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Schwanger und vegan. Geht das?

von am August 13, 2013

Ein Baby ist unterwegs…

Schwanger und vegan? Geht das? JA, natürlich!

Seit 8 Monaten bin ich nicht mehr alleine, ein kleines Wesen wächst in mir und ich machte mir zum ersten Mal, seit unserer Ernährungsumstellung, Gedanken um wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Ich fing wieder an zu lesen. Auf diversen Internetseiten wurde ich fündig, Bücher und Broschüren zu dem Thema halfen mir. Dass vegan der richtige Weg ist war mir klar, aber ich brauchte viele Infos und stockte mein Wissen auf, allein schon, um für Vorurteile gewappnet zu sein. Hilfreich fand ich eine Broschüre der veganen Gesellschaft Österreich und der Schweiz, in der alle Infos über vegane Schwangerschaft, Stillzeit und Kinderernährung zusammengefasst wurden.

In welchem Lebensmittel sind die „kritischen“ Dinge wie Eisen, Folsäure und Kalzium? All dies war eigentlich nicht schwer, Folsäure findet sich in etlichen Gemüsesorten und unser Wasser ist sehr Kalzium-haltig (Residenz Quelle). Mit Eisen hatte ich gar keine Probleme, eines meiner Lieblingsspeisen in der Schwangerschaft war Linseneintopf, dazu Orangensaft. Bei meinem Frauenarzt ließ ich neben dem HB Wert auch Ferritin, den Eisenspeicher, testen. Meine Werte waren immer super und ich musste kein zusätzliches Eisenpräparat nehmen. Lediglich Vitamin B12 supplementierte ich, dies aber nicht erst seit der Schwangerschaft, sondern bereits seit der Umstellung auf vegan, da dieses Vitamin das einzige ist, welches nicht oder kaum in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt und meines Erachtens unerlässlich ist.

Bezüglich meiner Ernährung stieß ich nie auf Gegenwehr, eher auf Neugierde. Seitens der Familie und auch des Arztes. Natürlich kamen Fragen, alle Vorurteile konnte ich aber abwehren und richtigstellen. Mein Speiseplan war zwar gesünder als sonst, ich achtete auf mich, war aber dennoch weiter im Tierschutz aktiv und auch abends mit Freundinnen unterwegs. Warum auch nicht? Ich war schwanger und nicht krank… Wobei, die ersten drei Monate waren mein persönlicher Horror. Das habt ihr ja bereits hier lesen können. Aber danach wurde alles gut und es war und ist NUR schön.

Hab‘ keine Angst vor „schwanger und vegan“! Es gibt dafür absolut keinen Grund. Allesessende Schwangere dürfen in der Schwangerschaft so viele Dinge nicht essen. Wir haben dieses Problem nicht. Ich habe alles gegessen, was mir geschmeckt hat und ich habe mich darüber gefreut. Eignet Euch Wissen an, diskutiert nicht viel und geniesst einfach diese wundervolle Zeit des Schwangerseins. Bei mir ist sie bald vorbei.

Ich möchte aber am dieser Stelle nochmal betonen, dass ich kein Ernährungsberater bin! Sachen die auf mich zutreffen, müssen nicht auf andere zutreffen. Ich schreibe lediglich über meine Erfahrungen. Bist du schwanger und dein Gefühl sagt dir, dass du lieber ein Ergänzungspräparat nehmen möchtest (zB mit Folsäure), dann bitte tue das!

Mich hat mein Gefühl zum Glück noch nie betrogen, deshalb werde ich auch weiterhin das tun, was ICH für richtig halte. 🙂

Externe Links:

Broschüre der veganen Gesellschaften Österreich und der Schweiz bzgl. veganer Schwangerschaft, Stillzeit und Kinderernährung

Viva Vegan für Mutter und Kind

Inzwischen gibt es außerdem ein wirklich empfehlenswertes Buch! (Anm.: 07/2017)

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Buchempfehlung | Gerichte

Vegan for fit – Challenge!

von am September 30, 2012

Seit Anfang September gibt es ein neues Buch: Vegan for fit. Ein sogenanntes Challengebuch. 30 Tage soll man ausschließlich nach diesem Buch kochen, Sport dazu machen und somit fit werden. Zucker und Kohlenhydrate kommen in diesen Rezepten nicht vor. Ich liebe ja Nudeln… und Kartoffeln… 30 Tage ohne?! Puh… Trotzdem probierten wir es aus. Tja, was soll man sagen. Köstlich, lecker, einwandfrei. NICHTS habe ich während dieser Zeit vermisst. Die ersten Tage waren schon krass. Aber klar, man ist so auf Zucker getrimmt… den also einfach wegzulassen: heftig! Nach ein paar Tagen allerdings war der Heißhunger auf Zucker vorbei!

Ich kann es wirklich JEDEM ans Herz legen: probiert es mal aus. Die Gerichte sind so lecker, man muss absolut nicht hungern und wird gleichzeitig noch fit.

 

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Buchempfehlung | Gerichte | Tipps

So isst man vegan.

von am Juli 30, 2011

Ein Monat ist rum. Tatsächlich habe ich nie großartig darüber nachgedacht, was ein vegan lebender Mensch i(s)st. Ich wusste nichts von Tofu oder Seitan. Nach meinem ersten Großeinkauf war ich schlauer. Interessant, wie vielfältig und bunt man kochen kann. Es machte uns richtig Spaß -für uns- fremde Lebensmittel auszuprobieren und zu verspeisen. nach und nach „veganisierten“ wir unsere Lieblingsgerichte: Spaghetti Bolognese, Döner und cremige Suppen.

Das Buch „Vegan for fun“ von Attila Hildmann war unser erstes veganes Kochbuch und wir liebten es. Alle Gerichte wurden getestet. Niemals zuvor haben wir so gesund, kreativ und lecker gegessen. Wer dann noch sagte, „Veganer essen ja nur Salat und Gemüse“… nein, meine Lieben! Die vegane Küche übertrifft alles und sie erzeugt nebenbei kein Leid an Mensch und Tier.

Bei manchen Lebensmitteln griffen wir natürlich auch daneben, zum Beispiel mussten wir erst herausfinden welche Pflanzenmilch uns am besten schmeckt, ob wir besser mit Nussmus Soßen andicken oder direkt zu einer Cuisine greifen sollten. Alternative Käsesorten, die es bis dahin gab, wurden ebenfalls getestet. Hier fielen allerdings leider alle durch. So dass wir uns erstmal entschieden, einfach ohne Käse weiterzuleben. Es war nicht schwer, wir mussten zwar unsere Gewohnheiten komplett umstellen, bauten aber dafür andere Lebensmittel in unseren Speiseplan ein. Jogurt gab es natürlich auch, pflanzliche „Butter“ ebenso wie Wurstalternativen und Süßigkeiten. Es ist tatsächlich kein Problem, sich rein pflanzlich zu ernähren. Und ich denke, nein, ich hoffe, dass es in Zukunft mehr Menschen verstehen und viele auf den veganen Zug aufspringen werden.

 

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