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Aufstieg zum Gipfel. Stille, Weite, Bergliebe.

von am September 28, 2017

Über ein Jahr ist es nun her. So lange stand ich nicht mehr auf einem Gipfel. Wer mich kennt, weiß, dass dies für mich absolut schlimm ist. Klar waren die letzten Monate auch wunderschön, die zweite Schwangerschaft, Kristinas Geburt, neue Erfahrungen, Erlebnisse und der Alltag mit zwei Kindern… trotzdem: die Sehnsucht blieb. Früher habe ich Melina eingepackt und wir sind einfach los. Mit zwei Kindern geht das nicht mehr bzw. nicht so einfach. Eine Wanderung mit Gipfelbesteigung ist einfach nicht drin, da mein großes Kind seit der Geburt der kleinen Schwester sehr lauffaul geworden ist und am liebsten auch getragen werden möchte. Zwei Kinder und den Rucksack tragen funktioniert blöderweise nicht. Ganz davon abgesehen wäre dies eh ein zu gefährliches Vorhaben.

Ein weiteres meiner Probleme ist, dass ich mit Kraxen nicht zurecht komme. Alle im Fachhandel erhältlichen Kraxen habe ich bereits getestet, entweder liegen sie nicht korrekt auf meiner Schulter oder sie sind mir zu schwer. Über Tipps wäre ich hier sehr dankbar!

Somit kommen für mich nur die normalen Babytragen infrage. Kristina habe ich 9 Monate in der Fräulein Hübsch auf dem Rücken getragen, damit einen Gipfelaufstieg zu wagen, war mir allerdings zu gefährlich. Inzwischen trage ich sie in der Buzzidil, wie damals schon Melina. Mit dieser Trage fühle ich mich auch auf dem Berg absolut sicher und kann diese Trage guten Gewissens empfehlen.

Bleibt das Problem mit dem lauffaulen Kleinkind und dem Rucksack. Man braucht also bestenfalls eine „Begleitperson“. An überfüllten Wochenenden meide ich die Berge mit Seilbahn außerdem. Wie schön ist es demnach, wenn man Freundinnen hat, die einen besuchen und begleiten. Oftmals ist es ja (leider) so, dass sich Freundschaften ändern und man sich auseinander lebt, sobald ein Part Kinder und Familie hat. Bei dieser Freundin ist dies nicht passiert. Wir kennen uns schon viele Jahre und leben noch dazu weit voneinander entfernt. Trotzdem sehen wir uns regelmäßig und ich bin sehr dankbar dafür. Auch, oder gerade weil sie uns „immernoch“ mag, obwohl es hier sehr turbolent zur Sache geht und es auch oftmals wirklich hektisch ist. Für eine allein lebende Person ist so ein Alltag mit Kindern schon krass, zumindest stelle ich es mir so vor. Ein paar Tage hatten wir also Besuch meiner lieben Freundin und das Wetter meinte es gut mit uns. Wir haben tolle Dinge zusammen unternommen und dann war er da. Der Tag auf dem Gipfel. Traumhaft und wunderschön.

Als Ziel haben wir uns den Rauhkopf auf 1.689m ausgesucht, ein kleinerer Berg oberhalb des Spitzingsees. Aufgrund des großen Kindes und meiner momentanen (noch) nicht ganz so guten Kondition sind wir mit der Taubensteinbahn ein Stück hochgegondelt und von dort aus dann auf den Gipfel des Rauhkopfes gelaufen. Und siehe da, mein großes Mädchen ist komplett selbstständig aufgestiegen. Ohne zu murren, mit voller Freude. Ihr erster eigenständig erklommener Gipfel. Sie war so stolz und ist gekraxelt wie ein Weltmeister. Am allermeisten freue ich mich darüber, dass es ihr total Spaß gemacht hat, denn ich hoffe so sehr, dass meine Kinder diese Liebe zu Bergen geerbt haben und wir noch viele gemeinsame Gipfel besteigen werden.

Einige Zeit standen wir dort oben, fühlten die Stille und die Luft. Sahen in die Weite, der Fernblick war gut und traumhaft wie so oft. Dort oben zu stehen erfüllt mich mit Glück, ich kann dieses Gefühl nur sehr schwer beschreiben. Bergmenschen kennen es und wissen genau wie es sich anfühlt. Eine Art Erfüllung, Dankbarkeit, aber auch Ehrfurcht vor dem gewaltigen Naturwunder Berg.

Der Weg an sich war steinig, teilweise etwas matschig, zwischendurch felsig, aber grundsätzlich relativ einfach zu gehen. Immer darauf achten, wohin man tritt, auf die Füße achten und manche Stellen vortasten. Bergschuhe, Stöcke und Erfahrung am Berg sollte man haben. Genauso wie einen Blick auf das (sich manchmal recht schnell wechselnde) Wetter. Das gilt aber meiner Meinung nach für jeden Berg.

Zum Abschluss und weil mein großes Kind noch immer fit war, haben wir noch den schönsten Spielplatz am ganzen Schliersee besucht. Ein Spielplatz für Kleinkinder, größere Kinder und sogar mit einem Wasserspiel. Direkt am See. Besser geht es nicht. Wunderwunderschön.

Ganz in der Nähe des Spielplatzes befindet sich übrigens das kleine, süße Café „glückSeelig“, welches aber leider immer nur bis 18 Uhr geöffnet hat.

 

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Brotzeit | Kinder | Kindergarten | Lieblingsessen | Tipps

Die Brotzeit im Kindergarten…

von am September 28, 2016

… geben in unserem KiGa die Eltern ihren Kindern mit.

Ich achte darauf, dass sie „von allem etwas “ dabei hat. Zum Beispiel Nüsse, Trockenobst und frisches Obst. Außer der Süße aus den Früchten ist in keinem der Leckereien Zucker enthalten.

Morgens besprechen wir immer, was unbedingt in die Brotzeitbox rein soll. Tofuwiener, Datteln und Tortilla Chips, die müssen fast täglich rein. Ich liste euch mal auf, was sonst in den Boxen zu finden ist:

° Roggenvollkornbrot mit Cashewmus und Simply V Käse oder Räuchertofu

° Apfel, Avocado, Birne oder Beeren

° Cranberries, Rosinen, getrocknete Aprikosen oder Datteln (bestelle ich hier)

° Dinkel Rübli Kekse, Müslikekse oder Löffelkekse (Alnatura)

° Sesam Cracker, Dinkel Mini Brezn, Knusperbären oder Knusperenten (DM)

° Cashewkerne, Macadamia Nüsse oder Erdnüsse

° manchmal auch Jogurt (Provamel Zero + Obst, selbst gemacht) oder Gemüse

 

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Brotzeit | Elternzeit | Kinder | Onlineshop | Picknick | Tipps

Brotzeit, Picknick und raus in die Natur! 3 Jahre Elternzeit.

von am August 14, 2016

Vorweg möchte ich gern sagen, dass dies, was ich schreibe absolut keine Kritik an früh wieder zur Arbeit gehenden Mamas sein soll! Bei manchen geht es nunmal nicht anders oder hat andere Gründe.

Ich teile hier lediglich meine Erfahrung und greife die Fragen und Wünsche auf, die mich erreichen.

3 Jahre zuhause mit dem Kind, 3 Jahre Elternzeit: „was macht man denn da?“, „wie bekomme ich den Tag bloß rum?“, „ich weiß überhaupt nicht, was ich mit meinem Kind den ganzen Tag machen soll“, „ich vermisse meine Arbeit, da wurde ich wenigstens gebraucht“… Solche und andere Sätze höre ich dauernd und die Fragen dazu.

Für mich sind diese 3 Jahre Elternzeit ein Geschenk und ich nutze sie in vollen Zügen. Natürlich muss man arg auf das Geld schauen, denn wenn nur einer verdient, muss man schlicht und einfach bei vielem zurückstecken. Mir ist und war es wichtiger, diese 3 Jahre auszuschöpfen, anstatt schnell wieder arbeiten zu gehen. Zum Glück sah dies mein Mann auch so. Die ersten 3 Jahre sind so wertvoll, in diesen Jahren passiert so unglaublich viel, ich möchte nicht von der Kita erfahren, dass mein Kind die ersten Schritte gemacht hat oder dass es nun neue Worte kann. Ich möchte dabei sein.

Ich liebe es, draußen zu sein. Die Natur und die Berge. An Seen, Bächen und Flüssen zu verweilen. In den Wald zu gehen… Unser Land hat so traumhafte Fleckchen, die man alle entdecken kann. Total gut natürlich, dass man sowas unter der Woche tun kann, somit umgeht man sämtliche Wochenend-Staus und ist oftmals auf den Touren alleine. Schön ist es da, wenn man eine Freundin dabei hat, mit Kind oder auch ohne… So oft erreichen mich die zu Beginn stehenden Fragen, vorrangig, was ich mit dem Kind den ganzen Tag mache, man hat keine Ideen oder ist während den Jahren voller Arbeit einfach träge geworden… Ich sage dann: Fahrt raus! Es gibt so viele Mamas, die mit Sicherheit gern viel mehr Ausflüge machen wollen und dies aber aus verschiedenen Gründen nicht machen. Einige wollen nicht „alleine mit dem Kind“ sein, anderen ist es zu stressig. Sucht euch doch einfach eine Mama dazu. Inzwischen gibt es so viel, wo man Gleichgesinnte finden kann. Facebook-Gruppen, Spielgruppen, auf Spielplätzen, Aushänge in Supermärkten, Anzeige in der Zeitung und sogar auf Ebay Kleinanzeigen.

Ich finde es gibt nichts schöneres, als Kindern die Vielfalt unserer Natur beizubringen, sie alles entdecken zu lassen, Steintürme bauen, Bäume und Sträucher kennenlernen. Wer kann heutzutage noch Blätter zu Bäumen zuordnen? Kaum jemand. Das finde ich soooo schade. Wenn es nicht so weit weg gehen kann oder soll: die Isar oder die Mangfall, beide Flüsse sind toll. Picknick eingepackt, Decke, was zu spielen/lesen, vielleicht Eimer und Gießkanne und auf gehts. 3 Jahre, die es uns erlauben unser Kind 24/7 zu sehen. Was gibt es besseres? 

Mir ist es an dieser Stelle sehr wichtig zu zeigen, dass man auch ohne viel Geld ausgeben zu müssen, wunderschöne Ausflüge und Tagestouren machen kann. Ohne irgendwo einkehren zu müssen. Ich stehe morgens extra früher auf und packe unsere Brotzeitboxen. Unterwegs suchen wir uns dann einen schönen Platz zum picknicken. Das Gute daran ist so ganz nebenbei, dass wir nicht nach Öffnungszeiten von Almen oder Restaurants schauen müssen, sondern einfach los können. Das einzige was man haben sollte wäre ein Auto… Die meisten Ziele sind aber auch mit der BOB erreichbar.

Melina liebt unsere Picknicks, für sie gehören sie zu jedem Ausflug. Und sie liebt ihre Boxen. Neben „Mama, wann sind wir da?“ ist „was haben wir zu Essen dabei“ eine der ersten Fragen während der Autofahrt…

Seit einigen Jahren nutzen wir schon die Edelstahlboxen von ° Luchbots, die sind super stabil und es gibt sie mit mehreren Fächern. Die Anschaffung solcher Boxen ist erstmal teurer (!), aber sie halten eben auch lange und sind sehr robust. Und da ich die nunmal schon lange habe, kosten uns die Ausflüge „nur“ das Benzin. 

Auch die Boxen von °PlanetBox kann ich sehr empfehlen. Von dieser Firma gibt es auch kleine Silikon-Einsätze, damit man die Fächer nochmal unterteilen kann. Melina hat alles immer sehr gerne geordnet, daher sind für uns solche Einsätze super.

Der Online Shop meiner Wahl ist hier Kivanta. Vielleicht kann man sich so etwas auch zum Geburtstag oder Weihnachten wünschen?

Hier findet man allerdings auch einige Boxen, die dann etwas günstiger sind.

Prinzipiell ist es aber völlig egal, was man für Boxen hat, Hauptsache man nutzt die Elternzeit mit all ihren Vorzügen.

In den kommenden Jahren werde ich hier einfach weitere Fotos von unseren Picknicks hinzufügen.

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