Buchempfehlung | Kinder

Meine ewig währende Bücherliebe.

von am November 6, 2017

Bücher und auch Bibliotheken oder Buchhandlungen liebe ich schon immer. Viele Jahre habe ich nebenbei in der Stadtbibliothek gearbeitet, es waren wunderbare Jahre. Die neusten, aber auch uralte Bücher in der Hand zu halten, sie durchstöbern zu können und sie wieder an ihren Platz einzuräumen, wunderbar! Für mich war dies der beste Nebenjob überhaupt.

Ich erinnere mich noch gut, dass wir früher zuhause sehr viel gelesen haben, immer hatte jemand Zeit für mich und ein Buch. Sich bei Regen, Sturm und Kälte mit einem Buch auf die Couch oder ins Bett kuscheln zu können liebe ich eigentlich noch immer. Eigentlich… Seit 4 Jahren ist dies nun nicht mehr so einfach. Aber die Kinder sind inzwischen 4 und 1, die Nächte werden langsam besser, ich bin nicht mehr mega müde, so dass ich mir oftmals abends den Luxus erlauben kann, wenigstens ein paar Seiten zu lesen. Das ist so, so schön.

Mein erstes Pixibuch „Ein kleiner Hund sucht sich ein Heim“ habe ich noch immer. Seit ich reden kann, kann ich dieses Buch auswendig. Wahrscheinlich legte dieses Buch sehr früh schon den Grundstein irgendwann im Tierschutz zu landen…

Und weil ich eben Bücher so gerne mag und sie mich mit Freude an meine Kindheit erinnern, habe ich schon früh damit angefangen, Melina Bücher vorzulesen. Sie war 6 Monate alt und ich entdeckte beim Durchstöbern der Buchhandlung das Buch „die Schnecke und der Buckelwal“, ein so süßes, liebevoll geschriebenes und hübsch illustriertes Buch darüber, dass man -auch wenn man nur ganz klein ist- viel bewirken kann, denn die kleine Schnecke rettet dem großen Wal das Leben. Dieses Buch wurde unser gemeinsames Lieblingsbuch und obwohl es eigentlich viel Text hat, hörte Melina immer gerne zu, während ich las und holte es schon früh selbstständig aus dem Regal. Dicke Pappbilderbücher ohne Text für Babys mag ich nicht. Toll dagegen finde ich die unkaputtbaren Baby Pixi Bücher, von denen wir einige hatten bzw. noch immer haben.

Auf Flohmärkten findet man allerlei Bücherschätze. Die kleine Raupe Nimmersatt, die Pimpelmaus, eine ganze Reihe von den „Wieso? Weshalb? Warum?“ Büchern, Wimmelbücher und total süße Geschichten. Aber manchmal komme ich nicht drumherum, doch mal in eine Buchhandlung zu gehen und die neusten Werke durchzuschauen. Leider schaffe ich es, trotz Disziplin, niemals ohne leere Hände wieder raus. Glücklicherweise gibt es aber sogar bei uns eine Bücherei, die wir total gerne besuchen, dort findet man nicht nur Bücher, sondern auch Hörspiele und Zeitschriften. Für Kinder und Erwachsene.

Ein paar unserer absoluten Lieblingsbücher habe ich Euch mal hier zusammengestellt, vielleicht sucht noch jemand ein Geschenk. Alle Bücher sind durchweg wundervoll geschriebene Geschichten. „Lass mich frei“ ist ein Buch ohne Text, die Geschichte dazu kann man erfinden. Hier ist meine Rezession dazu. Das perfekte Buch für Menschen, die Tiere lieb haben. „Maulwurf und der kleine Vogel“ ist ebenfalls ein Buch darüber, dass Tiere, in dem Fall ein kleiner Vogel, nicht eingesperrt sein möchten. So süß illustriert, mit einem sehr liebevollen und verständlichen Text.

„Der kleine Fuchs im Winterwald“  passt perfekt in die kalte Jahreszeit. Melina hat das Buch in einer Buchhandlung entdeckt und hat es seitdem quasi nicht mehr aus der Hand gelegt… Ihr gefällt an dem Buch ganz besonders, dass die Seiten glitzern… Auch „Willi Wolke und der kleine Spatz“ wollte sie unbedingt haben, trotz des vielen Textes.

„Der Baum der Erinnerung“ ist ein kindgerechtes Buch über das Sterben. Da der Tod von unserem geliebten Kater noch immer allgegenwärtig ist, wird dieses Buch oft angeschaut.

Ich habe für Melina außerdem zwei kleine Büchlein designed. Mit ihren Lieblingsmenschen und Tieren. Diese beiden Bücher mussten immer und überall mit hin und auch heute stehen sie noch im Regal und werden sehr gerne angeschaut. Ein paar der Tiere sind schon verstorben, auch dann kommt wieder der Baum der Erinnerung zum Einsatz…

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Gipfelglück auf dem Dürrnbachhorn.

von am Oktober 15, 2017

Man steht oben und denkt, dass dies nur ein Traum sein kann. Aber es ist real und einfach WOW!

Was für ein wunderschöner Tag!

Das Wetter war perfekt gemeldet, der Gatte aber leider von früh bis spät beruflich unterwegs… Also fuhren wir Mädels gemeinsam mit meiner lieben Freundin alleine Richtung Berge. Dieses Mal war der Weg echt weit, bis nach Reit im Winkl, gute 90km und das an einem Samstag… Puh. Wir machten uns also sehr zeitig auf den Weg, um eventuelle Staus zu umgehen, was uns tatsächlich ganz gut gelang.

Am Abend zuvor überlegten wir wohin wir fahren könnten und suchten einen Berg, der auch am Wochenende nicht überlaufen ist. Das ist nicht einfach, vor allem die „Seilbahn-Berge“ sind stark frequentiert. Die Wahl unserer Tour war Schicksal, denn ich schlug mein Buch auf, es fiel mir runter und landete auf genau dieser Seite: Wanderung auf das Dürrnbachhorn. Also gut. 🙂

Mit einer alten Einsitzer Sesselbahn (die Kinder durften auf den Schoß, das Gepäck fuhr hinterher) ging es hinauf bis zur Alm und von dort aus dann zu Fuß weiter.

Gute 2 Stunden, durch Latschen und über Felsen, immer höher und höher. Wunderschöne Ausblicke und perfekte Fernsicht. Aber auch wieder eine Tour, die Trittsicherheit erfordert! Und Ausrüstung, mindestens Wander-/Bergschuhe sollten auf jeden Fall dabei sein. Auch für Kinder. Die müssen allerdings nicht teuer sein, denn auch auf Flohmärkten oder bei Ebay Kleinanzeigen kann man richtige Schnäppchen machen. Melinas Schuhe sind top in Ordnung, fast neu und haben 4€ gekostet…

Am Gipfel angekommen empfingen uns schon einige Bergdohlen, die mit uns die Brotzeitboxen begutachteten und auch etwas stibitzten. Bergdohlen gehören zur Familie der Rabenvögel. Sie leben oberhalb der Baumgrenze und sind die weltbesten Flugkünstler im Hochgebirge. Sie sind super intelligent und es war eine wahre Freude ihnen zuschauen zu dürfen.

Ein, mein Herzmoment: Kristina saß vor uns und schaute Richtung Berge, Melina stand auf, setzte sich zu ihr, umarmte und sagte: „Ach, meine kleine Schwester, ist das nicht wunderschön?“. Mein Herz schmilzt. Ein so wunderschöner Moment, den man tief in sich speichert.

Diese Tour war so traumhaft, dass ich sie liebend gern weiter empfehle! Um auch auf dem Heimweg die Staus zu umgehen ließen wir den Tag am Chiemsee ausklingen, wo wir direkt am See den Rest unserer Brotzeit verspeisten, um dann mit satten, entspannten und schlafenden Kindern nach Hause fahren zu können. Ein rundum gelungener Tag.

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Aufstieg zum Gipfel. Stille, Weite, Bergliebe.

von am September 28, 2017

Über ein Jahr ist es nun her. So lange stand ich nicht mehr auf einem Gipfel. Wer mich kennt, weiß, dass dies für mich absolut schlimm ist. Klar waren die letzten Monate auch wunderschön, die zweite Schwangerschaft, Kristinas Geburt, neue Erfahrungen, Erlebnisse und der Alltag mit zwei Kindern… trotzdem: die Sehnsucht blieb. Früher habe ich Melina eingepackt und wir sind einfach los. Mit zwei Kindern geht das nicht mehr bzw. nicht so einfach. Eine Wanderung mit Gipfelbesteigung ist einfach nicht drin, da mein großes Kind seit der Geburt der kleinen Schwester sehr lauffaul geworden ist und am liebsten auch getragen werden möchte. Zwei Kinder und den Rucksack tragen funktioniert blöderweise nicht. Ganz davon abgesehen wäre dies eh ein zu gefährliches Vorhaben.

Ein weiteres meiner Probleme ist, dass ich mit Kraxen nicht zurecht komme. Alle im Fachhandel erhältlichen Kraxen habe ich bereits getestet, entweder liegen sie nicht korrekt auf meiner Schulter oder sie sind mir zu schwer. Über Tipps wäre ich hier sehr dankbar!

Somit kommen für mich nur die normalen Babytragen infrage. Kristina habe ich 9 Monate in der Fräulein Hübsch auf dem Rücken getragen, damit einen Gipfelaufstieg zu wagen, war mir allerdings zu gefährlich. Inzwischen trage ich sie in der Buzzidil, wie damals schon Melina. Mit dieser Trage fühle ich mich auch auf dem Berg absolut sicher und kann diese Trage guten Gewissens empfehlen.

Bleibt das Problem mit dem lauffaulen Kleinkind und dem Rucksack. Man braucht also bestenfalls eine „Begleitperson“. An überfüllten Wochenenden meide ich die Berge mit Seilbahn außerdem. Wie schön ist es demnach, wenn man Freundinnen hat, die einen besuchen und begleiten. Oftmals ist es ja (leider) so, dass sich Freundschaften ändern und man sich auseinander lebt, sobald ein Part Kinder und Familie hat. Bei dieser Freundin ist dies nicht passiert. Wir kennen uns schon viele Jahre und leben noch dazu weit voneinander entfernt. Trotzdem sehen wir uns regelmäßig und ich bin sehr dankbar dafür. Auch, oder gerade weil sie uns „immernoch“ mag, obwohl es hier sehr turbolent zur Sache geht und es auch oftmals wirklich hektisch ist. Für eine allein lebende Person ist so ein Alltag mit Kindern schon krass, zumindest stelle ich es mir so vor. Ein paar Tage hatten wir also Besuch meiner lieben Freundin und das Wetter meinte es gut mit uns. Wir haben tolle Dinge zusammen unternommen und dann war er da. Der Tag auf dem Gipfel. Traumhaft und wunderschön.

Als Ziel haben wir uns den Rauhkopf auf 1.689m ausgesucht, ein kleinerer Berg oberhalb des Spitzingsees. Aufgrund des großen Kindes und meiner momentanen (noch) nicht ganz so guten Kondition sind wir mit der Taubensteinbahn ein Stück hochgegondelt und von dort aus dann auf den Gipfel des Rauhkopfes gelaufen. Und siehe da, mein großes Mädchen ist komplett selbstständig aufgestiegen. Ohne zu murren, mit voller Freude. Ihr erster eigenständig erklommener Gipfel. Sie war so stolz und ist gekraxelt wie ein Weltmeister. Am allermeisten freue ich mich darüber, dass es ihr total Spaß gemacht hat, denn ich hoffe so sehr, dass meine Kinder diese Liebe zu Bergen geerbt haben und wir noch viele gemeinsame Gipfel besteigen werden.

Einige Zeit standen wir dort oben, fühlten die Stille und die Luft. Sahen in die Weite, der Fernblick war gut und traumhaft wie so oft. Dort oben zu stehen erfüllt mich mit Glück, ich kann dieses Gefühl nur sehr schwer beschreiben. Bergmenschen kennen es und wissen genau wie es sich anfühlt. Eine Art Erfüllung, Dankbarkeit, aber auch Ehrfurcht vor dem gewaltigen Naturwunder Berg.

Der Weg an sich war steinig, teilweise etwas matschig, zwischendurch felsig, aber grundsätzlich relativ einfach zu gehen. Immer darauf achten, wohin man tritt, auf die Füße achten und manche Stellen vortasten. Bergschuhe, Stöcke und Erfahrung am Berg sollte man haben. Genauso wie einen Blick auf das (sich manchmal recht schnell wechselnde) Wetter. Das gilt aber meiner Meinung nach für jeden Berg.

Zum Abschluss und weil mein großes Kind noch immer fit war, haben wir noch den schönsten Spielplatz am ganzen Schliersee besucht. Ein Spielplatz für Kleinkinder, größere Kinder und sogar mit einem Wasserspiel. Direkt am See. Besser geht es nicht. Wunderwunderschön.

Ganz in der Nähe des Spielplatzes befindet sich übrigens das kleine, süße Café „glückSeelig“, welches aber leider immer nur bis 18 Uhr geöffnet hat.

 

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Das typische „Touri – Programm“ am Chiemsee…

von am September 23, 2017

…ist auch mal schön. Melina hatte sich gewünscht mal wieder Schiff zu fahren. Da wir beide noch nie zusammen auf einem unserer bayrischen Seen mit dem Schiff unterwegs waren und wir noch dazu gerade Besuch von Oma und Opa hatten, machten wir einen Ausflug an den größten See in Bayern: den Chiemsee.

Ab Prien ging es zuerst auf die Herreninsel, auf der wir nicht der Menschenmasse Richtung Herrenchiemsee folgten, sondern den großen Rundweg um die Insel machten. Wir waren alleine, keine Menschenseele weit und breit. Man hörte die verschiedenen Vögel, die dort einen wunderschönen Lebensraum haben. An einer Stelle mit Bergblick machten wir Picknick. Wundervoll. Schiffe schipperten vorbei und Melina winkte den Leuten. Sie hatte total viel Spaß. Und auch Kristina, die inzwischen so fit ist und alles begreift, winkte mit. Mein Herz geht auf. Diese süßen wundervollen Geschöpfe gehören zu mir. Ihnen zuzuschauen, ihnen Sachen beizubringen und die hundertste „Warum?“-Frage zu beantworten… So schön. Manchmal lerne ich sogar noch was, denn oftmals macht man sich um das „Warum?“ überhaupt keine Gedanken und muss wirklich überlegen (oder nachlesen…).

Zurück auf dem Schiff ging es auf die Fraueninsel, die süßeste Insel, die ich kenne. Liebevoll angelegte Gärten, schöne Häuschen und nette Einheimische. Wir schauten uns den Sonnenuntergang an und nahmen das letzte Schiff zurück aufs Festland.

Aufgrund der eingeschränkten Panoramafreiheit für Fotoaufnahmen kann ich Euch, um Fotos des Schlosses und der Gärten anzuschauen, leider nur die offizielle Seite der bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen geben.

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Echte Scheißtage und besondere Momente…

von am August 19, 2017

Entschuldigt die Überschrift, aber andere Worte hätten nicht gepasst.

Vermutlich kennt sie jeder: richtig beschissene Tage, an denen man einfach nur weg will, alles in Frage stellt und/oder sich verziehen möchte. Man denkt an „früher“ zurück, wo man sich verkriechen konnte und wo man auf niemanden Rücksicht nehmen musste, wo man einfach all das tun konnte, wozu man Lust hatte. Damals hat man diese „Freiheit“ nicht zu schätzen gewusst und nicht richtig (aus)genutzt.

Heute weiß ich, wie kostbar diese damalige Zeit war. Ich gehe davon aus und die Nachrichten, die ich erhalte, bekräftigen dies, dass es jeder Mama einmal so geht. Jeden Tag ist man für die Kinder da, manche Tage sind wunderbar, es gibt keinerlei Streitereien oder Trotzanfälle. An anderen Tagen wünscht man sich bereits morgens, dass dieser Tag bald zu Ende geht. Solch einen Tag hatte ich vergangenes Wochenende. Schon früh am Morgen gab es einen Wutanfall der Großen und die Kleine hat mich gefühlt die ganze Nacht auf Trab gehalten. Meine Laune war demnach im Keller und ich mit den Nerven völlig am Ende. Weil das alles noch nicht reichte, fiel mir auch noch eine volle 2l Edelstahlflasche auf den Fuss. Ich sage ja, beschissene Tage…

Immer, aber besonders an solchen Tagen, habe ich einen riesengroßen Respekt vor alleinerziehenden Mamas. Einige habe ich in meinem Umfeld, allesamt tolle Frauen, die aber in solchen Situationen und an diesen schwierigen Tagen alles alleine meistern müssen.

Sehr dankbar bin ich da für meinen Mann. Während ich also -nachdem alle Kinder wieder friedlich waren- noch immer vor mich hin fluchte und gegen den Boxsack haute, bereitete er eine Brotzeit zu, verfrachtete uns ins Auto und fuhr an eine meiner Lieblingsstellen. Zum Auftanken. Innehalten. Energie bündeln. Besondere Momente sammeln.

Zwischen Bruckmühl und Rosenheim befindet sich eine wundervolle (Fahrrad-) Strecke, die direkt an der Mangfall entlang führt. Schon früher waren wir oft dort. Während der Isarstrand in München meistens überfüllt ist, ist es dort herrlich ruhig. Unser Plätzchen haben wir irgendwo zwischen Kolbermoor und Bad Aibling gefunden. Kleine Kieselsteine, leicht rauschendes Wasser und einfach Natur. Lässt man dort die Füße ins Wasser baumeln und genießt die Sonne, merkt man, wie die Energie in den Körper zurückfließt und man auf einmal wieder glücklich ist. Über alles, über sich und die Familie. Die Kinder sind super zufrieden, Melina holt Steine und begutachtet sie gemeinsam mit Kristina. Dann fliegen die Steine ins Wasser. Ich schaue zum Himmel, direkt auf eine Herzwolke. Es ist alles wieder gut.

Ein paar Stunden verbrachten wir dort, anschließend besuchten wir noch einen zufällig entdeckten Spielplatz und aßen zum Abschluss vegane Burger in Rosenheim, bevor wir glücklich und zufrieden nach Hause fuhren. Als dann abends noch meine liebe Nachbarin und Freundin mit meiner Lieblings-Schokolade vor der Tür stand, weil sie im Gefühl hatte, dass heute nicht mein Tag ist/war, bin ich so glücklich über all die Menschen um mich herum, die genau wissen, wann es Zeit ist, da zu sein.

 

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Auf und davon: Italien

von am Juni 30, 2017

Ab und zu bin ich ganz gern auch mal weg von Zuhause. Einfach mal etwas anderes sehen und den ganzen Tag nur Pasta essen… Unser Weg führte uns nach Italien, wie so oft. Wir lieben es alle.

Die erste Station war Garda am Gardasee, wo wir in der Residence Corte del Bosco Urlaub gemacht haben. Eine wirklich schöne Appartement-Anlage. Das Wetter war perfekt, sehr heiß, so dass wir den dortigen Pool super genutzt haben. Die Kinder hatten mega viel Spaß, zumal auch noch meine halbe family dabei war. Man glaubt es kaum, aber ich konnte mich echt mal entspannen und sogar in einer Zeitschrift blättern. Seit fast 4 Jahren habe ich dies schon nicht mehr getan. Und ich muss sagen, es war so schön! Auch zu sehen, welch eine Freude beide Kinder im Wasser hatten, Melina traut sich inzwischen alleine mit ihren Schwimmscheiben ins Wasser. „Unter Beobachtung“ steht sie natürlich trotzdem. Kristina ließ sich im kleinen Schlauchboot übers Wasser chauffieren oder planschte mit. Dieses Boot haben wir inzwischen schon über 3 Jahre, ich hätte nie gedacht, dass es uns so lange begleitet. Melina hat es früher schon geliebt.

Am späten Nachmittag sind wir dann immer los, Malcesine, Lazise und Garda haben wir uns angesehen. Die kleinen Gassen, der Duft nach Pasta, frische Salate und köstliches Obst direkt vom Baum, es war einfach herrlich.

Ein paar weitere Tage waren wir dann noch zu viert am Meer, in der Nähe von Venedig und natürlich auch in Venedig. Dieses Städtchen hat etwas, was uns verzaubert. Obwohl es von Touristen nur so beherrscht wird ist es einfach wundervoll, vor allem abends, wenn die Tagestouristen weg sind. Mindestens einmal im Jahr führt unsere Reise nach Venedig. Wir sind nie in den überfüllten Hauptgassen, sondern immer „weit ab vom Schuss“, was durchaus auch dort möglich und dann umso schöner ist. Bereits das 7. Jahr waren wir dort und immer wieder entdeckt man etwas, was man vorher noch nicht wahrgenommen hatte. Was mir an Italien übrigens besonders gefällt, ist die Tatsache, dass es überall (!) veganes Eis gibt. Während man bei uns oftmals mit Fruchteis abgespeist wird, gibt es dort zahlreiche cremige Sorten (Nougat, Schokolade, Pistazie usw.). Essen findet man eh überall, oftmals hat selbst der kleinste Imbiss Pasta und Pizza ohne tierische Inhaltsstoffe, was ich sehr angenehm finde.

Die Anreise mit dem Schiff ist übrigens wesentlich günstiger als mit Auto! Sollte man länger als einen Tag in Venedig bleiben wollen, empfehle ich ein Hotel/Pension auf dem Lido! Denn gegenüber der Lagune hat man einen wunderbaren Blick auf diese, es ist um einiges günstiger und zum Strand ist es auch nicht weit. Mit dem Wasserbus ist man in 7 Minuten am Piazza san Marco. Übrigens gibt es auch immer wieder echt coole Wohnungen über Airbnb!

Meine Lieblingsreiseführer sind diese. Ich stöbere gern in der Bücherei oder Buchhandlung und schaue nach neuen Reiseführern. Aber immer wieder bleibe ich bei diesen hängen, weil einfach alles drin steht, was man braucht und sogar noch mehr.

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Der nur-Salat-essende Veganer und die lieben Klischees

von am Mai 26, 2017

Während der Infostände mit Sunnydays for Animals e.V. hören wir immer wieder „Waaaaas? IHR lebt vegan? So seht ihr aber nicht aus“… Dieses komische Klischee des unterernährten, nur Salat-essenden und blassen Veganers gibt es noch immer. „Veganer sind immer krank und müssen sehr viele Tabletten nehmen, um alle Nährstoffe zu erhalten.“ – Ein völlig gängiges Vorurteil. Egal mit wem man spricht, jeder wird, sobald er vegan hört, zum Ernährungsberater. Davon abgesehen kaufen sowieso 98% aller Menschen, mit denen ich mich jemals unterhalten habe, ausschließlich beim „Bauern ihres Vertrauens“ und „bio sowieso“. Ja genau… und woher kommen dann all die Tiere, die in Massenställen „leben“ müssen? Fragt man aber mal ein wenig nach, wird schnell klar, dass zum Beispiel beim Auswärtsessen im Restaurant oder Café nicht auf bio geachtet wird. Manch einem fiel dann auf, dass dies eigentlich blöd und nicht richtig ist.

Aber zurück zum Thema: Wir essen alles was andere Menschen auch essen, aber bei uns ist es nunmal tierfrei. Inzwischen ist dies ja wirklich kein Problem mehr, denn wenn man mal durch die Supermärkte schlendert findet man überall Regale voller veganer Alternativen: Pflanzenmilch, Sahne, Süßigkeiten und Eis. Von den Abteilungen voller Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Amaranth, Quinoa, Couscous, Bulgur, Mais, Reis, Nudeln und vielem mehr mal abgesehen, denn diese Sachen stehen ja nicht erst seit gestern im Regal und die sind von Natur aus vegan!

Ich persönlich esse gerne Fleischersatzprodukte, nicht übermäßig viel, aber dennoch gerne. Tiere esse ich aus ethischen Gründen nicht mehr, nicht weil mir tierische Produkte nicht geschmeckt haben, im Gegenteil… Es hat mir geschmeckt, sehr gut sogar, das gebe ich offen zu, allerdings war dies für mich kein Argument, meine Augen zu verschließen und einfach so weiterzumachen wie bisher.

Jetzt schmeckt es mir auch. Sogar besser als jemals zuvor. Meistens kommt es auf die richtigen Gewürze an. Tofu kannte ich früher nur als nach Pappe schmeckendem Etwas. Was man allerdings mit Tofu alles machen kann ist absolut genial. Spaghetti Bolognese, Carbonara, Rühr“ei“, als Croutons in den Salat und „Caprese“ , um nur ein paar mögliche Varianten zu nennen… Dass man Tofu jeden Geschmack geben kann, weil er neutral ist, wusste ich vorher auch nicht. Sogar farblich kann man ihn anpassen. Eines der Geheimnisse des perfekten Tofu-Anbrate-Vorgangs ist folgendes: Den Tofu zuerst in die Pfanne machen und ein paar Minuten anbraten, erst danach kommen Zwiebeln hinzu. Und nun kann man ihm eine Farbe geben. Kurkuma oder Curry lassen ihn gelb werden, Tomatenmark rot usw.

Mein Mann ist zum Glück ein hervorragender Koch, er kann kochen was er will, es gelingt und schmeckt immer. Wer also noch immer denkt, dass vegan nicht schmeckt oder gar langweilig ist, meldet euch. Ihr dürft gern mal zum Essen vorbei kommen.

Was es bei uns nicht gibt, ist eine Alternative zu Käse, denn hier haben wir bisher nichts gefunden, was auch nur annähernd unseren Geschmack trifft. Melina allerdings isst gern mal ein Brot mit Simply V – Käse, sie findet ihn lecker, allerdings hat sie auch keinen Vergleich. Dieser „Käse-Verzicht“ stellt allerdings auch kein großes Problem dar.

Übrigens gibt es auch immer mehr Eisdielen, in denen man nicht nur Fruchteis bekommt. Das Cremagelato in Ottobrunn zum Beispiel macht das beste vegane Spagetti-Eis. Oder aber natürlich das IceDate in der Amalienstraße 91 in München. Dies ist eine Eisdiele, wo man tatsächlich gesundes, aber dennoch wirklich leckeres Eis essen kann.

Dieses Buch hat inzwischen fast jeder in meiner Verwandtschaft, alle mögen die Rezepte und probieren laufend neues aus, was mich natürlich mega freut.

Nach und nach wird auch diese Diashow erweitert. 🙂

  • Wackelpudding mit Vanillesoße

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Gut Aiderbichl Iffeldorf

von am August 14, 2014

2012 eröffnete ein neues Gut Aiderbichl in Iffeldorf, dies ist etwa 50 Minuten von uns entfernt. Ein Gnadenhof für Tiere. Mir ist wichtig, dass Melina Tiere kennenlernt, vor allem natürlich die sogenannten “ Nutztiere“. Kühe und Schweine, Ziegen, Schafe, Hühner usw. Ich möchte, dass sie sieht, dass dies empfindsame Lebewesen sind, die leben wollen. In Ruhe und Freiheit, sofern dies möglich ist. Und vor allem, dass diese Lebewesen nicht zum Essen da sind.

Das vegane Angebot ist in den letzten Jahren so groß geworden, sogar im Discounter gibt es immer mehr solcher Produkte. Niemand muss mehr zu tierischen Lebensmitteln greifen. Dann hätten wir sowieso einige Probleme weniger… Zwischendurch eine Buchempfehlung.

Da wir weder in den Zoo noch in den Zirkus gehen, ist ein Gnadenhof für uns perfekt. Hier kann ich ihr all die Tiere zeigen und wie man mit ihnen umgehen soll. Sie kann die Tiere streicheln, sofern diese das wollen. Sie sieht, dass Tiere Gefühle haben, dass sie miteinander spielen, kuscheln, Spaß haben und scherzen. Ja, all das sieht man, wenn man sich mit ihnen beschäftigt. Manche sind zurückhaltend, manche total zutraulich. Je nachdem, was sie in der Vergangenheit erlebt haben.

Oskar, das Schwein ist ihr Freund, sagt sie. Sie ist so ein emphatisches Mädchen. Sie stürmt nicht auf die Tiere zu sondern geht ganz vorsichtig und langsam zu ihnen, lässt sie an ihrer Hand riechen und sagt ihnen, dass sie lieb zu ihnen ist und sie keine Angst haben müssen…

Das Gut liegt eingebettet in der Natur, es ist ein so schöner und friedlicher Ort. Perfekt auch für uns, denn das Gut liegt direkt an den Osterseen, an denen man wunderschöne Wanderungen machen kann. Und auch der Starnberger See ist nicht weit entfernt. So sind wir immer den ganzen Tag unterwegs und verbinden baden und planschen im See mit einem Besuch bei den Tieren.

In den nächsten Monaten und Jahren werde ich die Diashow garantiert immer mal erweitern. 🙂

Anm., 2016: Ich kenne die Gerüchte um GA, kann diese allerdings nicht für voll nehmen. Ich kenne so viele Menschen, die dort arbeiten oder gearbeitet haben. Und auch Tiere, die aufgenommen wurden, obwohl diese keinen „Presserummel“ verursacht haben. Und ja, natürlich ist GA kommerziell, man kann überall etwas kaufen, Werbeartikel, Essen und Getränke, Lose und vieles mehr. Ich kann es verstehen. Es muss nunmal finanziert werden. Seit über 10 Jahren besuche ich bzw. inzwischen wir regelmäßig die verschiedenen Güter. Ab und an gibt es „Verbesserungsvorschläge“, man kann es einfach ansprechen und vor allem miteinander sprechen, anstatt hintenrum zu lästern.

 

 

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Ausflug | Buchempfehlung | Kinder

Buchempfehlungen für Ausflüge!

von am Juni 19, 2014

Gern blättere ich durch verschiedene Bücher um einen schönen Ausflug für uns zu finden.

Das Internet ist zwar auch voll mit Ausflugstipps, aber mir persönlich sind Bücher einfach lieber.

Folgende Bücher haben wir, diese 3 sind geeignet für Babys und Kleinkinder, da es relativ kurze Strecken sind, man aber viel erleben kann:

 

° Wandern mit dem Kinderwagen Inntal-Chiemgau-Berchtesgaden

° Wandern mit dem Kinderwagen im Münchner Umland

° Minis auf Tour zwischen Tegernsee und Chiemgau

 

Diese empfehle ich eher für größere Kinder, die schon selbst mitlaufen wollen:

° Mit Kindern rund um Tegernsee und Schliersee

° Wanderungen am Wasser

 

aktualisiert 07/2017

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Buchempfehlung | Familie | Familienbett | Kinder

Familienbett oder eigenes Zimmer?

von am November 4, 2013

Über was man sich alles Gedanken macht, wenn man schwanger ist… Klar geht es darum auch, wo denn das Baby schlafen soll… und da scheiden sich die Geister. Grundsätzlich finde ich, dass dies jedem selbst überlassen ist. Früher war ich der Meinung, dass ein Kind natürlich im eigenen Zimmer schlafen muss, da hatte ich allerdings noch keine Kinder…

Als dann dieses kleine Wesen in unser Leben trat, habe ich nicht mal daran gedacht, es in ein eigenes Zimmer zu stecken. Sie hat zwar ein Zimmer, dort steht auch ein Bett und ein Schaukelstuhl zum Stillen, sowie eine Wickelkommode, allerdings schläft sie da nicht. Die ersten Wochen hat sie ihre Schläfchen entweder auf mir, im Stubenwagen in unserem Wohnzimmer oder auf der Couch gemacht… und ich habe mitgeschlafen…:)

Immer öfter höre ich von Familien, dass die Kinder „natürlich im eigenen Bett schlafen“. Bei uns in Deutschland entspricht ein Familienbett nicht der Norm, während es in andere Kulturen völlig selbstverständlich ist. Aber warum ist das denn so? Werte wie Harmonie und Ausgeglichenheit sind doch mehr wert als Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Ich finde, man darf nicht vergessen, dass es sich um Babys handelt. Für sie sind die Eltern alles. Sind Mama und Papa in der Nähe gibt es dem Baby die Sicherheit, dass sofort jemand zur Stelle ist, wenn es aufwacht, weint oder es ihm sonst nicht gut geht. Babys weinen nun mal, sie wissen nicht, was passiert. Sie wissen nicht, warum ihnen die Zähne oder der Bauch weh tun. Sie weinen, wenn sie eine neue Windel möchten oder Hunger haben. Sie brauchen die Gewissheit, dass Mama und Papa sie hören und sofort da sind.

Oft hört man „das Kind wird ja total verzogen mit so einem Familienbett“ oder „es kann doch ruhig mal schreien“. Ich kann es wirklich nicht mehr hören. Bei manchen Spielplatz-Unterhaltungen fragt man sich tatsächlich, weshalb genau manche Menschen Kinder haben. Sie stören überall, dürfen nicht mal laut sein oder sich zu laut freuen, sollen doch bitte nicht im Sand spielen, da dieser die Klamotten dreckig macht, dürfen dies und jenes nicht, überall hört man ein „Nein“ ohne Erklärung… Kinder sind Kinder und keine kleinen Erwachsenen… sie wollen alles von der Welt entdecken. Lassen wir sie doch bitte.

Aber zurück zum Familienbett:

Inzwischen ist Melina fast 2 Monate alt und die Schlafsituation hat sich nicht geändert. Den Nachtschlaf beginnt sie im Stubenwagen bei uns und wenn sie dann die nächste Stillrunde einläutet gehen wir zusammen ins Bett. Dieses kleine Wesen neben mir, sie hält nachts meine Hand fest… Was gibt es schöneres? Mit 18 wird sie nicht mehr bei uns im Bett schlafen. Die Zeit, in der sie so klein ist und mich braucht, wird vergehen, deshalb möchte ich ihr diese Nähe und Geborgenheit ermöglichen. Und ganz nebenbei: zum stillen ist es sehr viel praktischer, nicht aufstehen zu müssen…

 

Es gibt übrigens ein wunderschönes Buch, welches ich schon in der Schwangerschaft gelesen habe:

„In Liebe wachsen“ von Dr. González.

 

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