebensmitteln griffen wir natürlich auch daneben, zum Beispiel mussten wir erst herausfinden welche Pflanzenmilch uns am besten schmeckt, ob wir besser mit Nussmus Soßen andicken oder direkt zu einer Cuisine greifen sollten. Alternative Käsesorten, die es bis dahin gab, wurden ebenfalls getestet. Hier fielen allerdings leider alle durch. So dass wir uns erstmal entschieden, einfach ohne Käse weiterzuleben. Es war nicht schwer, wir mussten zwar unsere Gewohnheiten komplett umstellen, bauten aber dafür andere Lebensmittel in unseren Speiseplan ein. Jogurt gab es natürlich auch, pflanzliche „Butter“ ebenso wie Wurstalternativen und Süßigkeiten. Es ist tatsächlich kein Problem, sich rein pflanzlich zu ernähren. Und ich denke, nein, ich hoffe, dass es in Zukunft mehr Menschen verstehen und viele auf den veganen Zug aufspringen werden.

 

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