Ausflug | Kinder | Tierschutz

Ausflüge auf Gut Aiderbichl Iffeldorf

von am Februar 9, 2016

In den letzten Monaten waren wir oft auf Gut Aiderbichl, weil Melina gerne die Tiere besuchen wollte.

Kinder sind von Natur aus emphatisch. Sie können sich in die Gefühle von Tieren reinfühlen.

Leider ist es so, dass dieses „Verhältnis“ zu anderen Lebewesen „abtrainiert“ wird, seitens der Eltern und des Umfeldes. Es ist normal, dass man Tiere isst. Es ist normal, dass man Zirkusse mit Wildtieren besucht, in den Zoo geht… Die meisten Menschen denken nicht darüber nach, dass dies vielleicht falsch sein könnte. Habe ich ja auch nicht.

Heute weiß ich es besser. Ich möchte meinem Kind bestimmte Werte vermitteln. Respekt vor anderen Lebewesen, ich wünsche mir, dass sie ein Mädchen wird, dem Schwächere nicht egal sind. Da beziehe ich jetzt auch Menschen mit ein. Ich wünsche mir, dass sie ihre Augen nicht vor dem ganzen Leid verschließt, sondern dass sie Hilferufe wahrnehmen kann. Dass sie eingreift, wenn etwas unrechtes geschieht.

Und ich hoffe, dass der Weg wie wir ihn gehen, richtig ist und dass sie so emphatisch bleibt wie sie ist.

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Gut Aiderbichl Iffeldorf

von am August 14, 2014

2012 eröffnete ein neues Gut Aiderbichl in Iffeldorf, dies ist etwa 50 Minuten von uns entfernt. Ein Gnadenhof für Tiere. Mir ist wichtig, dass Melina Tiere kennenlernt, vor allem natürlich die sogenannten “ Nutztiere“. Kühe und Schweine, Ziegen, Schafe, Hühner usw. Ich möchte, dass sie sieht, dass dies empfindsame Lebewesen sind, die leben wollen. In Ruhe und Freiheit, sofern dies möglich ist. Und vor allem, dass diese Lebewesen nicht zum Essen da sind.

Das vegane Angebot ist in den letzten Jahren so groß geworden, sogar im Discounter gibt es immer mehr solcher Produkte. Niemand muss mehr zu tierischen Lebensmitteln greifen. Dann hätten wir sowieso einige Probleme weniger… Zwischendurch eine Buchempfehlung.

Da wir weder in den Zoo noch in den Zirkus gehen, ist ein Gnadenhof für uns perfekt. Hier kann ich ihr all die Tiere zeigen und wie man mit ihnen umgehen soll. Sie kann die Tiere streicheln, sofern diese das wollen. Sie sieht, dass Tiere Gefühle haben, dass sie miteinander spielen, kuscheln, Spaß haben und scherzen. Ja, all das sieht man, wenn man sich mit ihnen beschäftigt. Manche sind zurückhaltend, manche total zutraulich. Je nachdem, was sie in der Vergangenheit erlebt haben.

Oskar, das Schwein ist ihr Freund, sagt sie. Sie ist so ein emphatisches Mädchen. Sie stürmt nicht auf die Tiere zu sondern geht ganz vorsichtig und langsam zu ihnen, lässt sie an ihrer Hand riechen und sagt ihnen, dass sie lieb zu ihnen ist und sie keine Angst haben müssen…

Das Gut liegt eingebettet in der Natur, es ist ein so schöner und friedlicher Ort. Perfekt auch für uns, denn das Gut liegt direkt an den Osterseen, an denen man wunderschöne Wanderungen machen kann. Und auch der Starnberger See ist nicht weit entfernt. So sind wir immer den ganzen Tag unterwegs und verbinden baden und planschen im See mit einem Besuch bei den Tieren.

In den nächsten Monaten und Jahren werde ich die Diashow garantiert immer mal erweitern. 🙂

Anm., 2016: Ich kenne die Gerüchte um GA, kann diese allerdings nicht für voll nehmen. Ich kenne so viele Menschen, die dort arbeiten oder gearbeitet haben. Und auch Tiere, die aufgenommen wurden, obwohl diese keinen „Presserummel“ verursacht haben. Und ja, natürlich ist GA kommerziell, man kann überall etwas kaufen, Werbeartikel, Essen und Getränke, Lose und vieles mehr. Ich kann es verstehen. Es muss nunmal finanziert werden. Seit über 10 Jahren besuche ich bzw. inzwischen wir regelmäßig die verschiedenen Güter. Ab und an gibt es „Verbesserungsvorschläge“, man kann es einfach ansprechen und vor allem miteinander sprechen, anstatt hintenrum zu lästern.

 

 

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Tierrettung | Tierschutz

Rettung einer Kuh vor dem Tod.

von am April 28, 2014

 

Frieda ist 11 alt, sie hat 10 Kinder geboren. Keines durfte sie behalten. Alle wurden ihr nach der Geburt weggenommen. Warum? Weil sie eine Kuh ist. Menschen möchten die für das Kalb bestimmt Muttermilch trinken. Frieda lebte in einem Stall, sie konnte nicht nach draußen.

11 Jahre lang. Das sind 4.015 Tage.

° Kühe sind genauso lange schwanger wie Frauen.

Meine Freundin wurde auf Frieda aufmerksam. Wir beratschlagten zusammen, was wir tun können. Mit einigen anderen tierlieben Menschen kauften wir Frieda frei. Nach vielem hin- und her und bangem Warten wurde uns ein Platz auf Gut Aiderbichl Eslarn zugesprochen.

Heute war es so weit. Frieda zog um. In ein neues Leben. Grüne Wiesen, saftiges Gras, Kuh-Gesellschaft, leckeres Futter und Freiheit. Auf dem Gut darf sie sein was sie ist. Eine Kuh. Kein Ausbeutung-Objekt mehr.

Eine lange Fahrt lag vor uns, über 220km. Als sie aus dem Transporter stieg schaute sie uns an und ging dann bis zum Ende der Weide, dies war ein sehr weiter Weg, denn die Weide ist riesig. Sie blieb stehen und schaute in die Weite. Viele Minuten stand sie einfach nur da und schaute. Was wohl in ihr vorging? Woran sie dachte?

Dann kam sie zurück und muhte laut und lange. Sie stand direkt vor uns und ich bin davon überzeugt, dass dies ein „Danke“ war.

Bald werden wir sie wieder besuchen.

Es war ein schöner Tag, aber ein ganz bitterer Beigeschmack bleibt: die Tiere, die im Stall zurückbleiben und auf ihren Tod warten.

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